Mt07 Temperatur/ Anbauteile

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  • Abend :megalachen

    Hab mir vor kurzem eine Mt 07 zugelegt und bin prinzipiell sehr zufrieden.

    Leider habe ich seid kurzem ein ungutes Gefühl bei längeren Stadtfahrten und der daraus entstehenden erhöhten Temperatur der MT.

    Mir ist schon zweimal beim Abstellen der warmen Mt 98/103 Grad das Kühlwasser im Ausgleichsbehälter übergekocht....


    Jetzt zu meiner Frage:

    sollte ich mir darüber Gedanken machen, bzw inwiefern ist das schädlich für den Motor?


    Dann stört mich noch das der Kettenschutz so ein enormes Spiel hat.....hat jemand für das Problem eine Lösung?


    LG aus dem schönen Vogelsberg

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  • Hi Simon,


    wenn Du das Motorrad mit >100 C abstellst, lass die Zündung an. Dann kann der Kühler anspringen und das Moped auf 99C runterkühlen. Dann kannst Du den Zündschlüssel abziehen.


    Grüße

    Thommy

  • Wenn die Temperatur bereits >106 C anzeigt, lass das Motorrad noch einen Moment im Leerlauf laufen. Durch den kühlen Sprit wird die Temperatur schneller herabgekühlt. Das belastet die Batterie nicht so sehr.

  • Dann stört mich noch das der Kettenschutz so ein enormes Spiel hat.....hat jemand für das Problem eine Lösung?

    Hab jeweils einen kleinen Gummi O-Ring zwischen Schraube und Kettenschutz gepackt, beim Anschrauben drückt der sich zusammen und fixiert das Gewackle vom Kettenschutz. Hält bei mir so seit fast einem Jahr ohne Probleme.

  • Super danke, werde ich heute Mittag gleich Umsetzen:))

    Aber denkt ihr es war ein Problem dass Kühlwasser ausgelaufen ist, als ich mein Motorrad abgestellt habe?

  • Super danke, werde ich heute Mittag gleich Umsetzen:))

    Nachtrag: Bei den Schrauben gibt es so Metallhülsen die durch die Schraublöcher des Kettenschutzes führen. Da gabs bei den 2018er MT07 eine Rückrufaktion weil diese anfangs zu kurz waren und die Schrauben den Kunststoff-Kettenschutz quetschten (was wohl zu Brüchen und dem Abfliegen des Kettenschutzes führen konnte). Die Hülsen wurden dann verlängert und das resultierte im von dir beanstandeten Spiel.

    Also O-Ring auf die Metallhülse ziehen, diese mitsamt Schraube in das Schraubloch vom Kettenschutz packen und festschrauben. Dieser halbe mm Luft zwischen Schraubkopf und Kettenschutz wird dann ausgefüllt, der Kettenschutz hat immer noch genug Spiel durch den flexiblen O-Ring aber das Gewackel ist abgestellt. Es reicht auch wenn man nur die eine, besser zugängliche, Schraube an der Schwinge mit 'nem O-Ring versieht.

  • Der Ausgleichsbehälter bei der MT ist ja nicht wie z.B. bei einem Auto druckdicht verschlossen.


    Da verdunstet eher mal Kühlflüssigkeit.

    Der Deckel des Kühlwasserbehählter beim Auto ist ein Überdruck sowie Unterdruckventil. Bei Hitze dehnt sich die Flüssigkeit aus und die Luft die sich im Kühler befindet kann entweichen, kühlt die Flüssigkeit ab wird Luft wieder in den Kühler rein gelassen. Würde der Kühler dicht abgeschlossen sein würde es bei Erhitzung der Kühler platzen, durch zu hohen innen Druck. Beim Abkühlen gerade verkehrt, es zieht sich alles zusammen. Wenn man zu viel Kühlflüssigkeit im Behälter hat, wird die Flüssigkeit beim Erwärmen hinausgedrückt.

  • Der Deckel des Kühlwasserbehählter beim Auto ist ein Überdruck sowie Unterdruckventil. Bei Hitze dehnt sich die Flüssigkeit aus und die Luft die sich im Kühler befindet kann entweichen, kühlt die Flüssigkeit ab wird Luft wieder in den Kühler rein gelassen. Würde der Kühler dicht abgeschlossen sein würde es bei Erhitzung der Kühler platzen, durch zu hohen innen Druck. Beim Abkühlen gerade verkehrt, es zieht sich alles zusammen. Wenn man zu viel Kühlflüssigkeit im Behälter hat, wird die Flüssigkeit beim Erwärmen hinausgedrückt.

    Ok, ich präzisiere meine Aussage dahin, dass der Kühlkreislauf nicht ABSOLUT druckdicht ist.


    Aber zumindest bei einem Auto bei ca. 2Bar liegt. Bei der MT ist der Gummiverschluß locker aufgelegt und dient mehr den Überlaufschlauch zu halten.

  • Jetzt zu meiner Frage:

    sollte ich mir darüber Gedanken machen, bzw inwiefern ist das schädlich für den Motor?

    wenn Du das Motorrad mit >100 C abstellst, lass die Zündung an. Dann kann der Kühler anspringen und das Moped auf 99C runterkühlen. Dann kannst Du den Zündschlüssel abziehen.

    Zündung anlassen bringt nichts, außer dass irgendwann der Lüfter anspringt und alles ein wenig anpustet. Bei stehendem Motor wird das Wasser nicht zirkuliert, die angezeigte Wassertemperatur wird aber im Motorblock gemessen. Da kann der Lüfter reichlich wenig dran machen.

    Wenn die Temperatur bereits >106 C anzeigt, lass das Motorrad noch einen Moment im Leerlauf laufen. Durch den kühlen Sprit wird die Temperatur schneller herabgekühlt. Das belastet die Batterie nicht so sehr.

    Der Sprit hilft nicht beim Kühlen, insbesondere wenn er danach im Brennraum angezündet wird. Der maßgebliche Wärmeeintrag ins Kühlwasser findet auch über den Zylinderkopf und die Brennraumwände statt, der Rest kommt über Wasser um die Auslasskanäle und den Wärmetauscher vom Motoröl (ja, es gibt noch andere Kleinst-Anteile). Wenn man das Motorrad lange im Leerlauf stehen lässt, geht immer die Temperatur hoch.

    Eigentlich kannst du es einfach stehen lassen, wenn du nicht gerade bis kurz vor Ende noch wie ein absolut Irrer geheizt bist. Meine Kompromiss bis Aberglaube Variante ist: Motorrad und Motor ausstellen, Warten bis/ob der Lüfter anspringt. Wenn der ca. ne Minute gelaufen ist, mache ich den Motor nochmal an, bis die Temperatur auf der Anzeige deutlich absackt, dann sofort aus.

    Um wirklich Probleme zu bekommen müsste man aber echt mal in Richtung >120 kommen, wenn nicht sogar noch deutlich drüber. Wenn das Wasser im Stand etwas kocht ist das auch undramatisch. Im Betrieb legt man es eh so aus, dass am Zylinderkopf Blasensieden auftritt, weil das die Wärme am besten abführt.

    Gehe davon aus, dass auch Yamaha Heat Soak Tests durchführt. In Japan wundern die sich auch weniger über die Temperaturen die wir letzte Woche hatten.

    Super danke, werde ich heute Mittag gleich Umsetzen:))

    Aber denkt ihr es war ein Problem dass Kühlwasser ausgelaufen ist, als ich mein Motorrad abgestellt habe?

    Wenn Kühlwasser auf den Boden ausgelaufen ist - ja. Das sollte nicht auftreten.

    Der Deckel des Kühlwasserbehählter beim Auto ist ein Überdruck sowie Unterdruckventil. Bei Hitze dehnt sich die Flüssigkeit aus und die Luft die sich im Kühler befindet kann entweichen, kühlt die Flüssigkeit ab wird Luft wieder in den Kühler rein gelassen. Würde der Kühler dicht abgeschlossen sein würde es bei Erhitzung der Kühler platzen, durch zu hohen innen Druck. Beim Abkühlen gerade verkehrt, es zieht sich alles zusammen. Wenn man zu viel Kühlflüssigkeit im Behälter hat, wird die Flüssigkeit beim Erwärmen hinausgedrückt.

    Ok, ich präzisiere meine Aussage dahin, dass der Kühlkreislauf nicht ABSOLUT druckdicht ist.


    Aber zumindest bei einem Auto bei ca. 2Bar liegt. Bei der MT ist der Gummiverschluß locker aufgelegt und dient mehr den Überlaufschlauch zu halten.

    Beides nur so halb richtig. Absolut dicht ist es beim PKW nicht, richtig. Aber auch bei der MT haben wir kein druckloses System. Lediglich das Konzept des Ausgleichsbehälters ist ganz anders. Habe das noch nicht bewusst so gesehen wie bei der MT, ist aber eigentlich ganz charmant, wenn man etwas Platz-Probleme hat, da so der Ausgleichsbehälter eben nicht an der höchsten Stelle sein muss.

    Bei der MT hat man ja nach wie vor die Kappe vom Kühler, die dafür sorgt, dass das System auf einen Druck von 1.1-1.3 bar limitiert ist. Unterdruck kann das Ding aber nicht, wenn ich das richtig sehe. Bedeutet dann, dass ab dem Öffnungsdruck etwas Kühlmittel in den Ausgleichsbehälter gedrückt wird, der ist dann eben drucklos. Wenn sich alles wieder abkühlt, wird es aber wieder zurückgezogen. Dafür ist es dann auch wichtig, dass der Flüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter nicht zu niedrig wird, sonst kann der Schlauch zum Kühler leer laufen und dann funktioniert das nicht mehr.

    Beim Auto ist der Ausgleichsbehälter normal an der höchsten Stelle vom Kühlsystem montiert und gleichzeitig auch im Druckbereich des Kühlsystems. Muss damit viel stabiler gebaut sein und eben auch oben oder zumindest recht weit oben (unter anderem dadurch kommen die blöden Entlüftungsprozeduren bei modernen Autos) eingebaut werden. Im Auto alles gut und man kann problemlos eine große Öffnung zum Nachfüllen vorsehen.

    Moderne Benzinmotoren fahren übrigens teilweise bis zu 115 Grad Kühlmitteltemperatur. Da braucht man schon gut Druck auf dem System, damit das nicht vollständig anfängt zu sieden. (Lokales Blasensieden an den heißesten Oberflächen ist gewünscht, grundsätzliches Sieden im Kühlkreislauf ist ganz ganz schlecht)

  • Vielleicht ist auch schlicht und ergreifend kein/zu wenig Kühlmittel drin. Dadurch könnte der Siedepunkt etwas nach unten rutschen.

    Einmal editiert, zuletzt von ndrs! () aus folgendem Grund: Fixed: missverständlich.

  • Stimmt, ist etwas missverständlich geschrieben. Zu wenig Kühlmittel setzt den Siedepunkt nach unten. Zugabe von Kühlmittel setzt ihn rauf.


    Oder in Zahlen ausgedrückt:


    Siedepunkt von Wasser: 100°C

    Siedepunkt von Wasser-Kühlmittel-Gemisch: ~107°C (je nach Konzentration und Kühlmittel)

    gilt natürlich für Normaldruck