Erfahrungswerte Nolan N87 und andere Bekleidungsempfehlungen

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  • Hallo zusammen,


    da ich bisher noch gar keine Motorrad Bekleidung habe, fange ich gerade an mich ein wenig umzuschauen. Beim Helm habe ich immer wieder vom Nolan N87 gelesen. Der schneidet in Tests sehr gut ab, allerdings wird häufig gesagt, dass er ziemlich laut sein soll. Kann da eventuell jemand von euch etwas zu sagen? Mir gefällt der eigentlich von der Ausstattung und Optik recht gut.


    Unschlüssig bin ich mir allerdings vor allem bei der Jacke. Klar ist für mich eigentlich nur, dass es Textil sein soll und wenn möglich eine relativ "alltagstaugliche" Optik haben soll. Ich muss an der Eisdiele im Sommer ja nicht zwangsweise wie Valentino Rossi aussehen, der gerade aus der Boxengasse kommt ;) Bei Polo und Louis habe ich online schon ein bisschen gestöbert. Das werde ich dann die Tage auch noch einmal direkt vor Ort machen. Fahrt ihr eher Jacken mit der Bezeichnung "Tour" oder "Sport" auf eurem Motorrad? Die Tourenjacken scheinen ja immer etwas länger und vielleicht auch komfortabler zu sein. Für die MT 07 scheinen mir aber die Sportjacken von der Optik her besser zu passen. Wie seht ihr das?


    Habt ihr generell ein paar Empfehlungen für mich bezüglich Bekleidung? Wichtig wäre mir, dass man die Jacke z.B. möglichst fast das ganze Jahr fahren kann. Am besten hat sie ein herausnehmbares Innenfutter. Atmungsaktiv, wind- und wasserdicht sollten am besten alle Bekleidungsstücke sein. Stiefel suche ich auch noch.


    Viele Grüße

    Patrick

  • ...owa, schon einmal in den Nachbarthread geschaut: Bekleidung ?



    Im Wesentlichen stolpern hier zu solcher Fragestellung die Kollegen rein und können berichten, dass Helm XY top ist, vielleicht auch cool, oder irgendwo mal total günstig war.

    Gleichermassen sieht das bei Bekleidung aus. Ob das hilft?



    Zum einen ist hier schon einiges im Bereich geschrieben worden. Sowohl die vorgenannten XY Typen, als auch allgemein gültige Hinweise zur Bekleidungsauswahl. Im Zweifelsfall kannst Du eh keinem glauben, bzw. bleibst gezwungen querzulesen und Dir Deinen Reim drauf zu machen.


    Wichtig ist, dass Du Dir in etwa im Klarem bist, was Du haben möchtest. Denn mit dieser Definition kannst Du in ein Ladengeschäft gehen. Ausgehend von Deiner Vorstellung hier im Forum, entspannt zur Eisdiele oder zum Strand, da hätte ich gesagt, nimm das, was der Kleiderschrank hergibt, dazu ein Paar Flip-Flops...

    Folgend Deiner Anforderung "das ganze Jahr" wird es schwieriger. Definiere jetzt Dein Budget, als Verkäufer würde ich Dir zu "das ganze Jahr"andrehen wollen, was der Laden hergibt.


    Mir fehlen sicherlich die absoluten Zahlen sowie Deine Definition, aber gehe einfach mal von um die 1 TEUR aus, die Du auf Bekleidung verteilen kannst. Je weiter, aber auch je spezieller das Einsatzfeld, desto teurer wird es.

  • Mein Gefühl: In jeder einzelnen Rezension zu jedem Helm wird geschrieben, dass er absolut unaushaltbar zu laut ist ;)

    Ganz wichtig: Helm vorher anprobieren, der muss sitzen und zu deiner Kopfform passen! Den Nolan N87 hatte ich selber auch auf dem Schirm, der hat aber von seiner Form her nicht 100% auf den Kopf gepasst. Ich halte es so: Helm lieber am Anfang bisschen zu eng, aber ohne schmerzhafte einzelne Druckstellen (sollte rundherum gleich drückend sein). Wirklich angenehm sollte sich ein neuer Helm nicht tragen, glaub mir, das Futter und co. werden sich nach einigen Tagen setzen und der Helm der im Neuzustand super gepasst hat, wird plötzlich viel zu locker. Such dir paar Modelle, gehe in einen gut ausgestatteten Laden, lass dich zum Thema Form und Sitz beraten (vertraue aber nicht 100%ig der Verkaufskraft, manche haben selber keine Ahnung) und trage deine ausgesuchten Helme mindestens 15-30 Minuten.


    Im Alltag auf dem Bike trage ich persönlich Motorradkleidung die super zivil ausschaut. Paar ordentliche Motorradjeans in eher enger Passform (Vanucci Armalith bei mir) mit flexiblen lvl.2 Protektoren die kaum aufsetzen, Motorradsneaker und eine Rev'It Lederjacke. Schaut alles eher so aus als würde ich gar keine Schutzkleidung tragen ;)

    Aber auch hier: Probieren geht über Studieren, gut sitzen muss die Kleidung. Ist ja auch alles abhängig von deiner Größe, Gewicht & Körperform (ich hab eher das Problem dass 90% aller Motorradkleidung selbst in Größe S an mir zu Kartoffelsäcken mutiert, Motorradfahrer mit zierlichem Körperbau & knapp über 60kg Gewicht existieren anscheinend nicht ;) ).

  • @hombacher: Du hast natürlich recht, am Schluss muss ich mir da eh meine eigene Meinung bilden und testen. Als Anhaltspunkt finde ich aber z.B. die Tipps von Kebi ziemlich gut. Seine Vorschläge gehen auf jeden Fall in die Richtung die ich mir vorstelle. Die Eisdiele und den Strand solltest du übrigens nicht zu ernst nehmen, ich möchte durchaus auch die Autobahn und Landstraßen besuchen ;) Das soll lediglich ausdrücken, dass ich kein Rennfahrer mit schleifendem Knie auf dem Asphalt werden möchte.


    Kebi: Vielen Dank für die Hinweise. Rev'It hatte ich auch schon gesehen und die Sachen gefielen mir sehr gut. Ich werde sie mal bei Polo oder Louis anprobieren, vielleicht ist ja etwas für mich dabei.

  • meine Erfahrung: in den Klimamembransachen sieht man immer aus wie Plüschmännchen, also nicht gerade alltagstauglich. Außerdem knistert und rauscht mein Anzug beim bewegen immer. Daher habe ich mir jetzt eine M-Jeans gekauft und würde darüber ggf. eine Regenhose anziehen. Bei den Jacken sehe ich wenig Alternativen, da ich einen Rückenprotektor drin habe, aber im Sommer kann man die an einigen Stellen "öffnen". Bei Tante Louis habe ich auch inzwischen Jacken gesehen, die nicht so das Platikffeeling wie meine alte haben.

    Eine Jacke ohne Membrane will ich nicht, denn mit dem Protektor ist das bauart-technisch ähnlich wie mit Membran und man bräuchte auch noch eine Regenjacke. Leder ist mir inzwischen zu unflexibel, zu warm oder zu kalt. Auch hier, höchstens als Hose, aber die Jeans ist deutlich billiger.

    Handschuhe Leder, nur wenn's pißt die wasserdichten. Da suche ich noch ganze dünne Präser für drüber, so was wie die gelben Haushaltshandschuhe, aber die sind alle zu klein.

    Helm muß einfach passen, auf dem eigenen (!) Motorrad akzeptable Lautstärke haben (probefahren!!), gefallen und dann noch bezahlbar sein... blöd ist, daß die Geschäfte meistens nicht alle von Sortiment da haben. Und alle interessanten schicken zu lassen ist mir zu aufwendig.

    Noch'n Tipp für die Eisdiele im Hochsommer: da fahr ich immer im T-Shirt hin!!! Ja, richtig gelesen, aber mit Motocross-Brustpanzer drunter. Das macht dann was her, wenn man nicht aussieht wie Arni Schworzenegger....

    Freiheit für die Straßen, weg mit dem Teer!

  • Paar Helm-Anprobe Tips: Anziehen und Riemen zumachen, der Helm sollte sich nicht auf dem Kopf hin und herdrehen lassen, weder horizontal noch vertikal, höchstens so viel wie sich die Haut drunter verschieben lässt. Das Innere sollte quasi wie an der Haut festgeklebt sein. Die Wangenpolster hindern dich daran dass du was kauen kannst weil du dir ansonsten alles zerbeissen würdest? Gut! Greife den Helm hinten und versuche ihn dir (ruhig mit einwenig Kraft) vom Kopf abzustreifen. Drücke den Helm von hinten nach vorne, versuche nun mit 1-2 Fingern zwischen Helm und Stirn zu kommen. Finger passen rein? Helmgröße kleiner probieren.

    Das sind immer meine schnellen Basic Tests bei der Anprobe. Sind die alle positiv, dann den Helm im Laden tragen während man guckt was man sich noch so kaufen könnte ;)

    Dann merkt man schon ob man irgendwelche Schmerzen entwickeln. Dann versuchen eine Größe kleiner anzuziehen, wenn es klappt: wieder tragen. Klappt das, ohne dass es dir den Schädel vor Schmerzen zerreisst? Kannst ruhig die kleinere Größe nehmen.


    Die meisten Helme besitzen 2-3 Schalengrößen, Aussenschale und Kern sind ja jeweils gleich groß, der Größenunterschied besteht nur im Polster (z.B. XS-S Größe 1, M-L Größe 2, XL-XXL Größe 3). Ich trage z.B. einen HJC in XS obwohl ich eigentlich eher S habe (war halt super günstig in XS... XS und S haben da aber die gleiche Schalengröße)... klar, hat am Anfang ziemlich dolle gedrückt, nun passt er aber wie angegossen. Hingegen kam ich in einen Shark in S garnicht erst rein ;)


    Hier noch eine ganz gute Zusammenstellung an Tips: https://www.revzilla.com/commo…rcycle-helmet-fitment-101



    Wegen Lautstärke: ich nutze, wenn ich länger oder schneller Fahre, die Alpine Motosafe Tour. Die sind extra so ausgelegt dass sie Windgeräusche stärker ausfiltern als Sprache und sonstige Frequenzen... auch mit denen kann ich immer noch gut Musik über's Bluetoothheadset hören oder mich mit jemandem unterhalten ;)

  • Von herausnehmbaren Futter halte ich nichts, das kann nicht funktionieren. Wenn die Jacke mit Futter und dickem Pulli im Winter passt, dann lömmeln die Protektoren ohne Innenfutter und Pulli nur n der Gegend rum.

    Genau so dämlich find ich das Regeninnenteil, wenn’s anfängt zu regnen s

    Zieh ich mich erstmal komplett aus, zerleg die Klamotten und frickel das alles wieder zusammen?


    Ergo, ein Satz Klamotten für kalt, einer für warm und ein Regenkombi für obendrauf.

    Stil, Marke aussehen, erstmal egal, das das passt und von den wenigen die über bleiben, das Dasein gefällt. Ich fahr mit Germot und Modeka ganz gut, Louis und Polo Hausmarken passen mir schlechter


    Helm, wie bei der Kleidung, passen muss er. Lautstärke ist eigentlich egal, da selbst leise Helme auf der Autobahn ohne Gehörschutz nerven.

    Was mehr als 215kg (ohne Koffer) wiegt, wäre besser ein Auto geworden.

  • Hi,

    Ich habe den Nolan auch. Bin, bis auf die Lautstärke, auch sehr zufrieden mit dem Helm. Hatte mehrere probiert, aber vom passen her war er am besten. Nur laut ist er halt. Dafür passt er perfekt auf meinen Kopf.

    HJC geht bei mir z.B. gar nicht. Da hatte ich nach ein paar Minuten direkt Kopfschmerzen bekommen.

    Ich würde den Nolan wieder kaufen. :daumen-hoch

  • Erstmal vielen Dank an alle für den Input. Jetzt möchte ich auch kurz das Ergebnis präsentieren. Ich war die Tage bei Louis und habe mich ausführlich umgeschaut. Mein Ziel eher einen "Freizeitlook" zu ergattern, konnte ich gut umsetzen. Bisher habe ich folgende Dinge erworben:

    Ich hoffe, dass wird hier jetzt nicht als Werbung aufgefasst ;)


    Für die Jacke habe ich zusätzlich den passenden Rückenprotektor erworben und auch für die Hose werde ich noch die zusätzlichen Hüftprotektoren kaufen. Diese waren gerade nicht auf Lager.


    Beim Helm habe ich verschiedene anprobiert, u.a. den Nolan N87 und einen Scorpion Air 1400. Beide passten ziemlich gut, aber im Internet hat der Scorpion beim ADAC Test lediglich ein "ausreichend" bekommen. Der fällt für mich also weg. Bei Polo gibt es einen ziemlich interessanten Helm, angeblich auch ziemlich leise: HJC RPHA ST Polo Edition Den werde ich mir wohl auch noch einmal anschauen.


    Viele Grüße

    Patrick

  • Hi,
    ich hab den N87 und muss sagen ich bin sehr zufrieden mit dem Helm und auch die Lautstärke stört mich nicht wirklich.
    Zum Lautstärken Problem, bei mir wird er ab ca. 110 km/h erst "so richtig" laut.
    Für mich war die Passform ausschlaggebend da der Helm auch bei längeren Fahrten super angenehm ist und gut passt.

    Einen Punkt den ich etwas schade finde ist das es kaum verspiegelte Visiere für den Helm gibt.

    Mfg
    Matthias

  • Die Lautstärke wäre für mich jetzt auch nicht extrem wichtig. Notfalls würde ich mit Ohrstöpseln fahren. Momentan ist mein Favorit aber eher der Helm von Polo. Natürlich nur, wenn er mir auch richtig passt. Ansonsten hat der alles was ich mir wünsche. Pinlock, Sonnenblende, angeblich eher leise...