Hallo zusammen,
mit vielen Motorrädern habe ich seit über 50 Jahren Erfahrungen gesammelt. Seit 2010 schmiere ich die Ketten mit Trockenschmiermittel von PDL und habe damit bisher über mehr als 100.000 km sehr gute Erfahrungen gesammt: Die Angelegenheit bleibt verhältnismäßig sauber und die Ketten halten lange. So musste ich bei meiner Triumph Tiger die Kette über 30.000 km nur zweimal nachspannen. Nach jeder Tagestour, die immer zwischen 200 und 400 km liegen, wirde die Kette geschmiert.
Bei meiner MT07 war ich am letzten Sonntag nach einer Eifeltour überrascht, als an einer Stelle der Kette ein Dichtring-Teil herausschaute, und das nach einer Fahrl,eistung von gerade einmal erst 13.500 km. Da es der einzige herausschauende Dichtring war, ich in den letzten 2.000 km keine Nässefahrt hatte und der Großteil des Dichtringes noch in der Kette steckte, entschied ich mich, das entsprechende Außenglied durch ein neues Kettenschloss von D.I.D. zu ersetzen. Offenbar handelt es sich bei der Originalkette auch um eine solche von D.I.D.
Nach dem Entfernen des Gliedes fand ich an einem Bolzen Rost und Abrieb und an dem anderen ebenfalls so deutlichen Abrieb, den ich nach 13.500 km nicht erwartet hätte.
Ich war entsetzt, weil ich die Kette so plegte wie alle anderen Ketten auch und diese damit erstaunlich lange halten.
Deshalb frage ich mich inzwischen, ob bei der Montage der Kette das Schmiermittel fehlte oder zu knapp verwendet wurde. Warum sonst sollte ein Dichtring nach dieser Laufleistung in die Auflösung treten. Auch der verhältnismäßig deutliche Verschleiß an den Bolzen würde dafür sprechen.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Beste Grüße von Hans Peter
