Motorrad verkaufen - Urzustand oder mit Umbauen?

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  • Hi,

    wie sollte man sein Motorrad am besten verkaufen, wenn es dann sein muss :brauen, um es am lukrativsten unter den Hammer zu bringen ?

    Mit Modifikationen oder ohne?

    Ich denke das ist nicht einfach zu beantworten, aber mich würde eure Meinung dazu interessieren.

    Grüße :)

  • Habe heute meine MT in Zahlung gegeben, daher passt das Thema ganz gut. ^^

    Ich habe den Großteil der Teile abmontiert und gesondert verkauft (alles, was noch einen Wert hatte). Hintergrund ist, dass nach meiner Erfahrung die Händler einen Sch*** darauf geben, was an Zubehör verbaut ist. Der angebotene Kaufpreis richtet sich häufig nach einer Recherche in den einschlägigen Onlineportalen gefiltert nach Alter und Laufleistung. Zubehör fällt da durchs Raster.


    Beim Verkauf an privat hätte ich die Teile evtl. dran gelassen. Ich denke, da kann man das eher als Hebel bei der Preisgestaltung nutzen.

    LG Daniel


    Ténére 700 Ceramic Ice
    gemacht/geplant: hoher Kotflügel, Motorschutz, Gepäcklösung, kurzer KZH, einteilige Sitzbank, Graphics, Tachoverlegung, Heizgriffe, Blinker, ...

  • Meine Vorgehensweise: Bereits beim Umbau nie irreversibel. Kernbaugruppen unmodifiziert belassen oder sauber modular austauschen (Bsp. Federbein).

    Ich behalte beispielsweise Antrieb, Bremsen und Kabelbaum immer serienmässig, so dass jedes potentielle Pfuschrisiko an Antrieb, Sicherheit oder Elektrik für den Käufer wegfällt, und auch pfuschbedingte Vorschäden auszuschliessen sind. Dann nenne ich das "unverbastelt", auch wenn manches Zubehör dran verbaut ist.


    Dann stelle ich dem potentiellen Käufer die umgebauten Baugruppen zur Wahl. Meine R3 beispielsweise wurde mit allen (zahlreichen) Umbauelementen verkauft, der Käufer bestand darauf, sogar selbstgefertigte Carbonteile, die durchaus fragwürdig waren, immerhin aber ausreichend testgefahren.


    Tendentiell würde ich in die Papiere eingetragene oder fahrzeugspezifische Teile eher mitzuverkaufen versuchen (bei mir beispielsweise der K Maxx Fatty Alulenker und das Hyperpro Fahrwerk).

    Teure Universal-Zubehörteile würde ich mir von vornherein behalten (z.B. Kellermann Blinker, CLS Kettenöler), ausser der Käufer will das explizit und zahlt dafür. Muss man sich aber beim Angebot schon überlegen.


    Bei ABE Teilen oder nicht eintragungspflichtigen Teilen bleibt es reine Verhandlungssache (z.B. Kennzeichenträger, Hebel, Blingbling, Scheibe, ...)


    Umbauten, die sehr individuell oder umstritten sind, würde ich vor dem Verkauf bereits voständig rückgängig machen. Wie gesagt, Voraussetzung bei mir ist Verzicht auf fragwürdige Sachen wie beispielsweise Antriebsmodifikationen, Mapping, Tuning, sowie Erhalt des Serienkabelbaumes ohne Anzapfungen. Da müsste ich dann dem Käufer nix vormachen, da ist alles immer sauber.


    War da früher etwas weniger restriktiv, aber da habe ich über die Jahre dazugelernt. Fahrzeugwechsel geht bei mir ggfs. nur über seriösen Gebrauchtverkauf, kein Scheiss, kein schlechtes Gefühl usw..


    Achso, und Aufkleber sind bei mir ggfs. problemlos entfernbar. Mach ich entweder vor dem Angebot schon runter, oder aber biete es klar an.


    Viel Erfolg!

    *** fahren und fahren lassen ***

  • Viel Glück! Hatte in den letzten Jahren mit meinen Verkäufen keinerlei Probleme, und es ging auch immer recht schnell. Für die neue Tracer ist alles gerechtfertigt ;)

    Mach schnell und berichte! Und Fotos! :daumen-hoch

    *** fahren und fahren lassen ***

  • Würde ohne Zubehör und so original wie möglich verkaufen, einfach weil du damit erstens deine Chancen erhöhst und zum anderen du mehr Geld raus bekommst. Es sein du findest jemand der genau das haben will was du dran hast und zum anderen dafür auch zahlen will.

  • Viel Glück! Hatte in den letzten Jahren mit meinen Verkäufen keinerlei Probleme, und es ging auch immer recht schnell. Für die neue Tracer ist alles gerechtfertigt ;)

    Mach schnell und berichte! Und Fotos! :daumen-hoch

    Wenn es schnell gehen soll, dann schaffe ich es nichts mit dem Rückbau :megalachen - Aber ich schau mal was ich schaffen kann :ablachen

  • Würde ohne Zubehör und so original wie möglich verkaufen, einfach weil du damit erstens deine Chancen erhöhst und zum anderen du mehr Geld raus bekommst. Es sein du findest jemand der genau das haben will was du dran hast und zum anderen dafür auch zahlen will.

    Genau dieselben Gedanken habe ich mittlerweile auch. Von daher wird es noch etwas dauern bis es los geht. Habe ich ja heute erst dazu entschieden, war nicht gerade einfach.


    Leider habe ich mich damals bei der Zulassung für ein 03/10 Kennzeichen entschieden, somit sind momentan keine Probefahrten möglich.

  • Ich hatte mal ein umgebautes Motorrad zu verkaufen. Jeder interessent sagte: schaut gut aus. Sind die Teile für den Rückbau dabei? Natürlich nicht, wurden ja mit angepasst/lackiert. Ich hätte den Hobel Original 5 mal schneller und für mehr Geld verkaufen können (Obwohl der Umbau perfekt ausgeführt war). Einem hatte sie dann doch gefallen, auch wenn der Preis weh tat. Daher ist meine Devise: nie wieder zu rum basteln und Zubehör soweit möglich abbauen.


    VG

    Roland

  • Alles abbauen, was mit vertretbarem Aufwand machbar ist. Macht tendenziell einen besseren Eindruck (nicht verbastelt) auf den nicht technikaffinen Käufer und erzielt damit einen höheren oder den gleichen Preis. Mit den meisten Zubehör- oder Anbauteilen bekommst du wirklich keinen Cent mehr. Ist ja beim Auto z.B. nichts anderes.

    Also abbauen und selbst verkaufen. Bei mir wäre das nach aktuellem Stand Gabelfedern, Federbein, Brems-/Kupplunghebel, Heizgriffe, Kurzhubgasgriff, Lenker, Fußrastenanlage, Kettenöler, Stahlbus Entlüftungsventile und Kettenrad+Ritzel (andere Übersetzung).

    In Summe kostet mich der Rückbau denke ich einen Tag am Wochenende (spät aufstehen, entspanntes Arbeiten), dafür bekomme ich aber für die Teile im Einzelverkauf erheblich mehr von meiner Investition zurück als wenn ich das an der Maschine verkaufe.

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