Felgendelle ohne Folgen?

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  • Hi,


    habe eben beim Mopedputzen vorne eine ca. 3-5 cm lange Delle mit leichter, aber deutlicher Außenwölbung am Felgenrand entdeckt.


    Ich konnte es zunächst nicht glauben, allein schon weil ich keinerlei unsanften Felgenkontakt mit irgendwas hatte; außerdem könnte dabei ja wohl kaum eine Außenwölbung entstehen.


    Das noch merkwürdigere: Ich spüre keinerlei Unwucht am Vorderreifen; war am Freitag noch ca. 200 km unterwegs, auch kurz auf der A-Bahn mit ca. 130.


    Meine Idee: Vor 3 Wochen habe ich vorne beim Schrauber meines (bisherigen) Vertrauens einen neuen Vorderreifen aufgezogen bekommen.


    Ca. 5 cm neben der Delle nach außen kleben 3 neue Auswuchtgewichte.


    Nun frage ich mich Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen. :


    Ist es denkbar das beim Reifenaufziehen der Felgenrand an einer Stelle nach außen verformt wird?


    Falls ja, kann man dies so auswuchten, dass es auch bei höheren Geschwindigkeiten nicht spürbar wird?


    Muß/sollte man das dann überhaupt reklamieren?


    Ansprechen werde ich es bei der Werkstatt auf jeden Fall.



    Bin gespannt auf Eure Statements.



    Dank und Grüße



    Umsteiger

  • Foto?

    ... nachdem bei nem Bekannten auf Sardinienrunde sich das V-Rad einer XR1000 von nem ganz normalen Schlagloch inner Piste pulversieren ließ, wäre ich sehr misstrauisch, bei allen Formänderungen von Rädern ähnlicher Leichtbauweise.... :/

    Tracer 700 17- , XL1200N (Modi.) 11- , FXDB 1584 (Modi.) 09- , MT01 RP18 (Modi.) 07-09, FZS1000S RN06 04-07, FJ1200 1XJ (st. modi.) 95-14, XJ600 51J (Modi.)90-95

  • Habe mal versucht Bilder zu machen:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

  • Für die Dichtheit nicht entscheidend, aber ungewöhnlich. Sowas kann bei nem zu starken Schlagloch passieren. Wenn man mit Montiereisen arbeitet und die mit viel Gewalt falsch verwendet, bekommt man sowas auch hin, dann sollte die Felge dort aber eigentlich auch vermackelt sein.

    Ein vertrauenswürdiger Schrauber weißt einen auf so etwas auf jeden Fall hin. Entweder haben die es übersehen, Mist gebaut oder es ist danach passiert.

  • ... vom Foto her und weil Du keinen Schlag merkst und die Luft drin bleibt, würd ich aus der Ferne sagen nen ärgerlicher optischer Mangel. Kann mir i. A. nicht vorstellen, das das einer mit nem Montiereisen hinkriegt, aber ob da ne Vertrauensfrage gestellt werden muss, musst Du entscheiden. Weiß nicht, ob Du ganz sicher ausschließen kannst, das niemalsnienicht jemand mit der Felge und wahrscheinlich zu wenig Luft und zuviel Schwung mal schräg nen Bordstein o. ä. hoch geflüchtet ist. Nach 3 Wochen was zu klären ist eh aussichtslos, ausser et is nen sehr guter Kumpel, den seit 3 Wochen sein Gewissen nicht schlafen lässt...

    Tracer 700 17- , XL1200N (Modi.) 11- , FXDB 1584 (Modi.) 09- , MT01 RP18 (Modi.) 07-09, FZS1000S RN06 04-07, FJ1200 1XJ (st. modi.) 95-14, XJ600 51J (Modi.)90-95

  • Da hängt doch die rote Farbe vom Feindkontakt noch dran.


    Entweder es war ein rot lackierter Randstein, oder das rote Montagewerkzeug deines Schraubers.

    Sollte sich rausfinden lassen.

    Umbauten:

    Evotech Performance Kühlerschutz - Bruudt Kennzeichenhalter - Probrake MIDI Kupplungs- & Bremshebel - Yamaha Komfort-Design Sitz - Akrapovic Komplettauspuffanlage E4 inkl. KAT - Bodystyle Kühlerabdeckung - ABM 0229 Alu-Lenker - Wilbers Gabelfedern - …

  • Für mich sieht das nach fürcherlichen Murks beim Reifen montieren aus.


    Um sich so einen Schaden vom einen Randstein zu holen, müsste man ja in einem ganz speziellen Winkel spitz dagegen gefahren sein. Zumal der Reifen die Felge durch seine Breite überdeckt. Und dann müssten am Reifen an der Stelle ebenfalls massive Spuren zu sehen sein.

  • Moderne Felgen sind aus gutem Grund (Einlenkverhalten, Handlichkeit, ...) möglichst leicht konstruiert und deshalb wesentlich empfindlicher auch gegen kleinere Überbeanspruchungen, z.B. durch Bordsteine, Absätze oder Schlaglöcher als früher. Da muss auch nicht immer gleich eine teure, neue Felge her, denn kleinere Schäden kann man auch von Spezialisten richten lassen. Wir haben das hin und wieder schon machen lassen und bisher gute Erfahrungen damit gemacht - kostet so ab 100 Euro.

  • Ich finde nicht dass die Verformung sehr stark ist, zumindest das was ich auf den Bildern erkennen kann.

    Das kann schon durch einen Bordstein oder Stein auf der Strasse passieren (selbst schon gehabt).

    Wenn die Beschädigung so klein ist wie ich vermute würde ich vermutlich so weiterfahren.
    Ansonsten gibt es auch Firmen die in der Lage sind Richtarbeiten an Alufelgen durchzuführen.

  • Die, bzw. zumindest meine, Frage ist doch:

    Ist es vorstellbar, dass eine solche Delle an der Felge folgenlos für das Fahrgefühl am Vorderrad bleibt?

    Falls ja, ist es durchaus möglich, dass ich mir sie irgendwo unterwegs geholt habe und die Beschädigung mangels Effekt bisher unbemerkt blieb.

    Falls nicht, und ich neige schon dazu anzunehmen, dass eine solche Beeinträchtigung zu einer Unwucht führen müsste, müsste es beim Reifenwechsel passiert und die Unwucht dann durch das Wuchten direkt egalisiert worden sein.


    Seht Ihr das auch so?


    Grüße


    Umsteiger

  • Denke auch das man diese Felge richten kann. Gibt da Firmen die sich darauf spezialisiert haben und dementsprechend zertifiziert sind z.b. Firma Rind , da habe ich schon einige Felgen aufarbeiten und richten lassen, waren aber allesamt für PKWs.

  • Die, bzw. zumindest meine, Frage ist doch:

    Ist es vorstellbar, dass eine solche Delle an der Felge folgenlos für das Fahrgefühl am Vorderrad bleibt?

    Ja, absolut! Ich hatte auf der Superduke schon eine Felge, die sah wesentlich schlimmer aus. Erst beim Reifenwechsel ist aufgefallen, dass da eine dicke Delle samt erheblichem Seitenschlag in der Felge war, trotzdem hilt der schlauchlose Reifen dicht und selbst bei Geschwindigkeiten über 230km/h war absolut nichts Ungewöhnliches zu spüren.


    Die war dann sogar so stark beschädigt, dass sie auch nicht mehr gerichtet werden konnte und auf den Schrott musste. Zumal man sich sowas bei einem Motorrad, das fast 300km/h läuft, auch doppelt gut überlegen sollte, auch wenn die Versuchung groß war, statt knapp 800 Euro für eine neue Felge 100 Euro für's Richten auszugeben.

  • Einen Seitenschlag spürt man tendenziell eher nicht. Wenn die Felgenschulter samt Hump mit verzogen ist, so dass der Reifen auch "schief" sitzt, vielleicht. So wie bei dir sicherlich nicht.

    Beim Wuchten wird das bei einem Motorradrad auch nicht ausgeglichen, beim PKW teilweise schon.

    Beim Biegen von Alu, insbesondere auch Aluguss wie bei einer Felge, muss man schon echt aufpassen. Unter bestimmten Voraussetzungen geht das, das muss dann aber eben ein Fachbetrieb machen. Selber Hand anlegen führt ziemlich sicher zu einer Materialschwächung und dann macht es irgendwann knack.

  • wie Johannes schon schrieb, du hast da einen seitenschlag, der erstmals keine gewichtsveränderung herstellt, also nix zum auswuchten!

    Führt der seitenschlag zu einer Verformung der reifenkarkasse (eventuell Undichtigkeit bei einem Schlauchlosreifen), dann würde man das in einem unruhigen Geradeauslauf merken,

    Grüsse

    Einzylinder

    Einmal editiert, zuletzt von einzylinder ()

  • Die, bzw. zumindest meine, Frage ist doch:

    Ist es vorstellbar, dass eine solche Delle an der Felge folgenlos für das Fahrgefühl am Vorderrad bleibt?

    Du stellst die falsche Frage. Die Frage muss lauten: Bleibt der Reifen dicht oder verliert er unkontrolliert Luft durch das Walken während der Fahrt. Klar ist, die Felge ist beschädigt, keiner weiß ob der Reifen während der Fahrt dicht bleibt oder nicht und gehört deshalb getauscht oder repariert.

  • Hi,

    dass der Reifen dicht bleibt, habe ich schon berichtet.

    Ende vom Lied:


    Heute Tracer wieder vom Schrauber geholt. Felge ist beim Felgendoktor komplett überholt worden; mein Schrauber hat sich wirklich ins Zeug gelegt, die Sache aus der Welt zu schaffen (sah schon sehr nach schlechtem Gewissen aus, aber ich mag Leute die sich noch eines leisten); allerdings bis zum Ende steif und fest behauptet, könne nicht beim Reifenwechsel durch die Maschine passiert sein, Ursache bliebe unklar. Angeblich habe sich die Delle noch bis ins Felgenbett gezogen.


    Ich habe dann einfach vorgeschlagen sich bei dieser unklaren Sachlage die Geschichte zu teilen; schließlich bin ich ja erst 3 Wochen nach dem Reifenwechsel damit angerückt. Der Meister meinte dann "gib 50 € und alles ist gut". Habe ich dann getan, find ich auch.



    Grüße


    Umsteiger