Beiträge von Wicked

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    Ab ca. 4500 Umdrehungen vibrierte mein Lenker ziemlich stark. Hat einer von euch auch die Erfahrung gemacht oder bilde ich mir das nur ein und die Vibrationen waren mit den originalen Lenkergewichten genauso? ...

    Da ich einen anderen Lenker (ohne richtige Gewichte) verbaut habe, kann ich nur bedingt Hilfestellung geben.

    Ich habe im genannten Drehzahlbereich auch leichte Vibrationen - aber wirklich nur leichte.

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    Ich teile die Meinung das wenn ein Streifenwagen in der Lage ist das ganze aus der Nähe zu filmen die Geschwindigkeit eher Richtung nicht schnell genug tendiert hat. Zudem hat der Streifenwagen nach in aller Wahrscheinlichkeit den Gefahrengrad noch hochgeschraubt.

    Ja gut, soll die Polizei jetzt auf die Verfolgung von Straftätern verzichten?


    In der Schweiz werden doch tatsächlich Polizisten für das Ausüben ihres Berufs bestraft - mutet auch etwas grotesk an:

    https://www.spiegel.de/auto/ak…verurteilt-a-1255644.html



    Was den Entzug der MT-10 angeht hätte ein geschickter Anwalt vielleicht argumentieren können, dass es sich beim Fahrstil des Angeklagten keines Falls um ein verbotenes Rennen gehandelt haben kann, da es dem Fahrer offenbar nicht um das erzielen der "höchstmöglichen Geschwindigkeit" gegangen sein kann.


    Der meines Erachtens einzige Streitpunkt, ist der, ob die schwammig formulierte Enteignungsregellung hier tatsächlich greift.


    Da wir aber nicht die zwölf Geschworenen sind und der Fall ja auch schon abgeurteilt ist, ist es obsolet darüber zu zu diskutieren.

    Du bist ja ein lustiger Vogel. Von Relotius und Journalismus keine Ahnung. Die Fakten im Fall Relotius waren in der Regel nicht so einfach zu prüfen wie ein Fall von Verletzung der STVO in Deutschland. Das hätte von der eigenen Schlussredaktion neben ausführlichen Recherchen vom Büro aus zum Teil sogar Termine vor Ort in Flüchtlingsheimen bzw Syrien vorausgesetzt. Einige wenige Fakten wären leicht zu kontrollieren

    Zum Fall Relotius:


    Zitat

    Relotius schreibt, dass im Kino von Fergus Falls der Kriegsfilm "American Sniper" auch zwei Jahre seit dem offiziellen Kinostart noch immer gezeigt werde.


    "Diese Anekdote, die Relotius' übertriebene Geschichte einer Einwanderer fürchtenden, waffenbesessenen Kleinstadt tragen sollte, war am einfachsten zu überprüfen und gleichzeitig die seltsamste, zufälligste Lüge, die er fabrizierte", schreiben Anderson und Krohn. Rund einen Monat, vom 16. Januar bis zum 19. Februar 2015, wurde "American Sniper" im Kino von Fergus Falls gezeigt, schrieb ihnen eigenen Angaben zufolge der Betreiber des Kinos per E-Mail.


    Quelle



    Ansonsten hast Du natürlich - wie sollte es auch anders sein? - vollumfänglich Recht und noch dazu jede Menge Ahnung.




    PS

    Du bist natürlich auch ein lustiger Vogel

    :)

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    Sooo. Um noch etwas mehr zur Diskussion und dem eigentlichen Thema beizutragen. Ich halte die Enteignung für völlig gerechtfertigt und die Strafe für viel zu gering. ...

    Man kann zu allen Dingen eine Meinung haben und wer weiß, wahrscheinlich ist das Strafmaß - incl. Entzug des Tatmittels - auch soweit korrekt.


    ABER: Ich bin weiß Gott froh, dass so was immer noch ein Richter zu entscheiden hat, und nicht Hinz oder Kunz.


    Denn so ein Richter hat den entscheidenden Vorteil, Fakten aus erster Hand vorliegen zu haben und ist nicht darauf angewiesen mit "Informationen" aus der Mopo stille Post zu spielen.


    Ansonsten ist der Fall hier erwähnt worden und etwaige Gelüste ebenfalls so zu fahren damit hoffentlich im Keim erstickt.


    Was jetzt noch kommt ist nur Gezänk zwischen den Beteiligten hier.


    Braucht man das wirklich?

    1. Na toll, ein Relotius dient nun noch der "Lügenpresse-Fraktion" als Totschlagargument. Aber selbst ein Claas Relotius hätte bei so einfach nachprüfbaren Fakten nicht gelogen. ...

    Da Relotius nachweislich bei "einfach nachprüfbaren Fakten" gelogen hat, hätte er das hier ggf. auch.


    Allerdings war Relotius' Part nicht Stimmung gegen Motorradfahrer zu machen, sondern ein Gesinnungsjournalismus anderer Art, daher ist davon auszugehen, dass er über diesen Fall gar nicht "berichtet" hätte.



    Zitat

    3.. Mit Phantasie hat das also nichts zu tun. Siehe -> 1.

    Wenn man sich "zig Häuser" einfach so zusammenreimt, stellt sich die Frage, wenn nicht mit Phantasie, wie dann?



    Zitat

    4. Nicht gemessen an der "Verkehrslage", an der StVO. Wenn ich mal ein Knöllchen hatte wegen 65 statt 50 oder so, dann hing die Strafe nicht davon ab, ob grad Straßenfest war oder sich niemand auf der Straße befunden hat.

    Hier geht es aber nicht um ein Knöllchen oder ein Fahrverbot, sondern um Enteignung.


    Zitat

    5. Wiese beschimpfst du den Journalisten als "Schmierenjurnalisten"? Kennst du ihn? Und machst du deinen Job besser als er seinen?

    Ich beschimpfe ihn nicht, da ich ihn überhaupt nicht direkt anspreche, ich bezeichne ihn lediglich als Schmierenjournalisten.


    Warum ich das tue?

    Weil der Mopo Artikel auch mit viel Wohlwollen nicht mit der journalistischen Ethik, nach der ein Journalist u.a. objektiv und sachlich die Faktenlage schildern sollte, in Einklang zu bringen ist.


    Wie es besser geht, zeigt der Kollege das Spiegel.


    Ob ich meinen Job besser mache?


    GANZ KLARES JA.

    Denn ich mache zwar auch Fehler, die aber nicht absichtlich.

    Ich habe neulich auch das Hinterrad draußen gehabt. Aufgrund der hier geschilderten Schäden, bin ich recht behutsam vorgegangen und habe das Gewinde vor dem lösen der Mutter zudem erst mal gereinigt.


    Jedenfalls hatte ich null Probleme die Achsmutter beschädigungsfrei von der Achse zu lösen.

    ZITAT aus Artikel
    "Am 14. November 2018 fuhr der 22-Jährige gegen 21 Uhr auf die A7. Der Yamaha-Fahrer wechselte auf die A23, fuhr statt der erlaubten 60 stolze 148 Kilometer pro Stunde, überholte rechts und überfuhr durchgezogene Linien. Kurven nahm er so halsbrecherisch, dass die Fußraste auf dem Asphalt Funken schlug....

    Bei Halstenbek raste der „Streetfighter“ mit 226 Stundenkilometern über die Autobahn (100 sind erlaubt) und fuhr dann Pinneberg-Mitte ab. Doch der Raser hatte noch nicht genug und erreichte innerörtlich wahnsinnige 129 km/h."
    ZITAT ENDE


    Der Typ ist 148 statt 60 gefahren, 226 auf der Autobahn kann man machen, ABER nicht wenn dort Tempo 100 ausgeschildert ist, UND dann noch mal innerörtlich 129 statt 50, durch einen Ort wo zig Häuser stehen, Kinder spielen, alte Leute die Fahrbahn queren.. Klingt alles irgendwie nicht nach "ups, kurz vorm Ortsausgangschild").

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    Ich würde das Geschmiere eines für die MOPO schreibenden Claas Relotius Verschnitts nicht unbedingt mit einem Tatsachenbericht verwechseln.

    Da gibt's bessere Quellen zum zitieren.


    Und die baulichen Gegebenheiten des Schauplatzes der innerörtlichen Limitüberschreitung gehen soweit ich weiß aus keinem Bericht hervor, und dass Kinder nach 21 Uhr im Winter noch draußen spielen, ist auch eher unwahrscheinlich.


    Von daher bitte auf dem Teppich bleiben und die Phantasie nicht mit einem durchgehen lassen.


    :)



    Allerdings muss ja irgendwer die Verstöße protokolliert haben, von daher liegen hier wahrscheinlich wirklich gemessen an der Verkehrslage keine noch harmlosen Vergehen vor.


    Ich muss aber auch sagen, würden meine Ausfahrten mit Mopped oder PKW protokolliert, wäre das schon eine Fundgrube für jeder Schmierenjournalisten:


    - fährt Tempo 90 in 50er Zone (das kurzfristig kann man ja weglassen)

    - überfährt durchgezogene Linie

    - überholt im Verbot

    - fährt (versehentlich?) Einbahnstraße in verkehrter Richtung


    Entsprechend aufpoliert entstünde auch hier der Eindruck eines wahren StVO-Rambos.

    ;)

    Werden nicht mehr gebracht, weil sie ja eh nichts bewirken würden.

    Das mag sein, da der bestimmungsgemäße Zweck eines solchen Freds aber nicht der ist, dem Gegenüber darzulegen, wie doof man ihn findet, ist der Sinn sich hier auszutauschen damit hinfällig.


    Kaum einer kann so gut wie ich nachvollziehen, wie sehr es in den Fingern juckt, was an Polemik rauszuhauen, sobald jemand eine subjektiv als dämlich empfundene Meinung äußert.


    Das bewirkt sogar etwas - nur ist die Wirkung eben eine andere, als es die Intention solcher Foren ursprünglich war.

    Ja, die MT-10 ist schnell und auf einer weitgehend leeren AB das Limit deutlich zu überschreiten, dabei aber niemanden außer vielleicht sich zu gefährden, berechtigt aus meiner Sicht auch nicht zum Einzug der "Tatwaffe". (beim FS braucht sich aber keiner beschweren)


    Auch die anderen Sachen waren in der Realität vielleicht nicht so gefährdend, wie sich das in der Presse liest. Die 126 km/h in der Ortschaft hat er vielleicht kurz vor dem Ortsausgang erreicht, weil er zu früh das Gas aufgezogen hat.


    Überfahren durchgezogener Linien? Kleinkram!


    Kurzum, vielleicht !! war die Fahrt weniger dramatisch, wie sich dass in der Häufung alles liest.


    Vielleicht haben wir es hier aber auch mit einen Fahrer zu tun, der wie einst Alpi in HB, einen für andere Verkehrsteilnehmer höchst rücksichtslosen und gefährdenden Fahrstil pflegt - dann ist neben dem dauerhaften Einzug der Fahrerlaubnis auch der Einzug der Tatwaffe eine berechtigte Maßnahme.


    Ich persönlich halte nicht so viel von derartigen Gummigesetzen, die den Behörden mit einer relativ unpräzisen Definition von Rennen, die Möglichkeit geben, jedes mal, wenn jemand zu schnell unterwegs war, das als Rennfahren zu bezeichnen, und damit nach Gutdünken und persönlichen Vorlieben das Strafmaß festzusetzen.


    Wobei grundsätzlich zu begrüßen ist, wenn Leute wie die "Kuhdammraser" als "Mörder" lange hinter Gitter wandern.


    Man sollte aber auch Augenmaß beibehalten und nicht jede Tempoüberschreitung als Rennen - im Zweifel gegen die Uhr - betrachten.

    Hat aber erstmal nix mit der Frage zu tun, ob Auto oder Motorrad, sondern mit der Verhältnismäßigkeit der Einziehung.

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    Da hast du Recht.

    Das habe ich aber auch schon verstanden. Aber wie du selber schreibst, werden "Familienkutschen" i.d.R. dringender benötigt, als ein Motorrad, weswegen hier tendenziell eben weniger streng eingezogen werden dürfte.


    Und auch wenn sich der getunte 3er BMW theoretisch eher als die "Familienkutsche" zum Einzug eignen sollte, so ist auch hier dem Gericht eher als beim Motorrad glaubhaft zu machen, dass dieser, neben der Raserei, auch dem notwendigen Transport von Kind und Kegel dient.


    Und was ist mit dem getunten AMG Mercedes, der gar nicht den Hartz4 beziehenden Insassen, sondern irgend einem "Onkel" gehört?

    Einzugesermächtigung vorhanden?


    Nur mal interessehalber.



    Ich finde eine Regellung, die bei gleichem Tatvorwurf eine Tätergruppe härter als eine andere bestrafen kann, etwas zweifelhaft - wenn auch die dahinter stehende Logik nachvollziehbar ist.

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    Ich behaupte mal das 99% aller MT10 Fahrer die einigermaßen fahren können mal mindestens einmal so gefahren sind wie hier beschieben.

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    - 226 bei erlaubten 100

    - 126 Sachen in der Ortschaft, also bei Limit 50

    - rechts überholen auf der BAB

    - zzgl. Kleinkram


    Und das alles auf einmal ...


    Ich wage zu bezweifeln, dass von 100% der MT-10 Fahrer, die einigermaßen fahren können, nur ein Prozent eine derartige Häufung von Extremüberschreitungen noch nie gemacht haben soll.

    Im Spiegel ist auch ein Artikel zu diesem Fall erschienen. Erfreulicherweise schafft es der Spiegel, trotz der auch dort nachlassenden Qualität, sachlich zu berichten.


    Interessant finde ich, dass Autofahrer tendenziell - obwohl die Rechtslage hier identisch ist - weniger von einer Enteignung betroffen sein dürften, als Motorradfahrer.


    Zitat

    "Wäre die Fahrt mit einer unauffälligen Familienkutsche zurückgelegt worden, auf deren Benutzung die Familie des Fahrers dringend angewiesen ist, hätte das Gericht im Sinne der Verhältnismäßigkeit vermutlich anders entschieden", so Wantzen

    https://www.spiegel.de/auto/ak…n-motorrad-a-1263097.html