Bremsen entlüfen

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  • Ich möchte mir ein Entlüftungsgerät für die Bremsen zulegen. Eigentlich eins was per Überdruck arbeitet was ja bei dem Pkws meist genutzt wird.

    Jetzt sind mir aber welche aufgefallen die per Unterdruck Vakuum arbeiten, das heißt das dies an den Kompressor angeschlossen wird und die Druckluft einen Unterdruck erzeugt und man dadurch die Bremsflüssigkeit am Sattel absaugen kann.

    Meine Frage bezieht sich jetzt darauf ob jemand damit Erfahrung hat, im Netz gehen die Meinungen extremst auseinander. Im Motorrad Bereich könnte ich mir schon vorstellen das Werkstätten solche Geräte benutzen.

    :bier :rocker :D :freak

  • Interessante Produkte für die Yamaha MT-07 bei Amazon:

  • Einfach mit Hand durch Pumpen. Ist am sichersten und du brauchst nichts weiter als ne alte Bremsflüssigkeitsflasche und nen Schlauch (zb. vom Scottoiler o.Ä.).

    Wir haben so ein Gerät auf der Arbeit aber damit Saug ich maximal die Flüssigkeit aus dem Ausgleichsbehälter. Sonst dient es nur zum Auffangen und ich pumpe mit der Hand.


    Grundsätzlich sollte ja nichts passieren so lange man oben genug rein kippt und das System dicht ist. Hab ich ja so auch schon öfters gemacht, gerade wenn man nicht an den Nippel und das Pedal gleichzeitig kommt. Nur hab ich es mit Hand gelernt und ich fühl mich einfach besser damit es so zu machen. Außerdem sieht man besser ob tatsächlich Luft drin war. Und man braucht keinen Kompressor.

  • Die Methode ist mir schon klar, da ich aber mehrere Fahrzeuge besitze macht es für mich schon Sinn ein solches Gerät mir zuzulegen.

    Die Frage für mich ist halt:

    Ob ich auf Motorräder Rücksicht nehme was ich mir da zulege.

    Oder spezielle nur für die PKWs, denn da ist es teileise unumgänglich weil bei bestimmten Prozeduren ein Bremsenentlüftungsgerät brauchst.

    Bis jetzt konnte ich mir eins bei einen Kumpel immer mal ausleihen, doch der ist auf ein stationäres Gerät umgestiegen.

    :bier :rocker :D :freak

  • Für Motos braucht man nichts spezielles, also kannst du m. E. (d)ein Auto-Entl.-Gerät verwenden.

    Ich verwende die Mityvac.

    Genussfahrer
    Der Maschinenmann und sein Rollgefährt.
    Auf zwei Rädern bleibt man jung. (Inschrift meiner Fahrradklingel)

  • Ich persönlich benutze das: https://www.wwag.com/cgi-bin/W…ectAction?page=%21WW22263 und leere, befülle und entüfte damit alle hydraulischen Brems- und Kupplungssysteme ohne größere Probleme bis jetzt.

    Klar ist mir, je "moderner" bzw. "elektronischer" bzw. "computergesteuerter" die ABS-Systeme werden, desto schwieriger wird es werden!!

    Anscheinend gibt es vereinzelte Systeme, welche ohne "Laptop" bzw "Wartungsgerät" nicht "richtig" geleert, befüllt oder entlüftet werden sollen können, aber ein solches ist mir bis heute noch nicht untergekommen. Es gibt angeblich ein paar Systeme bei denen man mit "Zündung an" und "Zündung aus" etc... dran gehen muß, weil die ABS-Steuerung sonst nicht "pumpt".

    Mein Fazit: Bis jetzt 2019 habe ich damit alles geleert, befüllt und entlüftet bekommen!

    Zuletzt die Yamaha Tracer 900 GT Baujahr 2019.


    Grüßle

    Kawa-Markus

    3 Mal editiert, zuletzt von Kawa-Markus ()

  • In meiner Werkstatt wird auch so ein Unterdruckgerät benutzt, i.d.R. aber nur um die Flüssigkeit zuerst einmal aus dem Pipi-Becher abzusaugen. Ansonsten ist das einfach nur ein großes, passendes Behältnis für die alte Flüssigkeit, "probleme/spezialfälle" mal ausgenommen-> der einfache Wechsel/erneuerung halt^^


    Sprich mit dem Gerät wird zuerst einmal die "überschüssige Bremsflüssigkeit im Ausgleichsbehälter abgesaugt und dann (erst) neue nachgefüllt. Der Rest ist eigentlich ganz klassisch mit Bremse ziehen, Nippel auf und zu machen, Hebel zurück und wiederholen bis keine Blasen mehr kommen/Farbe der Flüssigkeit ganz "klar" also wie aus dem Gebinde. Dabei natürlich schauen dass immer genug im Behälter ist um keine Luft anzusaugen/ins System zu bringen...

    Einmal editiert, zuletzt von Chemiewiesel ()

  • Und welches genau verwendest du da und für welche Fahrzeuge?

    Einen (frühen, da etwa 40 Jahre alt) Vorläufer dieser Mityvac.


    BTW: Viele Wege gibts nach Rom...

    Genussfahrer
    Der Maschinenmann und sein Rollgefährt.
    Auf zwei Rädern bleibt man jung. (Inschrift meiner Fahrradklingel)

  • Einen (frühen, da etwa 40 Jahre alt) Vorläufer dieser Mityvac.


    BTW: Viele Wege gibts nach Rom...

    Du machst damit aber nur das Motorrad oder?

    In meiner Werkstatt wird auch so ein Unterdruckgerät benutzt, i.d.R. aber nur um die Flüssigkeit zuerst einmal aus dem Pipi-Becher abzusaugen. Ansonsten ist das einfach nur ein großes, passendes Behältnis für die alte Flüssigkeit, "probleme/spezialfälle" mal ausgenommen-> der einfache Wechsel/erneuerung halt^^


    Sprich mit dem Gerät wird zuerst einmal die "überschüssige Bremsflüssigkeit im Ausgleichsbehälter abgesaugt und dann (erst) neue nachgefüllt. Der Rest ist eigentlich ganz klassisch mit Bremse ziehen, Nippel auf und zu machen, Hebel zurück und wiederholen bis keine Blasen mehr kommen/Farbe der Flüssigkeit ganz "klar" also wie aus dem Gebinde. Dabei natürlich schauen dass immer genug im Behälter ist um keine Luft anzusaugen/ins System zu bringen...

    Und der Grund wieso ihr es nich nutzt würde mich ja interessieren.

    :bier :rocker :D :freak

  • Und der Grund wieso ihr es nicht nutzt würde mich ja interessieren.

    Wieso es weiter nicht groß benutzt wird kann ich nicht wirklich sagen, bin da ja auch nur immer wieder mal zu Besuch (sprich arbeite was ganz was anderes)^^

    Könnte mir aber vorstellen dass man durch die klassische Methode etwas weniger die Gefahr hat dass der Becher leer ist und somit Luft ins System kommt. Zudem hat man nicht nur ne optische Rückmeldung sprich die Farbe der austretenden Flüssigkeit sondern auch das haptische.

    Zudem ist das beim Motorrad ja nicht wirklich schwer (alleine) zu machen;P

  • Die Low-cost Variante ist, mit einer größeren Einwegspritze und einem Schlauch den Vorratsbehälter erst leer zu ziehen, frisch aufzufüllen und dann umgekehrt am Entlüftungsnippel mit Unterdruck aus der Spritze die Flüssigkeit zu wechseln und zu entlüften. Danach ein paar ABS Bremsungen auf lockerem Untergrund (Kinder, nicht machmachen!) um den alten Flüssigkeitsrest aus dem ABS Modul rauszubekommen. Und dann nochmal entlüften. Fertig. Geht auch mit der klassischen Pumpmethode.


    Bei einer kompletten Neubefüllung, z.B. Wechsel auf Stahlflex hilft die Unterdruckmethode oft nicht, um das System komplett zu entlüften. Grund ist auch, dass ein Unterdruck falsche Luft am Entlüfternippel ziehen kann. Sowieso hilft es, die Leitungen vor Einbau zu benetzen, da eine komplett trockene Leitung aufwändiger zu befüllen ist. Mansche Experten haben einen Deckel für den Vorratsbehälter mit Druckluftanschluss. So kann man die Flüssigkeit mit Druck anstatt Unterdruck durch das System drücken. Das sollte man aber können!


    Alles nur meine persönlichen Erfahrungen.

  • Wird auch mit großer Wahrscheinlichkeit ein entlüftungsgerät mit Überdruck, da der Hauptanteil Autos sind , wo ich es benutze möchte, vielleicht baue ich mir einen Anschluss für die Motorräder , mal schauen.

    Beim MTB mit Shimano bremsen entlüfte ich mittlerweile anders herum, und zwar drücke ich per Spritze vom Bremssattel aus die Flüssigkeit durch da lässt es sich bedeutend besser entlüften, ob das beim Motorrad auch geht ???? Müsste ich testen.

    Erst mal danke für die Meinungen :bier

    :bier :rocker :D :freak

  • Wird auch mit großer Wahrscheinlichkeit ein entlüftungsgerät mit Überdruck, da der Hauptanteil Autos sind , wo ich es benutze möchte, vielleicht baue ich mir einen Anschluss für die Motorräder , mal schauen.

    Beim MTB mit Shimano bremsen entlüfte ich mittlerweile anders herum, und zwar drücke ich per Spritze vom Bremssattel aus die Flüssigkeit durch da lässt es sich bedeutend besser entlüften, ob das beim Motorrad auch geht ???? Müsste ich testen.

    Erst mal danke für die Meinungen :bier

    Stimmt, das geht auch, von unten noch oben drücken. Hatte ich schon mal bei einem Moped probiert. Allerdings ohne ABS

  • Falsch deshalb, weil durch den Spalt am geöffneten Nippel Luft eindringen kann (je nachdem, wie weit man den Nippel aufdreht) und man nicht sieht, ob die Luft aus dem System kommt.

    Da gibt es aber eine spezielle bremsenpaste , glaub von ATE, die schmiert man auf das Gewinde der Nippel und das Luftproblem ist vorbei.

    :bier :rocker :D :freak

  • Hab mich entschieden, und habe heute diese bestellt, ich werde schauen ob die dazu gelieferten Adapter mir beim Motorrad was bringen, oder ich fertige mir selber welche. Dann werde ich berichten ob das dann überhaupt beim Motorrad funktioniert und was bringt.

  • Ich bin ein großer Fan der Entlüftungsventile von Stahlbus. Die sind zwar nicht günstig, dafür ist das Entlüften damit ein absolutes Kinderspiel und spielt sich nur noch am Lenker ab. Entlüftungsventil öffnen, Dose in der linken Hand, rechte Hand an den Griff, Pumpen bis der Flüssigkeitsstand niedrig wird, nachfüllen, repeat. Das mache ich einfach nur noch nach Flüssigkeitsmenge. Hole mir jedes Jahr einen Liter, da ein halber nicht unbedingt reicht. Lagern macht keinen Sinn, also vorne links wie rechts ca. 300-400ml und hinten den Rest bzw. bis ich keine Lust mehr habe (meist das Letztere).

    Hinten spare ich mir aber die Stahlbus Ventile, da kommt man im Regelfall so gut dran, dass es kaum stört und man auch keine Gefahr läuft rumzukleckern.

    Achja, nebenbei sehen die Dinger auch noch super aus und ich mag die Firma :)