Federung der 2019er Tracer ist zu hart

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  • Hallo,

    weiß jemand ob es für die Tracer ein komfortabler abgestimmtes Federbein gibt ?

    Ich habe das Gefühl dass hinten überhaupt keine Federung vorhanden ist. Gestern bin ich u.a. über den Stadtplatz in Mühldorf gefahren, er ist mit Kopfsteinpflaster belegt und man darf nur 30 km/h fahren. Ich hatte Angst dass es mir die Plomben aus den Zähnen beutelt:geschockt. Auch sonst kommt jede noch so kleine Unebenheit der Fahrbahn sofort ungefiltert durch.

    Mir ist der Bock ganz ehrlich zu hart gefedert. Ich hatte schon viele verschiedene Motorräder, es gibt also Vergleichsmöglichkeiten.

  • Schau doch mal deine Federvorspannung an. Wenn die z.B. sehr zum Anschlag verdreht wurde, kann das auch so ein Verhalten erzeugen. Normalerweise sollte ein Serienfahrwerk schon komfortabel sein.

  • Ein paar wichtige Informationen fehlen noch:

    - Negativfederweg korrekt mittels Vorspannung eingestellt?

    - Bereits die vorhandenen Threads im Forum gelesen (Wilbers usw.)?

    - Wieviel wiegst du?


    PS: falsches Subforum (Meldung ist raus)

  • Jedes Standard-Fahrwerk, und damit meine ich auch Zubehör-Federbeine, kommt im Lauf einer Fahrt irgenwann an seine Grenze.


    Heute durch Thrünigen, ist das Wilbers auch ab und an gesprungen. Ist auch nicht wild.


    Es ist halt einfach schwer, dass für sich passende zu finden, sei es für den komfortorientierten oder den sportiven Typen. Es bleibt immer ein Kompromiss.


    Der sollte halt zu einem grossen Prozentsatz das zufriedenstellen, was man üblicherweise fährt.

    Call me the Breeze...I keep blowing down the road (J. J. Cale)

  • kann ich nachvollziehen, federn könnte das Heck wirklich feiner.

    Wilbers wäre da schon eine Adresse, sollte man aber selber Kontakt zu aufnehmen.

    Kann mir jetzt nicht vorstellen das lolo das Fahrverhalten an Wilbers richtig weiter gibt.

  • Ich habe die Feder auf die geringste Vorspannung eingestellt, sonst gibt es am Federbein der Tracer ja nichts zu verstellen.

    Vorhanden Threads in Forum habe ich noch nicht gesucht. Ich habe hier eine präzise Frage gestellt und auch schon ein paar Antworten bekommen, die Hinweise auf Wilbers sind gut, da werde ich mal fragen.

    Ich wiege fahrfertig etwas über 100 Kilo.


    Ich hatte im Leben bisher mehr als 10 verschiedene Motorräder, die Tracer ist im Vergleich bisher der mit Abstand härteste Bock. Mit der durchaus sehr straffen vorderen Gabel kann ich mich abfinden, mit dem hinteren Federbein tu ich mich schwer.

  • klingt fast als wäre das Federbein nicht zu hart gefedert, sondern das Ansprechverhalten sehr schlecht. Heißt bei kleinen Stößen bricht das Federbein noch garnicht los, sondern gibt sie ungefiltert weiter.


    Hast du die Möglichkeit mal testweise eine andere Tracer probezufahren?

  • klingt fast als wäre das Federbein nicht zu hart gefedert, sondern das Ansprechverhalten sehr schlecht. Heißt bei kleinen Stößen bricht das Federbein noch garnicht los, sondern gibt sie ungefiltert weiter.


    Hast du die Möglichkeit mal testweise eine andere Tracer probezufahren?

    Das klingt interessant und ist nicht von der Hand zu weisen. Ich werde meinen Yamaha Freundlichen mal fragen ob ich eine andere Tracer probieren kann.

    Allerdings federt beim Aufsitzen aufs Motorrad das Heck schon ein, wie es sich gehört, aber beim Überfahren jeglicher Unebenheiten kommen die Stöße ungefiltert am Steiß an.

    Allerdings bin ich wahrscheinlich vom Federungskomfort meines verflossenen BMW-Rollers verwöhnt. Das Fahrwerk dieses Plastikkübels war über jeden Zweifel erhaben.

  • ... Mit der durchaus sehr straffen vorderen Gabel kann ich mich abfinden, mit dem hinteren Federbein tu ich mich schwer...

    Und mir geht es genauso.

    Das Federbein spricht dabei sehr wohl an, das merke ich auch, nur federt es sehr hart. Ich vermute tatsächlich eine Streuung in der Serienfertigung. Anders kann ich mir nicht erklären, dass einige Fahrer das Fahrwerk für weich halten.

    Ich werde mich auch mal mit einer Alternative auseinandersetzen.

    Seit ich hier bin brauche ich meinen Müll nicht mehr rausbringen. Ich poste ihn einfach :lachen

  • Ich vermute tatsächlich eine Streuung in der Serienfertigung.

    Ich vermute, dass hauptsächlich das persönliche Empfinden ausschlaggebend ist. Wie Methusalem schon erwähnte, ist er an das Fahrwerk seines BMW Rollers gewöhnt. Einen Defekt kann man jedoch nicht ausschließen, das gilt es abzuklären. Aber Serienstreuung halte ich eher für unwahrscheinlich.

  • Ich vermute, dass hauptsächlich das persönliche Empfinden ausschlaggebend ist. Wie Methusalem schon erwähnte, ist er an das Fahrwerk seines BMW Rollers gewöhnt. Einen Defekt kann man jedoch nicht ausschließen, das gilt es abzuklären. Aber Serienstreuung halte ich eher für unwahrscheinlich.

    Nach 35 Jahren Motorradfahrerdasein kann ich schon gewisse Eigenschaften von Motorrädern beurteilen. Federungskomfort ist mir sehr wichtig, dafür habe ich den BMW-Roller auch geschätzt, ich wollte jedoch wieder ein "richtiges Motorrad".

    Eine derartige Härte wie bei der Tracer kenne ich aber von keinem meiner verflossenen Motorräder. Die meisten waren BMW´s. Die Probefahrt vor dem Kauf fand mit einer MT07 statt, die kam mir nicht so straff vor wenn ich mich recht erinnere.

    Na ja, irgend was wird sich schon machen lassen.

  • Ist mir auch so gegangen, die Tracer ist ein super Bike, bis auf das Orginalfederbein, das hat echt nicht gepasst.

    Wilbers stellt dir das Federbein auf dein Gewicht ein, sowohl auch auf deine Wünsche ( mehr sportlich, touristisch, ob du öfters mit Gepäck, und oder mit Sozius unterwegs bist ) ab.

    Diese Zusatzinvestition hat in jedem Fall mehr Sinn, als irgendwelches nutzloses Blingbling

  • Jetzt mal ein Gedanke: Methusalem schreibt, dass das schon ordentlich hinten ein taucht. Kann es sein dass Feder schon fast auf Block ist und/oder die Vorspannung noch nicht korrekt eingestellt ist?

  • Die Idee ist gar nicht so doof.

    Wenn die Vorspannung zu gering ist, schlägt natürlich sofort alles durch.


    Daher war ja schon weiter oben gesagt worden, dass der korrekte Negativfederweg kontrolliert und eingestellt werden solle.


    Ich habe die Feder auf die geringste Vorspannung eingestellt

    Ich wiege fahrfertig etwas über 100 Kilo.

    Ich sehe hier schon nen großes Problem.

    Da nützt es auch nichts wenn man schon Jahrzehnte Motorrad fährt.

    Und auch damals hat man mit der Vorspannung nicht die "Härte" eingestellt.


    Vorspannung zu hoch oder zu niedrig (im Extremfall am jeweiligen Ende) kann zu unfassbar grauenhaften Eigenschaften führen.

    Ich hab mal eine gebrauchte MT-07 gekauft. Richtig toll mit Öhlins und alles.

    Ich bin sie gefahren und konnte es nicht fassen wie scheiße das Ding sich fuhr. Bremsen führte sofort zu einem Schlingern am Hinterrad.

    Was war passiert? Die Vorbesitzerin hatte die Vorspannung komplett auf das Maximum gedreht. Das Federbein war dadurch eine massive Stange geworden. Noch schlimmer: Die Dame wog die Hälfte von mir.

    Und warum hat sie sie verkauft? Weil sie nicht so recht mit ihr warm geworden ist.

    Kann ich gut verstehen bei dem vermurksten Setup.


    Wenn jetzt bei Methusalem die Vorspannung komplett raus ist, kann es sein, dass die Maschine nur noch wenige Zentimeter einfedern kann, bis der Dämpfer blockiert. Stelle ich mir sehr unangenehm vor.

    Daher der Tipp: Stelle die Vorspannung korrekt ein und teste noch einmal. Das ist schnell und kostet nichts.

    Dann kann man weiter überlegen.

    In der Kurve schnell fahren kann jeder. Aber auf der Geraden - da braucht man Leistung!

    3 Mal editiert, zuletzt von Malte ()

  • Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.DieseTendenz wurde schon von einigen hier im Forum dargelegt. Auch Pedro mit seiner 19er Tracer empfindet das Fahrwerk als sehr straff.

    Da ich meine erst seit 3 Tagen fahre, muss ich mich auch erstmal an alles herantasten.


    Zum Negativfederweg: Da die Tracer ja serienmäßig 142 mm Federweg hat gehe ich mal von einem Drittel aus, also gute 45 mm.

    Beim Entlasten, durch aufstellen auf den Seitenständer waren es bestimmt nicht mehr als 5 cm, die sie aus den Federn gegangen ist. Das Ist natürlich nicht einfach zu sagen. Da ich nicht gezielt darauf geachtet hatte, sondern es mehr aus der Erinnerung sage.

    Beim Aufsitzen federt sie nur gering ein.

    Das Erscheinnungsbild scheint normal zu sein, wenn sie auf dem Seitenständer steht bzw, wenn ich drauf sitze ( Anhang).


    Beim Überfahren von einer Gleisanlage, hat die hintere Federung deutlich gearbeitet. Bei weiten kein Durchschlagen.


    Die Federvorspannung ist scheinbar auf der zweiten Stufe, siehe Anhang.


    Falls ich was nicht richtig einschätze, lasst es uns bereden :denkund sagt mal ihr, wie eure Vorspannung eingestellt ist.

  • Ich habe die Feder auf die geringste Vorspannung eingestellt

    Ich schließe mich der Ansicht einiger Vorredner an und befürchte, dass aufgrund der geringen Vorspannung und deines Gewichts die Feder durchschlägt. Meistens ist es doch ein Problem, dass die originalen Federn der verschiedensten Motorräder zu weich sind.


    Bevor du also Geld in ein neues Federbein investierst stell eine hohe Vorspannung ein und mache eine Probefahrt. Oder mach dich auf die Suche nach Fachmännern in deiner Gegend, die sich mit Fahrwerkstuning auskennen. Lass die mal einen Blick auf den Fahrwerk werfen. Dort 200-300 € investiert ist immer noch billiger als ein neues Federbein, dass vielleicht gar nicht nötig ist.

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