Kaffemühlengeräusch beim Fahren

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Liebe Mitglieder: ich möchte an dieser Stelle auf ein neues Projekt von mir aufmerksam machen: www.japan-stromer.de bietet allen Fans der neuen Honda WN7 eine Plattform.

Dabei handelt es sich um das erste größere Elektromotorrad von Honda. Vielleicht finden das einige doch interessant und wollen dieser Technologie eine Chance geben.

Honda WN7 Forum

Die gewohnte Forensoftware und mich gibt's mit dazu ;-)
Euer Admin Markus

  • Um das mit der Kettenspannung zu klären ist vielleicht ein Versuch hilfreich.

    Dazu braucht man wohl einen Helfet.

    Also: Sich oder den Helfer auf das Motorrad setzen, ohne Seiten-/Hauptständer.

    Und dann sollte sich die Kette noch mind. diese 2cm Spiel haben.

    Da sich Ritzelwelle und Schwingenachse nicht auf derselben Ebene befinden ändert sich die Kettespannung beim Einfedern.

    Und da sich beim Fahren mit zu strammer Kette die Kräfte auf die Getriebeausgangswelle übertragen kann es da zu Lagerschäden kommen bzw. zu Geräuschen beim Fahren.

    Ist nur ein Ansatz zum drüber nachdenken.

    Und Tschüss. Man sieht sich.

  • Ach, zu dem Schleifgummi auf der Schwinge oben, das muss so. Da im Schiebebertrieb die Kette auf der Oberseite der Schwinge durchhängt. Und dann eben auf dem Gummi schleift.

    Und Tschüss. Man sieht sich.

  • Lt. Handbuch sollst Du so vorgehen:

    Sichere das Motorrad, damit es nicht umkippen kann. Stelle es auf einen geeigneten Ständer, sodass das Hinterrad angehoben ist. Schalte das Getriebe in den Leerlauf.

    Messe den Abstand kurz vor dem Ende der Antriebskettenführung unter dem Schwingarm und der Mitte der Antriebskette.

    Das Kettenspiel soll 51,0–56,0 mm betragen, der Grenzwert ist 58,0 mm.

    Zum Einstellen löse die Radachsmutter und beide Sicherungsmuttern der Kettenspanner.
    Drehe die beiden Einstellmuttern des Kettenspanners nach rechts oder links, bis die vorgeschriebene Kettenspannung erreicht ist.

    Rechts = Die Antriebskette ist gespannt.
    Links = Die Antriebskette ist locker.

    Um die korrekte Achsausrichtung beizubehalten, müssen beide Seiten gleichmäßig eingestellt werden. Zwischen Schwingenendplatte (das Teil, an dem die Muttern anliegen) und den Einstellmuttern darf kein Spiel vorhanden sein.

    Radachsmutter mit 105 NM festziehen.
    Sicherungsmuttern des Kettenspanners mit 16 Nm festziehen.

     

  • ..

    Es fehlt auch keine Schraube. Denn dahinter ist gar nichts, ..

    An der betreffenden Stelle der Ketten/Hinterradabdeckung ist eine Gummischeibe zu sehen, die eine flexiblen Halt gewährleisten soll. Weise die Werkstatt darauf hin, sie wird dir das erklären können.

    Oder einfach einen Blick ins Werkstatthandbuch oder Teilekatalog für die XSR werfen.  :geht-klar

    Aber ich bin ja auch MT-Fahrer ... :lachen

    Ich hol jetzt etwas :popcorn

    dirtbike.gif

  • In der Sache kann ich wenig neues beitragen, aber wir kennen dieses "was eine Scheiße" Gefühl alle nur zu gut.

    Mal in Ruhe drüber schlafen, in englischen Foren nach dem Handbuch suchen, und alles nochmal in Ruhe.

    Je nachdem wo du wohnst hilft dir ggf auch wer vor Ort.

  • N'Abend.

    War heute 1,5 h beim großen Yamaha-Händler. Zwei Mechaniker plus der Junior-Chef sind ausgiebig Probe gefahren und das Bike wurde in der Werkstatt auf das "Kaffeemühlen-Geräusch" hin untersucht.

    ERGEBNIS: Die hören kein Geräusch, was da nicht hingehört. 😒

    Ich bin nun 7 oder 8 Motorräder gefahren. Keines davon hatte sowas Unangenehmes an sich, auch nicht die dort gemietete XSR 700. Die meinen, dass die Abrollgeräusche dieser Reifen (Pirelli Angel GT II) verhältnismäßig laut seien und es daher rühren könnte.

    Nebenbei wurde festgestellt, dass das Kettenrad einen leichten Schlag hat. Im Prüfstand sah man, wie es etwas eiert, was ein vermehrtes Kettenrasseln hervorruft. Es sei aber nicht beanstandungswürdig. Ich stand selbst dahinter und nahm das Rasseln war. Das ist aber nicht mein Problemgeräusch.

    Falls es wirklich die Reifen sind, muss ich die im Frühling gegen Leisere wechseln lassen. Mich macht das wahnsinnig. Selbst jetzt auf dem Sofa hab ich das noch im Ohr. Was mach ich dann mit den Angels? Die sind noch gut. Kauft das jemand? Ich komm mir allmählich blöde vor. 😳

    UND: Das Loch ohne Schraube und ohne was dahinter konnte man mir nicht erklären.

  • Lass die Reifen mal drauf, das ist es nicht, möchte ich wetten. Mich wundert nur, dass es nicht möglich sein soll, die Ursache zu lokalisieren, wenn der Krach so unerträglich ist.

    Und was ist mit dem Schlag im Kettenrad - ist es tatsächlich nur das Kettenrad? Das wäre leicht auszutauschen. Oder ist das Hinterrad schief drin? Das wäre noch leichter zu beheben.

     

  • Hab in den alten TÜV- & Briefdokumenten geblättert: Der letzte Halter hatte das Bike gerade erst im Mai gekauft und ist nur 130 km gefahren. Dem hat wohl auch was nicht gepasst.

    Man müsste jemanden damit fahren lassen, der das gleiche Bike fährt. In der Region sieht man jedoch keinen Einzigen. Selbst die MT ist hier Mangelware auf den Straßen, meistens GS-Fahrer.

  • Das Hinterrad eiert nicht.

    Was mir noch einfällt: Nach dem Hinweis auf das Abrollgeräusch hab ich auf den Untergrund geachtet. Das Schaben bleibt konstant, wenn man von Asphalt auf Kopfsteinpflaster wechselt. Auch bei Nässe ist es nicht weg. Die mittlere Fahrstreifenbegrenzung wäre noch einen Reibungstest wert. Aber nicht bei diesem Dreckwetter. Werde auch mal das Windschild entfernen.

    Einmal editiert, zuletzt von Leo (17. Oktober 2025 um 21:40)

  • N'Abend.

    ERGEBNIS: Die hören kein Geräusch, was da nicht hingehört. 😒


    UND: Das Loch ohne Schraube und ohne was dahinter konnte man mir nicht erklären.

    hast denn während des Tests kein Geräusch gehört... und ggf. auf dieses denn hingewiesen?

    Das Loch ohne Schraube kann man doch im Bauteile-Bild herausfinden ob da was fehlt.. bei unserer 2016er is da kein Loch...?

    :verliebt Harley Davidson, weil Schlechtes muß nicht billig sein :rocker

  • Wenn ich mir das ein oder andere Bild vom Kettenrad ansehe, ist das nicht mehr unbedingt das Beste.

    Habe vor kurzem an meiner Tracer den Kettensatz getauscht.

    Meine Vermutung ist, daß das Ritzel fertig ist.

    Ob das Ritzel bei allen Modellen gleich aufgebaut ist, weiß ich nicht! Bei der meiner Tracer ist das Ritzel Gummiert, zum Geräusche minimieren.


    Die Beschreibung von Stanly (Leo) passt ziehmlich dazu.

  • Moin. Also technisch sei alles in Ordnung, heißt es von den Yamaha-Leuten und vom Händler vor dem Kauf. Aufgebockt in der Werkstatt gestern durfte ich mal selbst am Gasgriff im ersten Gang drehen. Hab bis 30 kmh aufgedreht. Ich konnte kein Schabegeräusch vernehmen.

    Heute erneut Tests gemacht: Windschild entfernt. Trotzdem hört man es deutlich. Das ist es also nicht. Hält man Kopf wie ein Rennradfahrer dicht über den Lenker, ist es weg. Bin auch mal auf einer schön breiten weißen Fahrstreifenbegrenzung, der den Radverkehr abgrenzt, entlang gefahren. Siehe da: Auch dann war nichts mehr davon zu hören. Kaum wieder auf Asphalt, krieg ich das Kalte. Habs auch bei 17 kmh auf dem Parkpkatz gehört. Ich werd verrückt, wenn das doch die Reifen sind. Laut Werkstatt sind die noch gut. Hab aber eben selbst gemessen. Die flachen Rillen in der Mitte sind hinten etwa 3 mm und vorn etwa 2 mm tief. Richtung Schräglage ist deutlich mehr Profil. Vorbesitzer wahrscheinlich wirklich nur geradeaus gefahren.

    Die preisgünstigste Lösung wäre vielleicht doch andere Schlappen. Sonst verkauf ich den Hobel wieder. Ist ja ein widerliches Geräusch.

    Sagt mal, irre ich oder wurde der Vorderreifen falsch rum aufgezogen???

  • Wie alt sind denn die Reifen ? Mich irritiert ein wenig diese ausgefranste Kante an der Mittelrille (Bild 3). Da wirkt der Reifen ein bisschen porös angerauht.
    Schau mal auf die Flanken des Reifens, da muss irgendwo die Kennung für das Herstellungsdatum stehen.
    LG Franjo

    Zitat

    Am Ende wird immer alles gut, ... nur bis dahin ist manchmal Scheiße

  • Hallo Franjo,

    diese poröse Kante am Vorderreifen ist mir auch erst bei den Fotos aufgefallen. Die Reifen sind 38/22 und 36/22 produziert worden. Vom Alter her sollte das akzeptabel sein. Wobei 2 mm Profiltiefe in der Mittelrille nicht wirklich vertrauenserweckend sind. Da tendiere ich doch eher zu einem Reifenwechsel.

    Heute war ich nochmal 130 km bei Sonnenschein und 10 Grad unterwegs. Bei Pirna gibt's ne neue dunkle Asphaltdecke, weil dort ein Autobahnzubringer gebaut wird.DDas schabende Geräusch wurde sofort geschluckt. Danach war wieder älterer, heller Asphalt und das Geräusch der Kapselkaffeemaschine verstärkte sich. Auch bei dunklen Bitumenflicken ist es nahezu weg. Es ändert sich also bei Wechsel von Asphaltbelägen. Bei Kopfsteinpflaster und Nässe wird es nicht abgedämpft. Hab schon immer gute Ohren gehabt. Inwieweit der Drall des Kettenrades dabei eine Rolle spielt, weiß ich nicht. Das hat nur der dritte Testfahrer der Werkstatt festgestellt.

    Die Kettenölerdüse, die auf der Kette auflag, konnte mittlerweile als Ursache ausgeschlossen werden. Denn die hab ich provisorisch hochgebunden.

    Einmal editiert, zuletzt von Leo (18. Oktober 2025 um 20:00)