Tracer 700, Kettenpflege, München

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  • Hallo allerseits!
    Bin seit Kurzem Besitzer einer Tracer 700, und da sie nur nen Seitenständer hat, stellt sich das mit der Kettenpflege doch etwas kompliziert da. Der Verkäufer sagte bei der Übergabe sinngemäß: Kette einsprühen, schieben, Kette einsprühen schieben. Da nur ein sehr kleiner Abschnitt der Kette zugänglich ist (und die ist doch bestimmt 4 bis 6 Meter lang?) dauert das gefühlt ja "Stunden".


    Wie macht ihr das? Kettenöler kommt für mich erstmal nicht in Betracht. Ich weiß, dass es da einige Möglichkeiten gibt (Ständer etc.) und würde mir das gerne mal bei jemandem anschauen, ob das auch für mich in Betracht kommt. Wohne direkt in München und könnte das Ketteschmieren bestimmt nicht vor dem Haus auf dem Bürgersteig machen. Kann man die Ständer auch mitnehmen (in Koffern) und außerhalb verwenden? Tipps gerne, am liebsten aber Angebote, mir das in München mal anzuschauen.
    Beste Grüße, Frank

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  • hi,

    ich bin auch "Sprayer" und mach das zuhause mithilfe eines Montageständers und unterwegs mit der Schiebemethode :freak

    4x Schieben und du bist rundherum.


    Die Maschine alleine auf den Montageständer zu heben bedarf etwas Übung....aber inzwischen klappt das ganz easy.


    Gruß

    ... wer langsam fährt wird länger gesehen ...

  • Tatsächlich viermal schieben nur? Ich komme geschätzt (habs noch nicht probiert) frei und ohne zu große Verrenkungen an ca. 30 bis 40 Zentimeter Kette!? Wie merktst, dass einmal rum bist. Am Kettenschloss nehme ich an?

  • Die Tracer hat zwar eine längere Schwinge als die MT, aber 4-6 Meter? Oje hast du ein schlechtes Augenmaß:ditsch

    Ich habe das heute erst gemacht und verwende immer einen Heber für hinten. Dann lege ich eine alte Zeitung auf den Boden, darüber saugfähiges Werkstatt 1-Weg Tuch (Zellstoff). Zwischen Reifen/Felge und Schwinge/Kette schiebe ich auch noch eine Zeitung, damit ich mit dem Reiniger-Spray nur die Kette einsaue und sonst nichts. Einsprühen, warten, pinseln, noch mal einsprühen, pinseln und mit Wasser absprühen. Evtl. noch mal nachbehandeln mit Lappen. Denn entferne ich das ganze Zeitung/Tuch Zeugs blase das ganze mit Pressluft aus. Wieder neue Zeitung zwischen Reifen/Felge und Schwinge/Kette und mit Kettenfett einsprühen.


    Hört sich vielleicht aufwendig an, ist es aber nicht. Nur ohne Heber möchte ich mir das nicht antun...


    Wenn ich wie heute morgen noch zur Tanke an die Waschbox fahre, reinige ich die Kette vorher und halte an der Box noch mal mit dem Hochdruckreiniger drauf. (Ja, ich weiß, Hochdruckreiniger und Moped passen nicht zusammen. Aber wie mit jedem anderen Werkzeug auch muss man nur damit umgehen können, dann kann man auch mit einem Vorschlaghammer einen Nagel in die Wand hauen).

    Erst wenn ich wieder zuhause bin wird dann die Kette "endbehandelt".

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  • Naja, ich schätze die Kette mal auf 1,5m. Länge.


    Wie merkt mal das man rundum ist. Ich denke das hat man so einigermaßen im Gefühl. Im Zweifel fahr ich halt 1 1/2 mal rundum. Aber man sieht schon wo der Reiniger ist und später auch wo schon gefettet ist.


    Im Zweifel mach dir einen Punkt mit nem Edding auf der Kette.

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  • Das mit dem Hochdruckreiniger auf der Kette ist eine ganz schlechte Idee, da dadurch die permanent Füllung Schmiermittel aus den Rollen gewaschen werden kann.


    Gruß Dirk

    Möge der Grip mit Euch sein! :rocker Und immer schön unliken!:brauen

  • Siehst du, dem wollte ich mit meiner Ausführung entgegenwirken. Zum einen schreibst du selbst "kann", zum anderen halte ich nicht voll drauf und nur mit reduziertem Druck. Sprich, ich blase nicht die O-Ringe raus:brauen

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  • Lieber Namensvetter, ich beschreibe wie ich das mache. Und ich beschrieb dir wie ich es mache ohne Schaden zu verursachen. Willst du mir das verbieten?

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  • Mal zurück zur Sache; ich mache das auch mit einem Montageständer und ja, es ist etwas kippelig und gewöhnungsbedürftig, wenn man die Tracer alleine auf den Ständer wuchtet. Geht aber mit etwas Übung. Zur Orientierung mache ich mir, wenn zur Hand, einen Punkt mit Kinderstrassenkreide setluch auf ein Kettenglied, sonst nach Gefühl und im Zweifel eben etwas doppelt gefettet. Unterwegs bleibt nur die Schieberei.

  • Für diesen Fall würde ich einen Liftstick empfehlen. Den kannst Du auch in ein Topcase etc. verstauen. Damit kannst Du die Maschine anheben und Kettenpflege etc. betreiben.


    https://www.louis.de/artikel/l…kgeraet-neongelb/10003338

    Ergänzungen Tracer 700: Spiegelverlängerungen, Shad Topcase, Hinterradabdeckung Fechter, Schwingenschutz, Sturzbügel H&B

  • Der Liftstick könnte interessant sein. Schau ich mir mal an.
    Dumme Frage zum Ketteschmieren: Reicht es, wenn man von oben einschmiert/einsprayed, wie auf vielen Fotos zu sehen (so auch bei dem Link zum Liftstick), eventuell einen Lappen mit Öl einschmiert und damit die Kette "einreibt".
    Oder muss/soll man auch von beiden Seiten außen und innen und von unten sprayen?

  • Ich sprühe meist nur einmal von oben unter der Schwinge auf die Kette.


    Wenn ich die Kette saubergemacht habe, dann das gleiche von oben unter der Schwinge und hinten beim Kettenrad von außen drauf. Hat sich bisher bewährt und auch nicht weiter Probleme gemacht. Später kam auf die MT07 ein CLS-Kettenöler drauf. Bei meiner Dorsoduro spare ich mir den allerdings, hat aus meiner Sicht zu wenig Effekt/€.

    Ob genug drauf ist sieht man an den Rollen. Sind sie grau .. alles gut .. wird der Fettfilm dünn und hell bzw das Metall schaut raus -> pfffftpfffft

    Zu viel ist auch nix .. fliegt nur runter und versaut einem das ganze Motorrad. Außen kann man ab und zu mal machen vor allem nach dem reinigen, wobei man da eh eher einseitig vorgeht, da man ja nur die Ketteseite nach außen wirklich gut erwischt.


    Viel falsch machen kannst da aus meiner Sicht nicht solange du schmierst, nicht schmieren ist das Problem. Zum Thema Kette reinigen gibts so allerhand Philosophien. In meinem Aprilia (jaja anderer Hersteller ich weiß ich weiß) wird Diesel oder Kerosin empfohlen, hab Diesel genommen (O-Ring oder X-Ring Kette) und alles war gut. Stinkt halt bissel.

    Hochdruckreiniger würde ich mir auf jeden Fall schenken und zwar beim ganzen Bike. Immer schön mit dem feuchten Schwamm abreiben die Gute :P

  • Diesel ist gut.Halte auch nicht viel von Kettenreiniger und Bürste.Früher haben wir immer mit Diesel gereinigt.Wer es ganz genau genommen hat legte die Kette ein bis zwei mal im Jahr in (angewärmtes) Kettenfett ein.Aus Bequemlichkeit verwende ich nun auch einen Kettenöler.

  • Alle 500-1000km mit Petroleum, dass es im Baumarkt fürn Euro pro Liter gibt und einem alten T-Shirt die Kette säubern.

    Dabei löse ich die zwei Schrauben für den oberen Plastikkettenschutz, hebe ihn an und fixiere das ganze mit einem Stück Schnur oben am Soziusgriff. Nun kann man fast die komplette obere Hälfte der Kette ohne die Maschine zu bewegen, reinigen. Dann genügt es auch, die Maschine 1-2 Mal hin und her zu schieben. Wenn die Kette und die Ritzel sauber sind, wird mit mit SAE 80W90 die Kette sparsam eingeölt. Das Öl soll nur dazu dienen, die O-Ringe geschmeidig zu halten, gegen Rost zu schützen und die einzelnen Glieder beweglich laufen zu lassen. Dass das Fett, Öl oder was man auch immer benutzt, gegen Abnutzung durch Metallreibung schützt, ist Unsinn. Wird aber trotzdem immer wieder behauptet. Deswegen sollte es sparsam eingesetzt werden, denn desto mehr Schmierung, umso mehr Dreck wird auch angezogen. Da wo die Schmierung am wichtigsten ist, sind die Stellen um die O-Ringe. Überflüssige Schmierung mit dem T-Shirt abwischen.


    Die Kettenöler befreien nicht von regelmäßiger Kettenpflege. Ich benutze sie nicht, da sie übermäßig Siff anziehen, das Motorrad einsauen und Geldverschwendung sind.


    EDIT: Nur als Hinweis, meine Tracer 700 hat nächste Woche 10k km Inspektion und bis auf die in der Mitte leicht plattgefahrenen Reifen ist alles gut in Schuss. Die Kette schafft es locker bis zur 20k oder 30k Inspektion.

    3 Mal editiert, zuletzt von Weissbrot ()

  • Mit Verlaub lieber Weissbrot. Die Aussage zum Kettenöler ist falsch.


    Erstens hat mein einfacher Kettenöler, einstmals 100 Mark gekostet, schon 5 Kettensätze eingespart. Läuft jetzt im dritten Mopped.


    Zweitens hab ich auf 4000 km Touren in einer bis zwei Wochen kein Lust und Zeit deine Prozedur durchzuführen.


    Drittens. Ein Kettenöler zieht keinen Dreck an. Im Gegenteil. Nach Schotterpass fahren sind die Rollen sauber. Aussen an den Gliedern ist die Kette grau. Ein Wisch mit dem Lappen und alles glänzt wieder gülden.


    Viertens. Das Öl ist dazu da, die Reibung und dadurch bedingt die Hitzeentwicklung zu minimieren. THEORETISCH könnte man jede Schmierung bei Regen weglassen. Nachher sollte dann aber, erstmal mehr nachgeölt werden.


    Fünftens. Jeder kann so, wie er es braucht. Deine Methode wäre für mich so ein Quatsch, weil es einen höheren Verschleiß bedingen würde

  • Die Rollen in den Kettengliedern sind freidrehend, da kann man ölen und fetten wie man will, da wird keine Reibung reduziert. Genauso wenig wie man Metallverschleiß durch das Fett/Öl verringert. Öl und Fett ziehen Dreck an.


    Dein Kettenöler soll dir fünf Kettensätze eingespart haben. Bist du dieselben Maschinen mit denselben Ketten die selben Strecken ohne Öler gefahren? Ansonsten ist es eine reine Behauptung.