Beiträge von Tigerwolf

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    So, der Brief vom KBA ist heute gekommen.

    Auch in Österreich werden Briefe versendet. Ich habe heute einen vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz im Postfach gehabt. Inhalt ein Infoschreiben und als Beilage ein Schreiben von Yamaha Europe Österreich.

    wenn man sich intensiv mit Reifen und Tests befasst kommt man zwangsweise auch mal zu Dunlop

    Roadsmart 3 . Früher war Dunlop im als Motorradreifen nicht gerne gewählt.(also kagge)

    Was haltet ihr denn so von dem Reifen.Der vordere Reifen soll sehr lange halten und wenig abrieb

    haben besonders an der Flanke. Bin mal gespannt ob da auch eine laufleistung rüber kommt.

    Von den letzten 35 Reifenpaaren habe ich mich 15x für Dunlop entschieden und habe ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Darunter befanden sich 3x Roadsmart und 3x Roadsmart II für meine ehemaligen Motorräder Aprilia Caponord und Ducati Multistrada. Der aktuelle Dunlop Meridian für Reiseenduros ist für mich der beste Reifen den ich jemals gefahren bin. Mit der Laufleistung war ich jeweils durchwegs zufrieden. Von mir daher eine klare Empfehlung für den Kauf des Roadsmart 3, auch wenn ich ihn nicht kenne. Ich gehe davon aus, dass er dich nicht enttäuschen wird. :bier

    Richtig erkannt, sie sind in der Länge verstellbar. Ich habe sie jeweils auf die kürzeste Möglichkeit eingestellt. Damit bleibt bei mir Platz für 3 Finger, was beim Kuppeln auch angewendet wird. Beim Bremsen verwende ich für gewöhnlich nur 2 Finger bzw. sogar auch hin und wieder nur einen.

    Nabend

    Ihr habt ja hier jetzt schon die verschiedensten Griffe montiert. Nur richtig schlau/fündig geworden bin ich jetzt noch nicht. Habe die V-Trec vario 3 in die nähere Auswahl gedrückt. Nur schieb einer die würden nicht wirklich näher zum Griff kommen.


    Welche kommen denn jetzt definitiv näher zum Griff? Meine Fingerchen sind am Schleifpunkt fast gestreckt .... sprich recht gefühlslos, im Stehen unmöglich den Schleifpunkt zu finden/halten. Und mit Handschuh Gr. 10/11 je nach H-Schuh finde ich meine Finger jetzt nicht gerade kurz, ok auch nicht besonders lang ;-)

    Ich habe meine zwar über OTR bestellt, hier aber der Link zu den RAXIMO, die ich montiert habe.

    https://mtp-racing.de/RAXIMO-B…hebel-Set-lang-mit-ABE_85

    Ich habe kleinere Hände als du (Gr. 9/10), habe den Kupplungshebel auf Stufe 2 und das passt perfekt für mich. Der Hebel ist definitiv um einiges näher am Griff.

    Beim Bremsen in der Kurve stellt er sich stark auf.Ich schiebe das auf den Vorderreifen.

    Der Reifen hat 6tkm. gelaufen und ich finde mit Zunahme an km wird es schlimmer.


    Wenn das Motorrad in der Kurve beim Bremsen sich stark aufstellt, dann bremst du erstmal viel zu stark in der Kurve. Versuchs mal mit weniger Handkraft oder der Hinterradbremse, das wirkt wunter. Jedes Motorrad stellt sich beim starken Bremsen auf, egal was für ein Reifen drauf ist.

    Grundsätzlich stimmt es, dass sich beim "starken" Bremsen in Kurven ein Aufstellmoment ergibt. Bei leichtem Bremsen sollte dies nicht der Fall sein. Wenn dies aber zutrifft, ist der jeweilige Reifen wahrscheinlich für das betroffene Motorrad nicht wirklich geeignet. Ich hatte irgendwann auf verschiedenen Motorräder alle Vorgänger des MPR4 montiert, und mit allen durchwegs gute Erfahrungen gemacht, speziell auch im Hinblick auf die Laufleistung. Ich glaube nicht, dass der MPR4 ein schlechter Reifen ist, er passt wahrscheinlich nur nicht optimal zur Tracer bzw. auch zum Fahrstil von Ralle. In der Regel sind Reifen von Fahrern die viel in Kurven hineinbremsen an den Flanken stärker verschlissen, was zwangsläufig das Aufstellverhalten verstärkt. Meistens wird einem dies erst nach der Montage eines neuen Reifens bewusst. In diesem Sinne wäre ein Reifenwechsel für Ralle angebracht.

    Sorry, den Motor zwischendurch ohne zu Fahren warmlaufen zu lassen ist Unfug. Welchen Sinn soll das denn machen? Um altes Kondenswasser rauszuverdunsten, um sich dann beim Abkühlen frisches reinzuholen?

    Das ist nicht nur Unfug, es belästigt auch noch die Nachbarn, versaut die Umwelt unnötig.....

    Sorry Elwood, aber du hast meine Aussage missverstanden. Ich habe nur bestätigt, dass man es machen kann, aber mit keinem Wort befürwortet. Meine Aussage bezog sich auf den Ölwechsel vor dem Winter. Hätte ich wahrscheinlich anders formulieren sollen. Ich teile deine Ansicht! :daumen-hoch Ich selbst würde auch nie ein eingewintertes Motorrad zwischenzeitlich starten und warm laufen lassen. Bei mir ist der Tank randvoll und zusätzlich mit einem Benzinzusatz abgemischt. Erst bei der ersten Ausfahrt im Frühjahr wird das Motorrad gestartet. Während der Einwinterung wird ca. 1 Mal im Monat die Batterie über Nacht ans Ladegerät gehängt, um zu verhindern, dass diese sich entlädt.

    Von einem wie langen Winterschlaf reden wir hier? Könnte man auch mit altem Öl einfach alle paar Wochen mal den Motor starten und warmlaufen lassen?

    Selbstverständlich kann man das! Der Hinweis mit dem Ölwechsel vor dem Einwintern stammt auch nicht von mir selbst, sondern ist eine allgemeine Empfehlung die ich immer wieder von Experten gehört habe bzw. auch in Fachzeitschriften gelesen habe. Ich selbst halte mich grundsätzlich an die Serviceintervalle, habe selbst noch nie extra vor dem Winter einen Ölwechsel gemacht. Habe noch nie Probleme deshalb gehabt.

    warum sollte es nicht stimmen?

    Ölwechsel jährlich oder wenn 10T seit dem letzten erreicht sind.

    Zu jährlichen Ölwechsel möchte ich nur ergänzen, dass dieser vor dem Einwintern durchgeführt werden sollte, um zu verhindern, dass sich der "Dreck", der sich im alten Öl befindet, ablagern kann. Also das Motorrad immer mit frischem Öl in den Winterschlaf schicken.

    Hy @mmo-Bassmann,der Tigerwolf hat sein Fahrwerk absenken lassen ,aufgrund seiner Grösse ,und jetzt hat er gemerkt das bei Voller Urlaubsgepäck rödelzeugs die Tenere ,bzw .die Alukoffer fast aufsetzen,und die Feder Vorspannung (Handrad) voll zugedreht um dem entgegen zu wirken bzw 3 klicks offen = 24-3, meint er wohl.Aber das Reicht wohl nicht . Darum eine Stärkerere Feder(90nm),so verstehe ich das .:kaffeemuede

    Gut erklärt Jens, genau so ist es. :daumen-hoch

    Kurzer Erfahrungsbericht zum Dunlop Meridian auf der Tenere 700:

    Ich habe den Dunlop Meridian vor meinem Urlaub aufgezogen und bin damit seither ca. 7.760 km gefahren. Die km-Leistung wird voraussichtlich über 10.000 km liegen. Ich musste bisher so gut wie gar nicht im Regen fahren, daher kann ich diesbezüglich keine Auskunft geben. Ich Vergleich zum, für mich durchwegs guten Pirelli STR ist die T700 mit dem Meridian noch eine Spur handlicher, absolute Laufruhe ohne Vibrationen im Lenker (Vorderrad), kein Aufstellmoment beim Bremsen in Kurven, Gripp ohne Ende bzw. in jedem Fall bis zu dem Zeitpunkt, wo ich mit dem Seitenkoffer am Asphalt kratze. Dort wo die Fahrbahn, aus welchem Grund auch immer etwas rutschiger ist, ist der Reifen leicht zu kontrollieren und etwaige „Rutscher“ zeichnen sich rechtzeitig ab, und es kann entsprechend reagiert werden.

    Seit mittlerweile über 10.000 km habe ich nunmehr den HP-Corse Endtopf montiert. Zugegeben, er ist etwas lauter als der Originaltopf, aber im unteren Drehzahlbereich (mit dem man sich in Wohnbereichen bewegen sollte) ist er kaum wahrnehmbar und bietet einfach nur einen dumpfen sonoren Sound. Bei sportlicher Fahrweise meldet er sich aber doch unüberhörbar zu Wort und vermittelt einem das Gefühl viel mehr ccm und kw unter dem Arsch zu haben. Für mich definitiv der schönste Sound, den ich je bei einem Zubehörtopf gehört habe. Meinen Freunden als auch einigen fremden Bikern, denen ich während der Reise begegnet bin, gefallen der Sound und auch die Optik.

    Kurz vor meinem Urlaub wurde eine Aufsatzscheibe um 20 € (über Aliexpress bestellt) montiert. Obwohl ich mit der Originalscheibe relativ zufrieden bin, brachte die Aufsatzscheibe doch einige Vorteile für mich. Ich bin 170 cm groß, Brillenträger. Kurzes Resümee nach ca. 7.700 km mit der Aufsatzscheibe: weniger Lärm bei Autobahnfahrt und Tempo 130-140; ich habe kaum Insekten auf dem Helmvisier; ich kann mit geöffnetem Visier fahren und die Gerüche der Landschaft in der ich mich bewege besser wahrnehmen. Punkto Verwirbelungen gibt es keinen Unterschied zur Originalscheibe, die Sicht nach vorne ist nicht beeinträchtigt. Fazit: war eine gute Entscheidung mit eine Aufsatzscheibe zu kaufen.

    Ich war nun mit der T700 auf einem 4-wöchigen Urlaub und habe festgestellt, dass das Fahrwerk der Tenere 700 nicht unbedingt urlaubstauglich ist


    Meine T700 ist mit dem TT-Satz tiefergelegt. Montiert habe ich TT-Koffer 46/38. Ich selbst wiege gut 80 kg (mit Ausrüstung ca. 90 kg). Das mitgeführte Gepäck wog inkl. der 3 Koffer ca. 40 kg. Obwohl ich bereits vor der Abfahrt die Federvorspannung auf 3 Klicks offen eingestellt hatte, streifte ich relativ rasch mit dem rechten (etwas weiter abstehenden Koffer) mehrmals am Asphalt. Auch als ich die Vorspannung komplett zudrehte, musste ich nach wie vor darauf achten, nicht am Asphalt zu streifen.


    Als Hauptständer habe ich den ConStands von Motea montiert. Der „Ring“, in dem die Federn unten eingehängt sind, ist mittlerweile bereits gut 50% abgeschliffen.


    Fazit: Ich werde spätestens vor dem nächsten Urlaub entweder eine härtere Feder von OTR (90 nm) einbauen müssen oder gleich auf ein anderes Federbein wechseln.


    Ich habe auch schon vor dem Urlaub etwas mit Zug- und Druckstufe vorne und hinten experimentiert. Letztlich bieten für mich in etwa die Werkseinstellungen den besten Kompromiss für alle Straßenverhältnisse.

    4 Wochen Urlaub, 7.684 km absolviert.


    Ich habe mich erst eine Woche vor dem Urlaub entschieden nicht mit Tiger zu verreisen. Begonnen hat der Urlaub eigentlich schon mit einer Panne. Am Tag vor der Abreise wurde bei einem km-Stand von ca. 8.000 der Dunlop Meridian bei meinem Reifenhändler in Pötsching (Bgld.) aufgezogen. Nachdem ich die 70 km nach Hause absolviert hatte, parkte ich die T700 in der Garage und begann mit der Beladung. Als ich gegen 23.00 Uhr noch den Rest des Gepäcks in die Garage brachte, stellte ich fest, dass der Hinterreifen einen Platten hatte (der 4. kaputte Schlauch in 2 Jahren). Da auf der AT noch neuwertige Reifen aufgezogen waren, wurde diese für die Reise vorbereitet. Um Mitternacht eine SMS an Edith, die Frau und mittlerweile Geschäftsführerin vom Reifen Prünner, dass mich wieder einmal das Pech mit dem Schlauch verfolgt hat. Um 05.00 Uhr ein Anruf, dass sie Walter zu mir schickt. Um 07.20 traf Walter mit dem Hänger bei mir ein, und wir transportierten die Tenere nach Pötsching, um den Schlauch zu wechseln. Um 09.30 Uhr war alles erledigt, und ich konnte meine Urlaubsreise beginnen. Der Schlauch war im Bereich der Schweißstelle beim Ventil eingerissen. Wieder mal ein Materialfehler. Hier mal ein herzliches Dankeschön an meinen Freund Walter, für mich entstanden keinerlei Kosten. Einige km mehr (direkter) auf der Autobahn in Richtung Kärnten, und bei einer Tankstelle in Köflach traf ich, wie vorher abgesprochen meine Freunde, mit denen ich die erste Woche des Urlaubs verbrachte.


    Am Montag, den 07.09. wurde in Lienz bei „Geri’s Motoshop“ das 10.000er Service durchgeführt. Inklusive Montage der von mir mitgebrachten Stahlflex Bremsleitungen für vorne betrug die Rechnung nicht ganz 500 €. Hier auch ein kleines Dankeschön für die relativ kurzfristige Terminvereinbarung (1 Woche davor). Übrigens der einzige echte (da ganztägig) Regentag während meines Urlaubs, an dem ich ohnehin keine Tour geplant hatte.


    Fahrwerk: die hintere Feder ist nicht für einen 90 kg Fahrer (inkl. Ausrüstung) und Gepäck von ca. 40 kg geeignet.

    (Details siehe: Ténéré 700 - Fahrwerktuning)


    Windschutz: kurz vor dem Urlaub wurde eine Aufsatzscheibe um 20 € (über Aliexpress bestellt) montiert. Obwohl ich mit der Originalscheibe relativ zufrieden bin, brachte die Aufsatzscheibe doch einige Vorteile für mich.

    (Details siehe: Windschild-Alternativen für die Ténéré)


    Reifen: der Dunlop Meridian ist ein Top Reifen für vorwiegend Asphaltfahrer und eine absolute Kaufempfehlung.

    (Details siehe: Reifenerfahrungen auf der Ténéré 700)


    Sitzbank: hier sei nur kurz erwähnt, dass wir alle unterschiedliche „Ärsche“ haben und letztlich der Sitzknochenabstand für das Wohlbefinden - oder auch nicht, entscheidend ist. Für mich passt es bei der T700 ausgezeichnet und ich habe kaum Probleme auch längere Streckenabschnitte am Stück zu absolvieren.


    Der Motor der Tiger 800 ist zwar mMn an Laufkultur unerreichbar, aber der CP kommt nahe ran. Er verfügt, zumindest für Solisten, über ausreichend Leistung, um genussvoll oder auch etwas sportlicher in schöner Landschaft herum zu kurven. Auch bergauf nimmt er willig Gas an. Mein Durchschnittsverbrauch lag im Bereich von 4,2 l.


    Auspuff HP-Corse: Zugegeben, er ist etwas lauter als der Originaltopf, aber er gefällt mir ausgesprochen gut und der Sound ist fantastisch.

    (Details siehe: Lieferzeit bezüglich Hp Corse SPS Yamaha Tenerè 700 Artikel-Nr.: YASPSS7001T-AB)


    Zwei Empfehlungen für Bekleidung möchte ich auch weitergeben. Kurz vor dem Urlaub wurden mir die folgenden Bekleidungsteile geliefert:

    Stiefel Revit Expedition H2O

    (Details siehe: Darf ein Motorradstiefel 600 € kosten? - Revit Expedition H2O)


    AS Linesman Jacke

    (Details siehe: Es muss nicht immer eine schwere, wasserdichte Motorradjacke sein - AS Linesman Jacke)


    Quartierbuchungen: Korsika war ursprünglich schon ab 08. April geplant. Autozug, Fähre und alle Quartiere waren zeitgerecht bereits gebucht. Da ich sämtliche Hotelbuchungen bereits Mitte Jänner via Booking.com vorgenommen habe, war die Auswahl entsprechend groß und ich fand 3 günstige, gut bewertete Quartiere in Bastia, Ajaccio und Porto Vecchio. Da ich aufgrund COVID-19 sämtliche Quartiere immer erst kurz vor der Anreise (2-3 Tage) reservierte, war die Auswahl sehr eingeschränkt und kaum günstige Quartiere verfügbar. Somit musste ich für die Quartiere deutlich mehr bezahlen, als ich im April bezahlt hätte. Diese Erfahrung bestätigt meine übliche Vorgehensweise, bereits in der Winterzeit alle Buchungen zu tätigen, weil ich damit am günstigsten aussteige, und bei Booking.com beinahe immer noch kurzfristig kostenfrei stornieren kann, was sich ja heuer gezeigt hat. Somit werde ich Anfang 2021 die Quartierbuchung meiner heuer (Mitte Mai bis Mitte Juni) ins Wasser gefallenen Reise nach Nordengland (inkl. Isle of Man) vornehmen. Hoffentlich funkt mir nicht wieder dieser lästige Virus dazwischen.


    Am vorletzten Tag ereilte mich dann wieder mein Schicksal mit dem Schlauch. 30 km vor dem Etappenziel hatte ich bei der Autobahnmautstelle Vicenza Nord nach fast 7.000 absolvierten km wieder einen Platten Hinterreifen. Hier zeigte sich wieder einmal, wie wichtig es ist, einen Schutzbrief (beim ÖAMTC) zu haben. Abgesehen davon, dass ich letztlich doch 2 Stunden auf den ACI warten musste, der meine T700 zu einer Werkstatt brachte, wo der Schlauch aufgrund der fortgeschrittenen Zeit erst am nächsten Morgen getauscht wurde, verlief alles problemlos. Ich musste mir ein neues Quartier in Vicenza suchen (Bassano konnte ich nicht mehr kostenfrei stornieren) und Taxifahrten durchführen. Diese Kosten sind durch den Schutzbrief abgedeckt. Die Kosten für den Tausch des Schlauches in der Höhe von 50 € muss ich selbst berappen. Wieder einmal ein Materialfehler, die Seitenwand war über einen Bereich von ca. 2 cm aufgeraut und über ein kleines Loch entwich die Luft. Mein letztes Etappenziel vor der Ankunft zu Hause habe ich trotz verspäteter Abfahrt in Vicenza und längerer Distanz um 18.45 Uhr erreicht. Bei Kaiserwetter durfte ich wieder einmal die Strecke über den Monte Grappa fahren. Landschaftlich wirklich beeindruckend, vor allem die Aussichten in die Ebene.


    Vielleicht sollte ich doch in neue Felgen investieren, die eine Montage von schlauchlosen Reifen ermöglichen, aber den 1.000er dafür gebe ich eigentlich lieber anderwärtig aus.


    Alles in allem ein sehr schöner aber nicht gerade günstiger Urlaub. Nur am vorletzten Tag auf Korsika musste ich insgesamt ca. 30 km im Regen fahren. Mit meinen Offroad Ambitionen habe ich mich zurückgehalten, einige Straßen auf Korsika waren ohnehin so ramponiert, dass ich sie gerne gegen einen vernünftigen Schotterweg getauscht hätte.


    Nachdem ich sie mittlerweile ordentlich gereinigt, und vollgetankt habe, darf die T700 mit 15.919 km ihren wohlverdienten Winterschlaf antreten. Für die restlichen Ausfahrten, die sich noch ergeben, nehme ich die Tiger oder die AT; diese wurden heuer ohnehin leicht vernachlässigt.

    Kurz vor meinem 4-wöchigen Urlaub wurde die AS Linesman Jacke zum Preis von 308 € geliefert. Die dazugehörende Hose Mongolia Trail Pant war nicht zuletzt wegen der Corona Krise bis jetzt nicht lieferbar.

    https://www.adventurespec.com/shop/category/clothing-1


    Die Jacke ist sehr leicht, sie wiegt inklusive Protektoren nur 1,85 kg. Durch das weiche, und auch sehr elastische Material trägt sie sich ausgesprochen bequem, beinahe wie eine Freizeitjacke. Sie eignet sich für warme Tage ebenso wie für kühlere Tage unter 10° C. In diesem Fall eine entsprechende Jacke (Fleece, Daune) darunter tragen. Die Jacke ist winddicht aber nicht wasserdicht (nur wasserabweisend). Einige Minuten im leichten Regen fahren sind kein Problem. Bei stärkerem Regen ist eine Regenkleidung erforderlich. Durch den hohen Kragen, kann man sich einen Buff eigentlich sparen.


    Zur Größe: gewöhnlich habe ich bei Jacken die Größe XL bzw. 54 (wegen meiner breiten Schultern). Bei der Linesman Jacke habe ich mich aufgrund der Größentabelle und der Erklärung (findest sich in einem Video) für Größe L entschieden, was die korrekte Entscheidung war.


    Grund für den Kauf: Ich wollte eine wirklich bequeme, funktionelle Motorradbekleidung für „normale“ Wetterbedingungen. Die Hose gibt es auch in kurzen Größen, was meiner Figur entgegenkommt. Ich habe ein Wohlstandsbäuchlein und etwas zu kurz geratene Beine. Die Hose werde ich erst im kommenden Jahr testen können; wenn sie mir ähnlich viel Freude bereitet wie die Jacke, dann habe ich eine gute Investition getätigt.


    Meine Standard Motorradbekleidung ist die KLIM Badlands (Kaufpreis ca. 1.800 €), eines der aktuell besten Produkte am Markt, das seinen Preis wert ist. Dennoch, es muss nicht immer ein sogenanntes Top Produkt sein, es gibt auch gute Produkte für weniger Geld. Wobei es sich bei AS um ein Zwiebelsystem handelt. Kauft man sich die Singletrack Jacket (418 €, wasserdichte Überjacke) und die Baltic Hybrid Jacket (154 €, mid layer) dazu, landet man bei knapp 1.200 €. Dann fehlt nur noch eine Regenhose und man ist für die meisten Wetterlagen (3 Jahreszeiten) gerüstet.

    Seit ca. 15 Jahren fahre ich den Daytona Touring Star GTX und den Kaiman (jeweils bereits das 2. Modell). Leider musste die Firma Kaiman vor wenigen Jahren Konkurs anmelden. Ich liebe beide Stiefel, weil sie ausgesprochen bequem sind. Dennoch habe ich mich dazu entschlossen ein Modell zu wählen, dass auch ein wenig die Offroad Ansprüche befriedigt.


    Kurz vor meinem 4-wöchigen Urlaub wurde der Stiefel Revit Expedition H2O geliefert, für den ich im Rahmen eines Angebots 550 € bezahlt habe (Listempreis ca. 600 €).

    https://www.revitsport.com/de/…l-expedition-h2o.html#101


    Nachdem ich den Stiefel nunmehr fast 8.000 km in Verwendung habe, kann ich sagen, teuer aber auch gut.


    Der Stiefel ist beim Fahren sehr bequem, durch die steifere Sohle eignet er sich ausgezeichnet zum Fahren im Stehen. Die Scharniere im Bereich des Knöchels begann irgendwann zu quietschen und wurde mittels des mitgeführten WD 40 erfolgreich ruhiggestellt. Falls das Problem zu Hause wieder auftritt, werde ich es mit einem Silikonspray versuchen. Die Reinigung ist sehr einfach – der Stiefel wird einfach im Waschbecken mit warmem Wasser abgespült, bzw. gleich bei der Motorradwäsche. Bei gröberer Verunreinigung ist vielleicht auch eine weiche Bürste hilfreich. Einstieg in den Stiefel funktioniert sehr einfach, nach einigen Tagen Tragezeit ist auch das Ausziehen kein Problem mehr. Das BOA-Schnürsystem funktioniert perfekt. Trotz der steiferen Sohle eignet sich der Stiefel durchwegs auch für kleinere Sightseeing-Touren per Pedes.


    Laut Beschreibung ist der Stiefel wasserdicht. Da ich aber bisher keine langen Regenfahrten unternehmen musste, kann ich diesbezüglich keine Auskunft geben.


    Daytona und Kaiman habe ich in Größe 43, der Revit war mir aber zu klein, weshalb ich auf Größe 44 tauschen musste.


    Fazit: Der Stiefel ist ein Offroad tauglicher Tourenstiefel, der ausgezeichnet verarbeitet ist und einen sehr guten Tragekomfort bietet, den ich so nicht erwartet hätte. Somit von mir eine klare Kaufempfehlung, sofern man bereit ist so viel Geld in einen Stiefel zu investieren.