Stahlbusschraube abgebrochen

Du siehst das Forum als Gast - als registriertes Mitglied stehen dir alle Forenbereiche zur Verfügung. Wir freuen uns auf dich!

  • Habe heute beim Ölwechsel die Stahlbusschraube mit zu viel Anzugsmoment abgebrochen. Jetzt steckt sie im Gewinde des Ölablasses. Schöne Scheisse. Hoffe mein Schwager kriegt sie wieder raus.

    Ist das jnd hier auch schon mal passiert oder bin ich die Einzige, die nicht in der Lage ist, das Klacken des Proxxon Drehmomentschlüssels zu hören?

    KarklausiBitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

  • Das ist ärgerlich, soviel zum Thema "Ventilkörper, CNC Präzisionsdrehteil aus hochwertigem Stahl". Oder gehst Du in die Muckibude?

    Da wird der Schwager wohl mit dem dicken Linksausdreher ran müssen. Steckt ja nur 12 mm weit drin.


    Mit der Ablassschraube ist mir noch nix passiert, aber mit der Befestigungsschraube am Öldeckel einer Guzzi-Ölwanne. Danach war der Deckel unbrauchbar.


    Bisschen ärgern und schämen fördert die Achtsamkeit, wenigstens bei mir.

  • Als Tip für die Zukunft;


    Egal welcher Drehmomentschlüssel (Marke, Grösse), ich stell immer erst einen wesentlich niedrigeren Wert ein.


    Damit ist gewährleistet, dass ich feststellen kann, ob es auch wirklich klackt und im Schlüssel die Mechanik auch funktioniert.


    Z.B. ist für 20 Nm eigentlich wenig Kraft erforderlich und es müsste relativ bald klacken.


    Dann dreh ich den Wert auch nach oben.


    Falls es nicht klackt, muss man die Mechanik mal mit einem zweiten Hebel, einer aufgesteckten Ratsche, überprüfen.


    Da bin ich vielleicht übervorsichtig, aber es ist halt schon vorgekommen, dass der Schlüssel nicht ausgelöst hat. Aber nur bei Schlüsseln, bei denen die Richtung über einen Hebel geändert werden kann.


    Aus diesem Grund bevorzuge ich auch Drehmomentschlüssel, bei denen zur Richtungsänderung der Vierkant umgesteckt wird.

  • DAS ist mir definitiv noch nicht passiert.

    Dafür anderes...

    Ich nehme zwar auch für die Ölablasschraube einen Drehmomentschlüssel, allerdings auch mit Gefühl. D.h. wenn es sich im Arm schon zu doll anfühlt, höre ich erstmal auf.

    Der Rat mit dem niedrigeren Drehmoment ist super, Breeze! :daumen-hoch

  • Nur wenn man gar nichts macht, geht auch nie was schief - also 2 Minuten ein bisschen ärgern und dann einfach weitermachen.


    Der im Gewinde verbliebene Rest des Ventils wird vermutlich sehr einfach heraus zu drehen sein, denn es fehlt ja die Vorspannung im Gewinde und der Flansch ist ja auch schon ab. Vielleicht reicht sogar schon der beherzte Versuch mit einem behandschuhten Finger innen im Loch. Wenn nicht, würde ich als erste Eskalationsstufe einen großen Schraubendreher von unten in das Loch stecken, der sich mit seinen konischen Flanken ein bisschen am Innenrohr des Ventils verkeilt. Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit schon reichen, um den Gewindestumpf heraus zu drehen. Ggf. kann man dafür auch ein etwas größeres Stechbeitel leicht konisch anschleifen.


    Erst wenn damit nichts geht, muss Du Dir halt erst noch einen passenden Linksausdreher besorgen.

  • hol Dir einen guten Linksausdrehersatz.

    Aufbohren fällt aus, wegen Spänen.

    Helicoil Ausdreher, könnte gehen. ( Hab einen, 14€) behalte ich aber...

    Sonst Wanne abbauen, wie genau weiss ich noch nicht, aufbohren, Helicoil rein, durchspülen. Oder neue Wanne besorgen..

    Haste keine gute Werkstatt in der Nähe, wo's Möppi hin kann ? ( hatten Wir schon mal, bei PN )

  • Habs geschafft. Mitm Schraubendreher einfach rausgedreht. Wie auch sonst. Danke für eure Tips. Hab mir die Stahlbusschraube neu gekauft (35,-€ Lehrgeld plus Essenseinladung für die Bereitschaft des Schwagers)

    Wenn ich dafür zukünftig keine Ölwechsel mehr in der Fachwerkstatt machen lassen muss ist das Lehrgeld schnell wieder raus.

    Karklausi

  • Nur wenn man gar nichts macht, geht auch nie was schief - also 2 Minuten ein bisschen ärgern und dann einfach weitermachen.


    Der im Gewinde verbliebene Rest des Ventils wird vermutlich sehr einfach heraus zu drehen sein, denn es fehlt ja die Vorspannung im Gewinde und der Flansch ist ja auch schon ab. Vielleicht reicht sogar schon der beherzte Versuch mit einem behandschuhten Finger innen im Loch. Wenn nicht, würde ich als erste Eskalationsstufe einen großen Schraubendreher von unten in das Loch stecken, der sich mit seinen konischen Flanken ein bisschen am Innenrohr des Ventils verkeilt. Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit schon reichen, um den Gewindestumpf heraus zu drehen. Ggf. kann man dafür auch ein etwas größeres Stechbeitel leicht konisch anschleifen.


    Erst wenn damit nichts geht, muss Du Dir halt erst noch einen passenden Linksausdreher besorgen.

    Da hast Du vollkommen recht, aber nur solange wie der Rest eben am inneren Ende nirgendwo gegen drückt, denn dann wäre das echt doof.


    Kann man die Ölwanne komplett abschrauben? Das würde ich in jedem Falle machen, auch wenns Sauerei ist, man kann einfach besser dran arbeiten und da hast ja nur einen Schuss, und der muss sitzen.


    Wir haben in der Mopedwerkstatt bei solchen Fällen das Teil auf der Fräse eingespannt und die Reste einfach weggefräst und weggebohrt, dass nur noch ein bissel Restmaterial im Gewindegang des Gehäuses übrig blieb, den mann dann mit der Reissnadel rausfummeln kann, und das Gewinde komplett unbeschädigt blieb.

    Kaum macht man's richtig, schon funktionierts

  • Da hast Du vollkommen recht, aber nur solange wie der Rest eben am inneren Ende nirgendwo gegen drückt, denn dann wäre das echt doof.


    Kann man die Ölwanne komplett abschrauben? Das würde ich in jedem Falle machen, auch wenns Sauerei ist, man kann einfach besser dran arbeiten und da hast ja nur einen Schuss, und der muss sitzen.


    Wir haben in der Mopedwerkstatt bei solchen Fällen das Teil auf der Fräse eingespannt und die Reste einfach weggefräst und weggebohrt, dass nur noch ein bissel Restmaterial im Gewindegang des Gehäuses übrig blieb, den mann dann mit der Reissnadel rausfummeln kann, und das Gewinde komplett unbeschädigt blieb.

    Wenn die Schraube innen irgendwo gegen drückt, wird es mit der Dichtwirkung vom Kupferring schwierig. Das sollte also genau nie der Fall sein.

  • Es war ein Drehmomentschlüssel ( 20-100nM)

    Moin

    Egal welcher Hersteller der Drehmomentschlüssel ist zu groß gewählt ( das Teil soll ja nur mit 25 nM angezogen werden ). Mit meinem , von Hazet , würde ich es nicht machen . Da merkt man kaum das der auslöst , ich benutze den erst ab c. 50 nM

Diese Inhalte könnten dich interessieren: