Ich werde Euch vermissen

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  • Hallo meine Lieben,

    Wie so oft im Leben muss eine Entscheidung getroffen werden und das ist jetzt geschehen. Nach dem ich mich das 3.mal mit meinem Handtaschenmotorrad hingepackt habe (Was mir zu Rollerzeiten nie passiert ist)

    Habe ich unter dem Thema Motorrad fahren, einen Schlusstrich gezogen und die MT07 wird verkauft.

    Ihr werdet mir fehlen, RudiSH ,Du weißt wo Du mich findest. 😊

    Ich wünsche Euch allzeit gute Fahrt👋👋👋


    Liebe Grüße und mein Account wird auch gleich gelöscht.


    Sinsa und Krümel

  • Hallo, schade, dass Dich das entmutigt aber auch verständlich. Bei mir war die Schmerzgrenze höher. Bestimmt hab ich sie 10 mal hingeschmissen zwischen 2014 und 2017. Ich fahre jetzt meine dritte wegwerffreie Saison.

  • Wenn ich mich von Umfallern entmutigen lassen hätte, wäre ich über die Fahrschule nicht hinaus gekommen.

    Mit der Ténéré erwarte ich den nächsten Umfaller quasi täglich :na-guck


    Nicht jede ist eine Mopedgöttin, die vom ersten Tag an fährt als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt. Bei mir brauchte es viel Willen und Durchhaltevermögen. Bis ich mich auf dem Moped sicher gefühlt habe, sind gute zwei Jahre vergangen.

    Wenn du dich aus tiefstem Herzen mit dem Mopedfahren nicht anfreunden kannst, dann ist das so.

    Wenn du allerdings nur frustriert bist und eigentlich gerne fahren würdest, dann empfehle ich dir, die Challenge anzunehmen. Buche ein paar Trainings, angefangen beim Basistraining vom ADAC und lerne, wie du dein Moped in für dich kritischen Situationen beherrschen kannst. Übe das immer und immer wieder und es wird besser und besser.

    Der erste Schritt beginnt mit dem Entschluss.

  • Aufstehen, Krönchen richten und nicht entmutigen lassen

  • Ich bin ja auch erst in der 2. Saison unterwegs, so gesehen kann man mich wohl auch noch als Anfänger bezeichnen. Ich frage mich allerdings ein wenig wie es zu den häufigen Stürzen bei einigen Leuten hier kommt. Bitte versteht mich nicht falsch, ich bin sicherlich selbst weit entfernt vom "perfekten Fahren", aber ich war bisher noch nicht einmal annähernd in einer Situation, die zu einem Sturz hätte führen können. Bei mir liegt das aber sicherlich daran, dass ich absolut nicht am Limit fahre, sondern entspannt und vorausschauend. Wollt ihr vielleicht einfach zu viel am Anfang?


    Ansonsten kann ich sanna da nur voll zustimmen. Wenn es gar keinen Sinn mehr macht, da Angst bzw. Panik vorhanden ist, dann vielleicht doch lieber aufhören. Andernfalls würde ich auch einfach ein paar Sicherheitstrainings oder ein paar Fahrstunden in der Fahrschule buchen, in denen man spezielle Situationen noch einmal vermehrt übt.

  • Ich bin ja auch erst in der 2. Saison unterwegs, so gesehen kann man mich wohl auch noch als Anfänger bezeichnen. Ich frage mich allerdings ein wenig wie es zu den häufigen Stürzen bei einigen Leuten hier kommt. Bitte versteht mich nicht falsch, ich bin sicherlich selbst weit entfernt vom "perfekten Fahren", aber ich war bisher noch nicht einmal annähernd in einer Situation, die zu einem Sturz hätte führen können. Bei mir liegt das aber sicherlich daran, dass ich absolut nicht am Limit fahre, sondern entspannt und vorausschauend. Wollt ihr vielleicht einfach zu viel am Anfang?


    Ansonsten kann ich sanna da nur voll zustimmen. Wenn es gar keinen Sinn mehr macht, da Angst bzw. Panik vorhanden ist, dann vielleicht doch lieber aufhören. Andernfalls würde ich auch einfach ein paar Sicherheitstrainings oder ein paar Fahrstunden in der Fahrschule buchen, in denen man spezielle Situationen noch einmal vermehrt übt.

    Da es sich hier in allen Fällen um Damen und zumindest in den meisten Fällen auch nicht um Unfälle im klassischen Sinne sondern um Umfaller handelt, so wage ich einfach mal die steile These, dass nicht Selbstüberschätzung, sondern vielmehr ein ungünstiges Verhältnis von Körpergröße zu Sitzhöhe ursächlich für die entsprechenden Situationen war.

    Dass du das nicht nachvollziehen kannst, könnte damit zusammenhängen, dass du evtl. länger gewachsen bist als die Damen.

    Wenn dir danach ist, kannst du dich ja mal von deiner zierlichen MT auf ein richtig hohes und schweres Mopped schwingen und nen langsamen Slalom fahren oder das Ding rangieren, vielleicht noch auf unebenem Untergrund. Oder du machst damit mal ein Wendemanöver am Hang...

    Vielleicht hören wir ja dann von deinem ersten Umfaller aber zumindest kannst du dann nachvollziehen, was die Schwierigkeit für eher kleingewachsene Piloten sein kann.

  • Naja, mit 1,78 m zähle ich jetzt auch nicht gerade zu den Riesen ;) Wenn es wirklich in erster Linie um Umfaller geht, dann lässt sich ja auch das "trainieren". Das sollte ja auch keine Kritik am Fahrverhalten der einzelnen Betroffenen sein. Notfalls kann man das Motorrad ja auch tieferlegen, falls es wirklich zu hoch sein sollte.

  • auch wenn ich mich wiederhole: Gaston Rahier gewann die Paris-Dakar mit einem Moped, auf dem große Germanen noch Schwierigkeiten hätten. Er hatte nur 1,64 von Sohle bis Scheitel. Sicherlich haben die wenigsten sein Talent und Können, aber wenn man es will, geht es. Zumindest halbwegs. Aber wenn jemand es am Ende doch nicht will - Respekt, man muß sich nicht durch irgendwas durchquälen. Es gibt noch andere Dinge im Leben außer Mopedfahren (sagt mir meine Frau auch immer wenn ich es vergesse....).

    Von daher auch Respekt auch an sanna, die sich eben mit der T7 durchkämpft. Find ich toll und ich lese mit großen Interesse jeden Beitrag von ihr...

    Vielleicht noch eine Tipp von jemand, der zwar größer ist, aber auch immer wieder gerne auf "der Fresse" liegt, gestern mit der XTZ660 (Gewicht+Schwerpunkt ähnlich T7), auf dem feuchten Gras knapp einem Sturz abfangen können: fährt so oft es geht* stehend. Das vermittelt einem viel besser das Gefühl für die Kiste und trainiert die Motorik. Mein Geländertrainer sagte immer, "Dir schraub ich mal die Sitzbank weg damit Du es endlich lernst".


    *=also langsam, Kurven, Kringel, Slalom, Absatz hoch u.runter usw. Weniger auf der der Autobahn....

  • Danke hoeffi82. Und dem Gefällt-mir unter Deinem Beitrag ist zu entnehmen, dass sich auch Herren angesprochen fühlen. Ich bin 1,70m, daher ist die MT-07 für mich optimal. Zu Umfallern haben dämliche Anfänger-Fehler geführt, bei eingeschlagenem Lenker in die Handbremse langen, Möp am Hang falsch abgestellt, mir übern Fuß rollen lassen, falsche Blickführung, fehlendes Spielen mit Kupplung und Gas.

  • wenn der Wohlfühlfaktor nicht bei über 90% liegt dann wirds schwer. Hut ab vor jeder freien Entscheidung, egal wie diese ausfällt.


    Mich hats vor einigen Jahren mit nem schweren ATV aus nem Steilhang gehauen, war Totalschaden das Ding. Ich habe 2 Jahre gebraucht um wieder mit einem guten Gefühl fahren zu können. Wäre der Feelingfaktor dauerhaft unter 90% geblieben, hätte ich das Fahrzeug auch abgestellt.

  • Ich kanns verstehen. Auf meiner 125er hab ich mich nie wirklich wohl gefühlt und gerne gefahren bin ich fast nie. Aber da man ja Geld für den Spaß ausgegeben hat "muss" man ja ... Für mich klingt es zwei Problemen.


    1) Das Motorrad passt nicht.

    Eine gute Freundin von mir ist auch kleiner (1.55m) und sie hat jedesmal Angst zu rangieren obwohl ihr Mopped kleiner ist als die MT. Da kann man noch so oft sagen "ja aber das geht und andere kriegen das auch hin", das bringt einfach nichts. Es braucht eine Maschine bei der die Größe, also Sitzhöhe und Lenkerabstand, passt, sodass man immer das Gefühl hat alles unter Kontrolle zu haben. Wenn ich auf der SMCR von meinem Bruder sitze fühle ich mich auch nur zu 85% "wohl", weil meine Füße nicht vollständig runterkommen. Allerdings kann ich mich daran gewöhnen, weil ich mit der MT keinerlei "Kontrollprobleme" habe und ich weiß, dass es geht. Außerdem traue ich es mir zu das Gewicht der Maschine jederzeit locker mit meinen strammen Waden zu stemmen selbst wenn ich umkippe. Wenn jemand dieses "aber das geht" Gefühlt nicht kennt, fühlt man sich auf etwas das zu groß ist einfach unwohl. Egal wie toll andere das Ding kontrollieren können.


    2) Fahrtechnik.

    Ist ein sehr breiter Begriff aber ich meine Blickführung und Linie. Bevor ich mich damit auseinandergesetzt habe bin ich zwar gefahren und ich hatte die MT auch immer unter Kontrolle (s.o.) aber so richtig selbstbewusst aufm Motorrad war anders. Damals hätte ich gesagt, dass es auf jeden Fall Straßen (z.B. enge Pässe) gibt, bei denen ich mir überlegen müsste, ob ich sie mir zutraue. Dann hab ich mir das Hinterschneiden von Kurven mal angeschaut. YT-Videos und ein paar Texte dazu. Dann habe ich das einfach mal geübt und relativ schnell Fortschritte gemacht. Erst seitdem fühle ich mich richtig sicher auf dem Motorrad und bin an dem Punkt wo ich sagen würde, ich kann noch viel lernen und sicher gibt es Strecken die sehr anspruchsvoll sind aber ich würde mir jederzeit jede asphaltierte Straße zutrauen. Ich weiß, dass ich sie vielleicht nicht super schnell fahren würde aber viel wichtiger ist, dass ich weiß, dass ich unfallfrei durch komme, höhere Gewalt und Dummheit mal ausgeschlossen, und dass es mich nicht hinhaut weil ich völlig überfordert bin.


    Tl;dr: Wenn du wirklich Bock aufs Fahren hast fahr weiter. Evtl. mit anderer Technik, anderem Motorrad, anderen Strecken und/oder anderen Mitfahreren.

  • Von daher auch Respekt auch an sanna, die sich eben mit der T7 durchkämpft. Find ich toll und ich lese mit großen Interesse jeden Beitrag von ihr...

    Vielleicht noch eine Tipp von jemand, der zwar größer ist, aber auch immer wieder gerne auf "der Fresse" liegt, gestern mit der XTZ660 (Gewicht+Schwerpunkt ähnlich T7), auf dem feuchten Gras knapp einem Sturz abfangen können: fährt so oft es geht* stehend. Das vermittelt einem viel besser das Gefühl für die Kiste und trainiert die Motorik. Mein Geländertrainer sagte immer, "Dir schraub ich mal die Sitzbank weg damit Du es endlich lernst".


    *=also langsam, Kurven, Kringel, Slalom, Absatz hoch u.runter usw. Weniger auf der der Autobahn....

    Oh danke, jetzt fühle ich mich aber geehrt :blumenund verstanden :muckis

    Wenn ich immer nur das machen würde, was ich eh schon kann, wärs doch langweilig.


    Mir macht es einen Heidenspaß mit der Ténéré und ich finde es überhaupt nicht schlimm, die Möhre halt hin zu legen wenn man sie nicht gehalten kriegt. Was solls?

    Deswegen nehm ich das sportlich.

    Bei der Ténéré ist das Problem tatsächlich der hohe Schwerpunkt, der einen ins Schwitzen bringt. Das passiert gerne am Kreisverkehr: mit leicht eingeschlagenem Lenker in die Bremse langen und der Gerät kippt weg. Bei der MT gar kein Problem, Fuß auf den Boden, fertig. Die Ténéré entwickelt durch das Einfedern vorne und den hohen Schwerpunkt da ein ganz anderes Eigenleben.


    Kringelfahren ist auf dem Plan, wie auch Bremsen und die ganzen netten Übungen... das kommt alles mit der Zeit

  • Falls noch nicht bekannt: bei engen Kurven Gewicht auf die kurvenäußere Fußraste verlagern. Ich "steh" manchmal fast komplett auf einer Raste. Das bringt mir ziemlich viel.

  • Bei der Ténéré ist das Problem tatsächlich der hohe Schwerpunkt, der einen ins Schwitzen bringt. Das passiert gerne am Kreisverkehr: mit leicht eingeschlagenem Lenker in die Bremse langen und der Gerät kippt weg. Bei der MT gar kein Problem, Fuß auf den Boden, fertig. Die Ténéré entwickelt durch das Einfedern vorne und den hohen Schwerpunkt da ein ganz anderes Eigenleben.

    Will ja jetzt nicht belehren sanna, aber das ist wirklich ein klassischer Fahrfehler. Bei langsamer Kurvenfahrt und eingeschlagenen Lenker NIEMALS vorne bremsen. Immer hinten. Dann fällt das Ding auch net um.

  • Das ist mir in der Theorie alles klar, nur leider fährt man halt nicht immer formvollendet, sondern muss sehr plötzlich sehr stark bremsen. Und wo die MT einem solche Ankeraktionen schnell verzeiht, straft die Ténéré einen dafür ab.

  • Bei langsamer Kurvenfahrt und eingeschlagenen Lenker NIEMALS vorne bremsen. Immer hinten. Dann fällt das Ding auch net um.

    Das ist vollkommen richtig, aber je nach Fahrergröße und natürlich auch Kraft auf Kindermotorrädern wie z.B. der MT-07 oder meiner Monster 797 ganz leicht beherrschbar. Kleine Frau auf hoher Maschine liegt natürlich gleich auf der Seite.


    Gruß Dirk

  • ich denke ich kann das in gewisser Weise nachvollziehen.


    Bin jetzt in meiner 4. Saison mit meiner CBF 600 und trotz knapp 8.000 km die ich schon gefahren bin ( davon mindestens 1.250 km Autobahn) fühle ich mich stellenweise immernoch unsicher. Beispielsweise bei Rechtskurven hab ich immer Angst sehr nah an der Mittellinie zu fahren. Wegen Gegenverkehr.


    War auch schon bei 3 Sicherheitstrainings.


    Leider sind die bisher immer ganz am Anfang der Saison gewesen.


    Somit wars gefühlt doppelt so schwer weil man nach der Winterpause eh erstmal wieder rein kommen muss.


    Beim letzten Fahrsicherheitstraining wurde mir Schräglagenangst attestiert.


    Hat mich nachdenklich gemacht.


    Umgeschmissen hab ich mein Motorrad auch schon 3 mal. Letztes Mal vor 2 Wochen. Beim Einparken zu stark vorne gebremst. Maschine kippte und ich musste sie ablegen.

    If you ride like lightning, you're gonna crash like thunder.

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