50.000 km Inspektion

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  • Heute meine Tracer 700 aus der Werkstatt abgeholt.

    Der 50.000er hat wieder ein kleines LP Loch in meine Portokasse gerissen. 461,91€ fielen an.


    Zusätzlich zum Ölwechsel und der allgemeinen Durchsicht wurde

    - die Bremsflüssigkeit getauscht.

    - Kühlwasser erneuert.

    - Schwingenachse aus- und eingebaut und gefettet.


    Zusätzlich wurden beide Wasserrohre aus- und eingebaut, damit ich Zuhause sie neu lackieren konnte.


    Die Kette und die Bremsbeläge wurden auf eigenen Wunsch noch nicht getauscht.


    Meine andere Werkstatt, wo ich die Zero warten lasse, meinte die Kette und die Beläge waren noch Okay und die Yamaha Werkstatt wollte das alles gerne wechseln.


    Nächstes Jahr vor der großen Tour werde ich das wohl erneuern lassen.

  • nepamucke

    Hat den Titel des Themas von „50.0000 km Inspektion“ zu „50.000 km Inspektion“ geändert.
  • Ich meine, dass man das eigentlich gut selbst beurteilen kann, ob es diese Verschleißteile jetzt braucht oder nicht.


    Schließlich kann man die Abnutzung und eine Längung der Kette selbst feststellen. Die Abnutzung der Beläge sowieso.


    Die Yamaha Werkstatt denkt vermutlich in 10.000er Schritten. Alles was nicht bis zum nächsten Kundendienst durchhält, soll neu.

  • Die Yamaha Werkstatt denkt vermutlich in 10.000er Schritten. Alles was nicht bis zum nächsten Kundendienst durchhält, soll neu.

    Genauso müssen die Werkstätten auch denken. Die Alternative ist, dass sie den Verschleiß "vorhersagen" und den Kunden zu einem Zwischentermin bitten. Beides ist aus Sicht des Kunden üblicherweise nicht gewünscht. Und ist die Verschleißgrenze vorher erreicht, wird sogar die Werkstatt verteufelt. Erfahrungsgemäß kann die Werkstatt nicht wissen, wie der Kunde konkret fährt. Bei meinem Mopped wollte die Werkstatt den Vorderreifen wechseln, weil sie gemeint hatte, dass ich damit die 3000-km-Tour nicht mehr fahren kann. Ich habe gesagt, Finger weg, weil ich meine Fahrweise kenne. Und der Reifen hat immer noch nach der Tour genügend Restprofil.

    Insofern muss die Werkstatt den Tausch anbieten, damit alle Verschleißteile bis zum nächsten Intervall halten.


    Kette ist ein Problem. Wenn diese ihr Lebensende erreicht, dann kann es sein, dass man alle 300-400 km nachspannen muss. Das ist bei der MT meiner Frau im Urlaub passiert. Natürlich hatte ich zum Spannen kein Werkzeug dabei, also musste ich mir eine Werkstatt suchen, die mir das Werkzeug auslieh. Es lohnt sich nicht, die Laufleistung der Kette auszureizen und unter Umständen auf einer Tour Probleme zu bekommen. Man muss berücksichtigen, was man abfahren möchte. Wenn der Kettenwechsel 300 Euro kostet, die Kette 30.000 km hält, hat man 1 Cent pro 100 km ausgegeben. Bei 40.000 km wären das 0,75 Cent/100 km. Für das Benzin zahlt man >6 € je 100 km.


    Gruß

    Klaus

  • KlausB :daumen-hoch


    Ja, man sollte es nicht ausreizen mit dem Kettenwechseln.


    Ich musste vor Jahren mal in Rimini eine besorgen. Hab mich nicht mehr getraut, mit der heimzufahren. Tägliches Spannen war da angesagt.


    Deine Rechnung beweist mal wieder, dass sich ein Kettenöler schon bei der ersten Kette rentiert.


    Einfacher Scottoiler, da schaff ich immer um die 45.000 Km. 130 Euro für den Scotty, 130 für den Satz, keine Montagekosten, ergibt mal nur 0.57 Cent auf den Kilometer


    Bei der zweiten Kette sind es dann nur noch 0,28 Cent.


    Selbst wenn ich für 300 € in die Werkstatt gehe, hat sich der Scotty schon bei der ersten Kette amortisiert ( 0,95 Cent)


    Natürlich nur für Leute interessant, die die Maschine länger behalten wollen und/oder viel fahren oder den Scotty einfach in die nächste Maschine umziehen.

  • Oh, täusche Dich nicht. Meine Belastung der Kette ist durchaus hoch. Viele Pässe, die nicht gerade langsam gefahren werden, keine geraden oder flachen Hausstrecken, Alltagsverkehr mit viel Anfahren, viele Beschleunigungsvorgänge beim Überholen (wenn ich nur an die kroatische Küstenstrasse denke) usw..


    Weiß ehrlich gesagt nicht, wie Du auf so eine Aussage kommst :0plan


    Aber, um die Frage zu beantworten, immer nur DID, wobei ich festgestellt habe, dass es von der Laufleistung her keinen Unterschied macht, ob ich eine normale VX3 drauf habe (Erstausrüsterqualität) oder eine ZVMX.


    Das Geld kann man sich sparen, zumindest, wenn man mit Öler fährt.

  • Ich denke nicht, dass die Erfahrungen von einer Paarung Fahrer/Mopped auf einen anderen Fahrer/Mopped hinsichtlich der Haltbarkeit gut zu übertragen sind. Das Kettenschmieren mit Kettenspray bei der MT-07 meiner Frau machen wir (überwiegend ich) relativ konsequent nach Optik. Die Kette hat mehr als 40.000 km gehalten (bin zu faul, jetzt den Ordner zu ziehen). Ob das auch so gewesen wäre, wenn ich das Mopped gefahren wäre, kann ich nicht sagen, mein Mopped hat Kardan. Wer stark am Gas reißt und noch viel Gewicht auf das Mopped bring, wird sicherlich für mehr Verschleiß sorgen. Wer über die Autobahn hetzt (bei meiner Frau ist bei 140 km/h wegen des Winddrucks Schluss) wird für mehr Verschleiß sorgen.


    Vieles hängt davon ab, ob man sehr viel im Regen oder bei staubigen Bedingungen unterwegs ist. Darüberhinaus ist das rechtzeitige Nachspannen der Kette entscheidend. Wenn sie zu locker oder zu stramm ist, dann verschleißt sie schneller.


    Bei manchen soll eine Kette nur 25.000 km gehalten haben, da ist dann meiner Meinung nach etwas nicht richtig gelaufen. Ob Kettenöler oder Kettenspray, das ist Philosophiefrage. Wer Öl außen auf die Kette tropft (und nicht auf die innere Lauffläche), der hat sicherlich keine optimale Schmierung. Wer bei Regen im selben Intervall schmiert wie bei Trockenheit, macht etwas nicht richtig. Wer regelmäßig Kettenspray auf die Innenseite sprüht (mehr hilft nicht, regelmäßig eher weniger ist sicherlich besser als einmal alles in Spray ertränken), dürfte durchaus etwas richtig machen. Wer mit dem Finger die Kette auf Spannung prüft und dabei keinen schwarzen Finger bekommt, hat die Kette zu trocken werden lassen. Bei uns ist im Urlaub auf großer Tour immer eine kleine Nachfülldose Kettenspray dabei, so dass spätestens nach 1000 km nachgeschmiert werden kann, hierbei entscheidet der optische Eindruck ob eher trocken oder noch eher feucht. Und gereinigt habe ich noch nie eine Motorradkette bei meinen früheren Motorrädern.


    Gruß

    Klaus

  • 40000km ist sicher keine Seltenheit und reinigen wird überbewertet und zu viel schadet. Beim Schmieren/Ölen ist es umgekehrt zu viel schadet nicht ist aber eine Sauerei. Die Rechnung weiter oben hat ein Dezimalproblem, entweder 1€ je 100km oder 1ct/km ;)

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