Ölablassschraube Gewinde Ölwanne ruiniert

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  • Hallo!


    Hab mir vor vier Wochen eine MT-07 mit 2.000 km gekauft:-) Bin voll happy damit. Bin aus Mödling bei Wien. Wollte, da der ERstbesitzer das Motorrad 2 Jahre hatte jetzt mal das Motoröl wechseln. Kann ich doch! Und dabei wollte ich schlau sein und hab die Ölablassschraube gegen eine mit Magneten getauscht. Die kam mir filigraner vor, Gewinde kürzer usw. Naja und um alles richtig zu machen drehte ich sie mit 43 NM rein, weil so im Werkstatthandbuch steht. Ergebnis: Gewinde in der Ölwanne Kaputt, zerbröselt bzw. auch Späne.


    Erste Frage: Hab das vorher abgelassene Öl wieder in den Motor reingegeben, damit es nicht leer ist bis das Gewinde erneuert wird. Hab vorher die "alte" Originalschraube wieder reingedreht. WENN ich jetzt die 2,6 Liter Öl ablasse, schwemmt dann das Öl den "Sand" bzw die Späne alle raus? Oder muss man die Ölwanne abmontieren und die Wanne säubern?


    Zweite Frage: Wenn ich also das Öl wie oben beschrieben ablasse, dann die Originalschraube wieder reindrehe (das geht, weil das Gewinde am Ende-letzte paar mm- nicht kaputt wurde, weil die Ablassschraub mit dem Magneten viel kürzer war), kann ich dann also zur Werkstatt fahren, damit die das Gewinde erneuern? Die 10 km wird es schon halten, also dicht sein, denke ich.


    Frage drei: Falls man doch die Ölwanne abmontieren soll, um die Wanne vom Gewindesand und Spänen zu säubern, bleibt nur Schieben zur Werkstätte oder Kastenwagen mieten.... Im Werkstatthandbuch steht nämlich, dass da einiges abmontiert werden muss, um die Ölwann abzunehmen...


    HILFE:-) lieben Gruß und danke an alle schon im voraus für eure hilfreichen Antworten


    Manfred

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  • zu Frage 1:
    der Sinn das alte Öl wieder einzufüllen, das evtl. bereits durch das Ablassen in eine Auffangwanne verunreinigt wurde, wenn die nicht richtig sauber war, erschließt sich mir nicht. Dem Motor ist es erst mal egal ob Öl drin ist oder nicht, solange er nicht gestartet wird.
    Da es das Gewinde beim Einschrauben in Richtung Ausgang aus der Ölwanne zerlegt, sollte in der Ölwanne keine Späne sein, bzw. diese mit dem Öl ausgespült werden. Möchtest du 100% sicher gehen, muss die Ölwanne ab.


    zu Frage 2:
    da wird dann sicher kein Öl austreten, das hast du ja abgelassen. Allerdings wird der Motor defekt sein bevor du die Werkstatt erreichst. Spaß beiseite, ich gehe davon aus das du vorher wieder Öl einfüllst. Dann kommt es darauf an wie viele Gewindegänge noch vorhanden sind...


    zu Frage 3:
    mein Händler holt mein Moped per Mopedtransporter zur Inspektion kostenlos ab und bringt es wieder wenn fertig. Frage doch mal nach ob dein Händler sowas auch macht. Und wenn es ein paar Euro kostet, verbuche es als Lehrgeld...


    Letztlich wird es sich rauslaufen auf einen Helicoil Einsatz oder eine neue Ölwanne.

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  • also ich habe auch schon mal ein Gewinde einer Ölwanne kaputt gemacht, aber nicht von der MT. Bei mir wars dasselbe: zu kurze Schraube und dann ne viertelumdrehung zu fest gedreht. Habe dann die Maschine mit abgelassenen Öl von nem Kumpel abholen lassen, der hat meine ich die Ölwanne durchgespült und ein Stahlbus Ventil eingeklebt.
    Der Motor lief danach noch mind. 7000 km bevor ich die Maschine verkauft habe.


    Bzgl. Transport: da würde ich auch erstmal mit dem Händler reden und fragen, was das abholen kostet. Ist meistens günstiger und mit weniger Aufwand verbunden als sich nen Kastenwagen mieten.

  • Jau Lehrgeld...



    Ich habe auch einmal das Ablassgewinde ruiniert, damals war es mithilfe eines Temperatursensors und der dazugehörigen Schraube mit sehr kurzem Gewinde.
    Seitdem habe ich auch nie mehr experimentiert mit irgendwelchen anderen Schrauben, die in dieses sehr lange Ablassgewinde rein wollen.



    Wenn wie vorgeschlagen Dein Händler die Maschine nicht abholen kann oder will, dann bleibt doch nur noch, wie bereits angedacht, die Ölwanne abzubauen. Das ist am Ende doch nur noch der Auspuff und die Wanne selber, oder?
    Und mit der Wanne unterm Arm geht es sich auch ganz einfach zur Werkstatt.

  • Also in meinem Werkstatthandbuch steht da nicht das man irgendetwas groß abbauen muss. Nur der Auspuff muss halt ab sonst kommt man nicht an die Schrauben. Hab eben auch mal geguckt und konnte sonst auch nix entdecken. In ner halbe Stunde sollte das Thema durch sein. Ist wohl der sicherste Weg. Je nachdem wie viel Späne da wirklich kam.

  • Das "alte" Öl hatte mit den Gewindespänen keinen KOntakt, weil es ja VORHER abgelassen wurde.
    Die Frage lautet nun nochmal. Genügt es die 2,6 Liter Öl abzulassen, das Gewinde mit helicoil erneuern zu lassen und gut ist. ODER sollte wirklich die Ölwanne demontiert werden? Könnten tatsächlich Gewindespäne/brösel beim Ölablassen nicht mit rauskommen?
    Bitte um Antwort von ERFAHRENEN Schraubern, die sowas schon mal machten und echte Erfahrung haben. Also bitte keine Antworten wie: wenn du jetzt den Motor startest ist er hin, weil kein Öl drin ist. DANKE

  • Und noch etwas an die die es "nur" gut meinen. Es hilft mir jetzt wirklich nicht, wenn da jemand schreibt: Mußt nur den Auspuff abmontieren. Wenn man einen Blick in die Reparaturanleitung/buchelilverlag wirft, steht da etwas von Schwingenachssschutz abschrauben, re. Fahrerfußrastenhalter demontieren usw. Auspuff kann dran bleiben. Also bitte bitte nur Kommentare von PROFIS. Vielen Dank

  • Sorry, aber wenn man keine Ahnung von Schrauben hat dann sollte man es auch gleich lassen. Lass dein Motorrad vom Händler abholen und den das machen.
    Das man den Schwingenachsenschutz und was weiß der Geier demontieren muss liegt ganz einfach daran, dass man dann leichter an die Schrauben vom Auspuff dran kommt. Und der MUSS definitiv ab. Sonst kommst du nicht an die Schrauben. Leg dich unter das Motorrad und guck selber. Aber werd hier nicht pampig wenn du selber keine Ahnung hast. Ich hab die Originale Reparaturanleitung von Yamaha vorliegen und da steht genau das.

  • Muss ich jetzt meinen Mechaniker Gesellenbrief posten um antworten zu dürfen?
    Als ein ehemaliger solcher (mittlerweile habe ich umgesattelt) folgende Antwort.
    Kein Mechaniker dieser Welt wird dir deine Frage mit 100%-iger Sicherheit beantworten können.
    Aber durch das Eindrehen der falschen Schraube hast du das Gewinde eher raus gezogen und nicht rein geschoben um es mal salopp auszudrücken. Insofern würde ich davon ausgehen das keine Gewindereste in die Ölwanne gekommen sind. Nur, wie ich oben schon schrieb, wenn du ganz sicher gehen willst, Ölwanne runter.

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  • ...den gelesenen Ton finde ich auch nicht gut. Aber was soll es...



    Lt. Wartungsanleitung müssen die Teile nicht entfernt werden. Und zwei verschiedene Arten Werkzeug um eine Sechskantschraube zu lösen, sollten schon im Werkzeugkasten liegen, wenn man selber schrauben möchte. Aber Schrauben muss man nicht, wenn man mit seinem Händler kommuniziert.
    Bucheli ist nett, aber auch da ist nicht immer alles richtig. Fakt.




    Selbst wenn jetzt keine Späne in die Wanne gekommen sind, so werden bei der Gewindereparatur Späne entstehen. Und da ist es am sichersten, wenn die Wanne ausgebaut ist. Außerdem ist die Reparatur einfacher, wenn die Wanne auf der Werkbank liegt.
    Es wird Dir hier keiner eine Wahrscheinlichkeitsabrechnung abgeben, wieviele der Späne nachher im Sieb vor der Ölpumpe hängen bleiben werden. Du kannst auch tagelang den Motor spülen, und noch immer werden irgendwo unbeliebte Partikel vor einer Gusskante oder vor dem Ablassgewinde liegen bleiben. Mach' die Wanne ab, und Du wirst die Sicherheit bekommen.

  • Hallo Manfred,


    passiert ist passiert. Mach Dir keine großen Gedanken. Eine neue Originalölwanne kostet ca. 117,-- und die Dichtung ca. 20,--. Sieh die Investition als Schrauberlehrgeld an und wechsle die Ölwanne und Dichtung entweder selbst- oder wenn du Bedenken hast mit einem guten Freund. Wenn Du in einer Werkstatt einen Helicoil- Gewindeeinsatz einsetzen lässt musst Du bei den aktuellen Stundensätzen auch ordentlich in die Schatulle greifen....

  • Ich würde auch nur die Ölwanne mit Dichtung wechseln.
    Und dabei mir von einem Fachkundigen über die Schulter schauen lassen...
    Grüße Micha

  • Ich würde es in der Werkstatt machen lassen, sonst ist nachher mehr kaputt wie jetzt schon.
    Die Ölwanne im eingebauten Zustand reparieren zu wollen ist mit Abstand die blödeste Idee.


    Gruß Dirk

    In Continental we trust :rocker

  • Wahrscheinlich ist es besser wenn du dir die neue Ölwanne und Dichtung besorgst und sie mit jemanden montierst der bissl schrauben kann. Vorrausgesetz die oben genannten Preise stimmen? :denk


    Dann haste wieder ein vernüftiges Gewinde drin und fertig. Bei den aktuellen Werkstattkosten biste mit nehm Helicoil fast genauso teuer.


    Sowas passiert... Fehler sind da um gemacht zu werden :freak

  • Hallo Manfred,


    passiert ist passiert. Mach Dir keine großen Gedanken. Eine neue Originalölwanne kostet ca. 117,-- und die Dichtung ca. 20,--. Sieh die Investition als Schrauberlehrgeld an und wechsle die Ölwanne und Dichtung entweder selbst- oder wenn du Bedenken hast mit einem guten Freund. Wenn Du in einer Werkstatt einen Helicoil- Gewindeeinsatz einsetzen lässt musst Du bei den aktuellen Stundensätzen auch ordentlich in die Schatulle greifen....


    Ich glaube dem ist nichts mehr hinzuzufügen, beste und sicherste Lösung . Lehrgeld zahlt jeder mal , und hier hält es sich in Grenzen

    :bier :rocker :D :freak

  • Naja eine neue Wanne muss es ja nicht gleich sein.


    Bau sie ab, lass dir einen Gewindeeinsatz reinmachen. Alles reinigen,
    neue Dichtung kaufen und wieder zusammenbauen. Wenn du dir das
    nicht zutraust macht dir das auch ein Händler.


    Viel Erfolg!

    ------------------------
    alles KANN nix MUSS

  • Gehe mal davon aus, das du nicht die die richtige Magnetschraube hineingedreht hast.


    Habe die Woche 1000er Service und mache dann ebenfalls ein mit Magneten rein.