20.000km Wartung, Ventilspiel eingestellt

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Liebe Mitglieder: ich möchte an dieser Stelle auf ein neues Projekt von mir aufmerksam machen: www.japan-stromer.de bietet allen Fans der neuen Honda WN7 eine Plattform.

Dabei handelt es sich um das erste größere Elektromotorrad von Honda. Vielleicht finden das einige doch interessant und wollen dieser Technologie eine Chance geben.

Honda WN7 Forum

Die gewohnte Forensoftware und mich gibt's mit dazu ;-)
Euer Admin Markus

  • Zum Thema Lenkkopflager: Bei meiner XT660X (die wurde da zusammengebaut wo jetzt die T700 zusammengebaut wird) hat Jean-Paul wohl beim Gauloise rauchen vergessen, das Lenkkopflager zu fetten. Ich hab meine XT im November angemeldet, im März wars Moped unfahrbar, das Lenkkopflager hab ich selber getauscht, ich wollte es halt richtig gemacht wissen. Hält jetzt über 50.000 km...... mit dem Fett halt nicht sparsam sein...... und bloss nicht zu stramm einstellen, lieber Probeahrt und dann ein oder zweimal nachstellen bis das Spiel raus ist als einmal zu stramm....

    Kaum macht man's richtig, schon funktionierts

  • Moin,

    ich hab jetzt bei der MT nach 41000 Km auch mal Ventile kontrolliert und auch eingestellt.

    Hab mich erst von oben rangearbeitet, aber dann doch gemerkt das der Kühler raus muss wenn man Patz haben will.

    Dann noch über dem Ventildeckel eine schwarze Blechdose und ein Magnetventil demontiert, dann klappts auch mit dem vorhandenen Platz.

    Die Teile sind für die Ansaugklappensteuerung, mit paar Unterdruckschläuchen verbunden.

    Und den oberen rechten Motorhalter abgemacht, kommt man besser an die Nockenwellen.

    Kerzen und Kerzenstecker liessen sich super einfach demontieren, hatte ich beim letzten Kerzenwechsel bisschen Fett dran geschmiert.

    Dann gemessen, Auslässe alle bei 0,24 mm, also an der unteren Toleranz, heisst einstellen.

    Einlässe alle bei 0,14-0,15, mittig in der Toleranz aber trotzdem einstellen wenn schon alles frei liegt.

    Habe dann vor Ausbau der Nockenwellen die Steuerkette mit Kabelbindern auf den Nockenwellenrädern fixiert, so können sich die Steuerzeiten nicht verstellen. Alter Trick vom Kollegen, Profischrauber.

    Die Nockenwellen kriegt man so zwar nicht ganz raus, muss aber auch nicht.

    Die Einlassnockenwelle ein stück nach vorne schieben, die Auslassnockenwelle nach hinten schieben reicht.

    Tassenstößel raus, Shims raus, nachmessen und rechnen. Konnte dann die Einlasshims vom rechten Zylinder Einlassseitig links verwenden.

    Und 2 Auslasshims für den rechten Einlass. So war dann Einassseitig wieder alles in Ordnung, Spiel neu dann 0,18-0,20.

    Für die Auslässe dann jeweils 2 Shims in 1,75 und 1,775 bestellt und eingebaut, Spiel jetzt bei 0,28.

    Die Dichtung vom Steuerkettenspanner auch vorsichtshalber erneuert, Pfennigsartikel.

    Was mir sonst so aufgefallen ist/was ich sonst noch gemacht habe:

    Kühlflüssigkeit ablassen über die Ablassschraube ist ne saubere Sache, geht kaum was verloren.

    Habe die Kühlflüssigkeit erneuert obwohl die abgelassene auch noch wie neu aussah, keinerlei Spuren von Korrosion.

    Wird meines Erachtens überbewertet der Flüssigkeitswechsel.

    Den Kühler habe ich weil schon draussen gleich schwarz lackiert.

    Zündkerzen erneuert obwohl an den alten auch noch alles gut aussah bezüglich Elektrodenabbrand. Da hab ich schon schlimmeres gesehen.

    Wird auch überbewertet mit alle 20000 wechseln.

    Luftfilter, habe ja K&N drin, sah auch noch super aus, bissl gereinigt und gut is. Bei meinem letzten Moped mit RAM-Air System hab ich da schon richtig dicke Brummer drin gefunden.

    An der Auslassnockenwelle sitzt eine automatische Dekompressionseinrichtung. Da werden 2 innenliegende Bolzen mit gesteuert welche die Auslassventile beim Anlassen öffnen damit es der Anlasser leichter hat.

    Alle Kabel- und Schlauchhalter lassen sich nur widerwillig öffnen, ganz schönes rumgefrickel.

    Der Einbau des Ventildeckels ist auch nicht ohne, ständig löst sich die Deckeldichtung, auch frickelig.

    Die ganze Aktion ist aber nix für Ungeübte, ich habe mir dann auch ab Nockenwellenaus- und wiedereinbau meinen Kumpel dabei geholt.

    Und gestern im Keller mal laufen lassen, schnurrt wie'n Kätzchen.:daumen-hoch

    Und ich mag den Geruch wenn WD40 und Politur so langsam am Krümmer verbrennt.

    Was jetzt noch ansteht ist Synchronisieren und Bremsleitungen auf Stahlflex umbauen.

    Michel

  • Danke, Michel,

    das sind ja prima Hinweise - frisch aus der Werkstatt direkt ins Forum - so liebe ich das! Die Steuerketten fixiere ich meist mit Blumenbindedraht an den Zahnrädern, dann kann man beides im gleichen Atemzug etwas an den Rahmenrohren hochbinden, sodass genug Platz zum Versetzen der Nockenwellen bleibt. Die Zündeinheiten gehen oft so stramm, dass man Angst hat, das was abbricht. Da hilft dann eine Leine mit einem Stopperstek um die Zündeinheit, die man am anderen Ende an einem langen Schraubendreher (z.B. mit Webeleinstek, beides genial simple und brauchbare Seglerknoten) fixiert und damit, am Rahmen abgestützt, das Ganze extrem schonend und gefühlvoll runterhebeln kann. Wenn ich daran denke, stelle ich von dieser simplen Konstruktion beim nächsten Mal Bilder hier rein. Ein Kumpel benutzt übrigens zum Abhebeln der Zündeinheiten eine kunstvolle Bandage aus Panzertape - tut's auch, man muss nur den Schmier wieder entfernen.

    Bei der MT07 hatte ich mich übrigens auch ein bisschen über die doch recht teuren Kerzen geärgert, denn die sahen dort auch noch wie neu aus. Das preiswerte, aber recht maßhaltige Shim-Sortiment chinesischer Herkunft, ebenfalls für die MT angeschafft, hat noch reichlich Reserven für die XSR, denn da mussten ebenfalls nur einige wenige Shims getauscht werden. Mal schauen, wieviele es bei der XSR werden.

    Ich muss jetzt aber erst mal die Ventilspielkontrolle samt Inspektion an der 1290 Superduke fertig machen, gleich danach ist die Abgasrückführung des Volvo und erst dann wieder die XSR samt Ventilen dran. Das kann man ja im Moment alles ganz in Ruhe wegschrauben - denn Skifahren oder sonstige Reisen in den warmen Süden fallen nun ja aus. Und wenn's mich packt, nehm ich halt die 790er Duke. Die hat jetzt sogar 'ne Griffheizung und noch ordentlich Luft bis zur ersten Inspektion bei 15.000km...

  • @Breeze:

    Es gibt überhaupt keinen Grund, irgendwelche Shims zu wechseln, wenn das Ventilspiel im Toleranzbereich ist. Die Shims sind ja nur dazu da, unvermeidliche Toleranzen durch Fertigung und Verschleiß zu kompensieren. Insofern warst Du also nicht etwa faul, sondern einfach nur schlau.

  • So, habe jetzt bei meiner Ténéré bei 38.500km auch zum Erstenmal die Ventile eingestellt, waren alle zu eng, bzw. am unteren Limit. Bin jetzt bei 0,17mm, bzw. 0,27mm gelandet, so kanns für die nächsten 40.000 bleiben.

    Versuche hier mal mein Protokoll und eine ausführliche Anleitung anzuhängen. Könnte helfen, wenn jemand von Euch da dran muss.

  • Hi,


    im Tenere- Forum hat jemand eine sehr ausführliche Anleitung zu dem Thema die Tage hinterlegt.

    Grüße

    Thommy

    Jou, das war ich, das ist die gleiche Anleitung, die ich auch hier eingestellt habe.

    Im Tenere-Forum benutze ich aus bestimmten Gründen einen anderen Nickname als hier.

    Die Inhalte sind die gleichen.

    Liebe Grüße

  • Meinst Du mich?

    Ich hab das einfach so gemacht.

    Ursprünglich hab ich mal "Bürokommunikationselektroniker" gelernt, auf Deutsch: ich hab Kopiergeräte repariert. Das is ne Mischung aus Mechanik und Elektronik, keins von beidem richtig, aber beides so einigermaßen.

    Das ist aber schon über 30 Jahre her, heute mach ich was ganz anderes, nix mit Technik. Aber einmal einen technischen Beruf erlernt, hat man ein ganzes Leben was davon. Alles am Moped hab ich mir selbst beigebracht, aber ich hab ein gewisses technisches Verständnis und traue mich auch mal was auszuprobieren. Ich würde mich als mittelmäßigen Hobbyschrauber bezeichnen. Die Kunst bei solchen etwas komplexeren Aufgaben besteht mMn. darin, zu erkennen, wann man überfordert ist, dann rechtzeitig aufzuhören und sich Hilfe zu holen. Im Falle der Ventilspielkontrolle habe ich das am CP2 tatsächlich zum Erstenmal gemacht, mit Logik, Ruhe und Konzentration kriegt man das aber hin. Wenn man sich pingelig genau an meine beschriebenen Arbeitsschritte hält, und nix vergisst oder verwechselt, dann klappt das auch.

  • Wir Kommunikationselektroniker können eben alles, zwischen Diktiergerätreparatur, Active Directory, CNC-Maschinenanbindung, 10kW Reisswölfen und 400m Frachtern is so ne Mopete nur Pillepalle so lange es ein Manual gibt 8o

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  • Ja, meinte ich. Du machst mir mut… hab mich in die motorradmaterie eingesrbeitet. Kawas, guzzen, dr big… der kerzenwechsel hat ja schonmal geklappt, da kann der nächste schritt kommen 😉💪🏻

  • Wenn Du bis zu den Kerzen warst, dann hast Du das Schlimnste schon geschafft. Der Deckel is sehr fummelig und geht wirklich nur in einer Richtung mit einer bestimmten Drehung raus. Aber wenn mans einmal gecheckt hat, isses auch keine Raketentechnik mehr.