Öhlins Cartridge Kit Erfahrung?

Du siehst das Forum als Gast - als registriertes Mitglied stehen dir alle Forenbereiche zur Verfügung. Wir freuen uns auf dich!

  • Hallo,


    hat jemand von euch einen Öhlins-Cartridge-Kit verbaut und kann davon berichten, ob und wieviel das besser als Original ist?

    Wie siehts mit dem Eintragen aus, so als Einzelabnahme?


    Gruß Markus

    Was mehr als 200kg wiegt, wäre besser ein Auto geworden.

  • Interessante Produkte für die Yamaha MT-07 bei Amazon:

  • jonas

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Das ist garantiert viel besser wie das Original. Bei einer bekannten Motorrad Zeitschrift haben sie den Umbau an einer MT-09 gemacht. Soll sogar besser wie die MT-09 SP Gabel sein. ABER: mit dem passenden Federbein bist du da schnell bei 1300€ :geschockt

    Meines Erachtens nach Overkill für die MT-07.


    Gruß Dirk

    Möge der Grip mit Euch sein! :rocker Und immer schön unliken!:brauen

  • genau; ein passendes (/individuelles) Gabelsetup reicht auch vollkommen aus^^

    (Und da das ganze so eigentlich keine ABE hat war/ists auch billiger-> ist ne individuelle (lineare) Feder mit dem passenden Luftpolster

    MT-07 Moto Cage:

    • Termi Carbon/black (Kat)
    • ori KZH kurz/LED-"Plus"
    • V-Trec VX Safety
    • Protech Kühlerschutz
    • div. Sturzpads
    • Schlumpfadapter
    • Osram/LED Lichter/get. RL
    • Scottoiler eSystem
    • Wilbers
    • Stahlflex
    • Denali Soundbomb
    • SB-flach Lenker
    • ...
  • Ich hab die Öhlins Gebelfedern drin, nur wenn beim festen Bremsen ein Schlagloch kommt oder der Strassenbelag wellig ist, geht sie auf Block und das ABS rattert los.

    Eigentlich bin ich mit der Feder zufrieden, nur auf die letzten Zentimeter könnte etwas mehr Progression vorhanden sein.


    Übernächste Woche gibts neue Reifen mit mehr Egendämpfung, mal schauen wie die feine Unebenheiten schlucken, ggf. kann man etwas dickeres Öl verwenden.


    Das mit dem Luftpolster darfst gerne etwas genauer ausführen, ich weiß zwar dass das nochmals zum Federn da ist, aber welche Auswirkung mehr oder weniger Luftpolster hat hab ich noch nicht so recht kapiert.


    P.S. Hinten ist auch was Goldgelbes drin.

    Was mehr als 200kg wiegt, wäre besser ein Auto geworden.

  • Die Federung ist das eine, die Dämpfung das andere. Und gerade bei letzterem sind die Öhlins Teile famos - vorne wie hinten. Mein aktuelles Moped hab ich mir primär wegen dem Fahrwerk (und der Bremse) gekauft - absolute Sahne!


    Das hier ist erhellend: Bitte melde dich an, um dieses Medienelement zu sehen.


    Ich würde mir eher ein Öhlinsfahrwerk einbauen als einen Akra.

    Fahrrad > Velosolex > DT 80 MX > DT 175 MX > Maico GS 250T > RD 350 LC > Duc 916 > CBR 600F > Duc MS 1100 > ZX12R > MT125 > Duke 690 R > MT-07 + Street Triple 765 RS


  • Bin zwar nicht gemeint mit dem Ausführen, ich gackere aber trotzdem gerne rein. Unter diesem Link findest Du eine Öhlins Anleitung der allgemeinen Art: Seite 8 zur Luftkammer


    Dort steht geschrieben, dass mit geringerer Luftkammer, oder höherem Ölstand, Du die Progression erhöhst. Wobei die Auswirkungen bei einer konventionellen Gabel nicht so erheblich sind.

    Mit einem dickeren Öl wirst Du lediglich die Dämpfung verändern. Es wird träger Ein- und Ausfedern.


    Wenn Du Öhlins Gabelfedern schreibst, hast Du dann die üblichen linearen Federn drin, im Wesentlichen passend zu Deinem Gewicht? Deren Arbeitsweise und Wirkung sollen ja sein, dass Du entsprechenden Federweg mit dem Bremsmanöver frisst, aber immer noch ausreichend Federweg vorhanden ist, um arbeiten zu können. Eben diesen Effekt, wie Du beschreibst, aber nicht umgesetzt wird.

    Teils mag ich es dem hektisch einsetzenden ABS zuschreiben.


    Selber habe ich den Cartridge-Satz verbaut, und das was Du beschreibst aber auch nur einmal erlebt, Vollankerung im Ampelbereich bei leicht welligem wie speckigem Asphalt. Vorne ratterte das ABS den Moment lang, bis ich wieder ein wenig aufmachte. Ich möchte aber nicht behaupten, dass die Gabel dabei auf Block ging. Sondern eher ihr Arbeitsvermögen durch das ABS gestört wurde.


    Und ja, vorne Cartridge, hinten das einfache Öhlins, und meine XSR fährt wesentlich besser als das Original. Den Fahrwerkswechsel hatte ich seinerzeit zusammen mit einem Reifentausch durchführen lassen. Von Oma Plüsch ihr Motorrad zu einem präzisen, unglaublich schnellen, Straßeneisen.

    Ob Du jetzt viel Vorteil herausfahren und fühlen wirst, wenn Du statt der Federn nun den Cartridge-Satz verbaust, kann ich nicht sagen. Dein Ansatz mit den neuen Reifen solltest Du verfolgen.


    Ich selber bin erst im Sommer auf der Rennstrecke, wo die Situation Anbremszone und Ankerung zusammenfinden. Mal sehen, wie sehr dort das ABS zickt.

  • ...Du meinst sicher, ein anderes Motorrad zu kaufen? Aber welches dann? Eines mit klassischem Aussehen wie die XSR (klassisch = so wie Kinder ein Krad malen würden, 2 Räder, Motor, Tank und Lampe), unter 190 kg fahrfertig, 75 PS? Ich denke das wird auch recht schwer werden. Gerne noch einen Händler mit Werkstatt in der Nähe?


    Wie auch immer, meine XSR war eine Gebrauchte und diese habe ich ausreichend günstig bekommen. Da war die Fahrwerksmodifikation quasi schon vorab einkalkuliert. Die Listenpreise zu den Komponenten findest Du auch auf der Yamaha Heimseite.


    Fahrwerksänderungen personalisieren auf jeden Fall das Zweirad. Nicht alle Änderungen wird da jeder mögliche spätere Käufer auch brauchen können. Als eine Wertsteigerung sollte man solche Änderungen dann auch nicht verstehen. Und wenn man die quasi nicht vorhandenen Vergleichsmopeten der Wettbewerber sieht, dann relativiert sich auch der persönliche, pekuniäre Einsatz.


    Für kleinen Euro, sprich geänderten Gabelfedern ist man schon sehr weit vorne.


    Die nächste Ausbaustufe wäre dann das Federbein. Man kann schauen, wenn man den Aufwand nicht scheut, sich ein gebrauchtes Federbein in vergleichbaren Dimensionen zu beschaffen, und dieses von einem Fahrwerksmenschen anpassen zu lassen. Ölwechsel, Federbeinauge und Fuss sowie Feder dran, kann am Ende günstiger sein, als nach einem neuen Beinchen genau für sein Modell zu schauen. Bei einfachen Federbeinen nur mit Zugstufenverstellung sollte man aber auf die Regalware zurückgreifen.


    Nur eben Federn oder Federbein sind dann nach Deinem Gusto oder Körperabmessungen. Wird womöglich nicht jeder gebrauchen können. Somit sind solche Dinge auch ähnlich gelagert wie ein anderer Lenker oder der Umbau der Sitzbank. Die gehören zu einem Krad mitunter als Ausgabe dazu (meiner Meinung nach ein Kostenposten, den man sich wirklich vorab schonmal parat legen sollte), wenn es nicht wirklich passt.


    Aber ja im Grundsatz teile ich auch Deinen Ansatz, bei einem Krad für 7 TEUR, macht es wirklich Sinn, da nochmal 1,4 TEUR oder wie auch immer, nur fürs Fahrwerk abzudrücken?

  • Wie viel muss man für sowas etwa hinblättern? Ab einem gewissen Preis macht es ja auch irgendwann mehr Sinn sich einfach ein neues Motorrad zu kaufen

    so richtig Sinn macht Motorradfahrern eh nicht.

    Neues Motorrad, ist auch schwierig. Die XSR mit mehr Hubraum aber mit Zweizylindermotor, Kardan oder Zahnriemen und als SP Version gibts halt nicht.

    Was mehr als 200kg wiegt, wäre besser ein Auto geworden.

  • hombacher , danke für den Hinweis, ich werde auf jeden Fall mit der Luftkammer experimentieren. Die Viskosesität mach ich von den neuen Reifen abhängig.

    Selber habe ich den Cartridge-Satz verbaut, und das was Du beschreibst aber auch nur einmal erlebt, Vollankerung im Ampelbereich bei leicht welligem wie speckigem Asphalt. Vorne ratterte das ABS den Moment lang, bis ich wieder ein wenig aufmachte. Ich möchte aber nicht behaupten, dass die Gabel dabei auf Block ging. Sondern eher ihr Arbeitsvermögen durch das ABS gestört wurde.



    Ich selber bin erst im Sommer auf der Rennstrecke, wo die Situation Anbremszone und Ankerung zusammenfinden. Mal sehen, wie sehr dort das ABS zickt.

    ich tüttel mal ein Gummiband an die Gabel um zu Messen wie weit sie beim harten Bremsen eintaucht.

    Mein bevorzugtes Revier sind die kleinen Strässchen im Pfälzer Wald, das sind oft eher asphaltierte Crosspisten.

    Mit 130mm Federweg sind die Möglichkeiten begrenzt, aber bis auf das frühe einsetzen des ABS bin ich mit dem Fahrwerk (öhlinsfeder vorn, für mein Kampfgewicht und dem öhlins Dämpfer hinten zufrieden.

    Ich gewöhne mir grad an mehr hinten zu Bremsen, dann bleibt vorne auch etwas mehr Federweg übrig.

    Was mehr als 200kg wiegt, wäre besser ein Auto geworden.