Tacho abklemmen

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  • Da ich 2021 nicht fahren konnte und mein Akku platt war hatte ich für einige Monate keinen Akku in der MT und die Daten im Tacho sind alle noch da. Ich denke, dass die Daten nicht verloren gehen egal wie lange keine Spannung anliegt.

  • die wichtigen Daten wie z.B. km Stand werden sicher auf so ne Art "EPROM" gespeichert, also Chips die man beschreiben kann und die auch ohne Strom die Daten halten. Ob so lange wie Atommüll strahlt, weiß ich nicht, aber bestimmt so lange wie das Motorrad hält.

    Kannst Du Dir vorstellen wie eine Speicherkarte im Handy oder Dashcam, die verlieren auch keine Daten wenn man sie ausschaltet.

    Freiheit für die Straßen, weg mit dem Teer!

  • Nein, alles elektrisch. Es gibt eben Schaltungen oder ein einfachsten Falle "flip-flops" (für Zustand ein/aus), die eben den Zustand auch ohne Strom behalten, andere "fallen" wie mit einer Feder ohne Strom in den Ursprungszustand zurück. Wie der Hauptspeicher im PC. Speichere einfach Deine Textdatei nicht auf Festplatte und schalte den PC aus und ein ... und weg isses. Liegt die aber auf der Festplatte kannst Du sie wieder holen. Festplatte ist aber auch nicht mechanisch, aber auch nicht elektrisch - magnetisch....

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  • So wie ich das verstehe liegen insbesondere die Daten wie Laufleistung etc. an mehreren Stellen im Fahrzeug, unlöschbar oder zumindest ohne Strom haltbar. Das soll Manipulation hinsichtlich des Fahrzeugalters verhindern, auch wenn es vermutlich Wege geben wird, dies zu umgehen.


    Da lobe ich mir den ollen (mechanischen) CBX-Tacho, den ich letztens zur Wartung einschickte; als er wiederkam musste ich die bis dahin fehlenden km mühsam mit der Bohrmaschine "nachtragen", denn ich bin in den zwei Monaten natürlich noch gefahren (mit Leihtacho) und immerhin ~1,5k mussten mechanisch draufgebracht werden. Ich will mich ja nicht selbst bescheißen. Hat einige Stunden bei 260km/h gedauert, bis diese Strecke "gefahren" war.


    Da stelle ich mir die Frage, wie das mit dem Kilometerzähler der MT ist, wenn ich den Tacho aus irgendwelchen Gründen nicht dran habe und dennoch fahre. Eigentlich müssten diese km wie oben geschrieben woanders gespeichert werden, springt der dann neu oder wieder montierte Tacho auf die reelle Zahl oder nicht? Eigentlich sollte er genau das tun, also reell anzeigen, eben um Betrug zu vermeiden, aber es stellt sich ebenfalls die Frage, wieviele Steuergeräte das Krad hat, in denen das (mit oder ohne Strom) gespeichert wird.


    Tja, hat alles Vor- und Nachteile, Manipulation war und ist immer möglich, allein der Aufwand ändert sich, wenn man manipulieren möchte (wie z.B. ich in obigem Beispiel). Schätze ich.

  • Wenn man sieht wie dilettantisch Wegfahrsperren gemacht sind gehe ich davon aus, daß alle Daten nur im Tacho gespeichert sind. Alles andere wäre viel zu aufwendig, siehe keyless Geschichten. Eine Kommunikation zwischen 2 Stellen halbwegs narrensicher hinzukriegen ist nicht trivial. Und ohne Tacho darf man nicht fahren, außerdem meine ich, daß man den Tacho nicht manipulieren darf, aber nicht gezwungen ist, daß der immer korrekt die km z.b. anzeigt, eben wegen Wechsel usw.

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    Da stelle ich mir die Frage, wie das mit dem Kilometerzähler der MT ist, wenn ich den Tacho aus irgendwelchen Gründen nicht dran habe und dennoch fahre. ...

    Vermutlich kann man das Mopped ohne Tacho dran gar nicht starten.

    Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu machen, dann ist es notwendig, kein Gesetz zu machen.
    Charles Baron de Montesquieu


    Was bisher geschah:

    - Tacho nach vorne mit Kit von LSL

    - GSG Sturzpads
    - Hebelleien von ABM (und zwar die SyntoEvo)
    - KZH von Evotech-rc.it (incl. Shin-yo Rückstrahler)
    - Kellermann micro Rhombus Dark
    - Magura Streetfighter FX auf LSL Klemmböcken
    - Lenkerendspiegelhaltekappen von Desmoworld + Highsider Ferrara Spiegel

    - Renthal Griffgummis
    - E3 Akrapovic

    - Wilbers vorn und hinten

  • Ein digitaler Tacho darf bei Wegfall der Spannung den Kilometerstand nicht verlieren. Welches Speichermedium hier verwendet wird, weiß ich nicht, aber eine EPROM dürfte es nicht sein, das ist kein Massenspeicher zur ständigen Beschreibung. Manipulationen des Kilometerstandes sind vom Gesetzgeber verboten, so dass die Hersteller Systeme anbieten müssen, die nicht so einfach manipuliert werden können. Der Tacho muss nicht die tatsächliche Laufleistung anzeigen, denn sonst müsste man bei einem neuen Tacho zur Manipulation greifen (siehe Bohrmaschinenmanipulation), um den richtigen Kilometerstand zu erzeugen. Ein neuer Tacho kommt mit 0 Km Laufleistung. Dann dienen Nachweise über Inspektionen etc. dazu, die Laufleistung abzuschätzen (sowie eine Rechnung über den neuen Tacho).

    Es kann durchaus sein, dass noch andere Steuerungen in einem Fahrzeug einen Stand enthalten. Bei einem Softwareabgleich im Rahmen einer Inspektion dürfte der Kilometerstand ebenfalls beim Hersteller in der Datenbank landen.


    Gruß

    Klaus

  • Ich weiß nicht wie es bei Motorrädern ist, bei den Neufahrzeugen eines sehr renommierten deutschen Autoherstellers die ich fast über 3 Jahrzehnte verkauft habe wurde jedenfalls nach Einführung der Digitalisierung der Kilometerstand nicht nur in der Tachoanzeige abgelegt sondern auch in dem einen und anderen Steuergerät.

    Und in Fällen von begründetem Verdacht wurde auch nachgeforscht. Wenn z.B. an einem Mercedes 560 SEC nach nur 70000 Kilometern das Hinterachsgetriebe verschlissen ist und der Kunde es auf Kulanz erneuert haben will ist der Hersteller so frei alle Fahrzeugparameter auszulesen. Und siehe da: Der Vorbesitzer hatte bei ca. 85000 Kilometern einen neuen Tacho einbauen lassen, vorsichthalber ausserhalb der MB-Organisation......das defekte Hinterachsgetriebe hatte eine Laufleistung von ca. 250000 Kilometern hinter sich, wie der Rest des Fahrzeugs auch, ohne Wartung, versteht sich. Konnte alles nachgewiesen werden.

    Tja, selbst prominente Kundschaft die sich so ein Auto leisten konnte ist nicht immer ehrlich.

  • Muss nicht jeder Hersteller sagen, was er wo speichert? Datenschutz?

    Was ich mit meinem Auto sprich Eigentum mache geht die Werkstatt und Hersteller einen gepflegten Scheißdreck an. Das darf er auch nicht heimlich protokollieren.

    Freiheit für die Straßen, weg mit dem Teer!

  • Also mein Fahrzeug schickt mir regelmäßig E-Mails und informiert mich über die gefahren Kilometer und das das System in Ordnung ist. Ach und der fällige Service wird natürlich auch rechtzeitig angekündigt, ist klar. Nach der Garantie möchte ich den Händlerservice nicht mehr nutzen. Wie sich das mit den Mitteilungen dann (wird auch im Cockpit angezeigt bei jeden Fahrzeugstart) verhält bleibt spannend.

    Etwas befremdlich das ganze.

  • Also mein Fahrzeug schickt mir regelmäßig E-Mails und informiert mich über die gefahren Kilometer und das das System in Ordnung ist. Ach und der fällige Service wird natürlich auch rechtzeitig angekündigt, ist klar. Nach der Garantie möchte ich den Händlerservice nicht mehr nutzen. Wie sich das mit den Mitteilungen dann (wird auch im Cockpit angezeigt bei jeden Fahrzeugstart) verhält bleibt spannend.

    Etwas befremdlich das ganze.

    Na, das ist doch schön, man braucht selber nicht mehr drauf zu achten wann was fällig ist.

    Ich bin jedes Mal begeistert wenn sich das Display in meinem Mercedes B 180 CDi meldet und mich erinnert dass ich den Assyst B oder C oder irgendwas machen lassen soll. Die Meldung kommt unabhängig von der Kilometerleistung, rein nach der Zeit muß gewartet werden.

    Und da könnte ich zur Wildsau werden. Ich bin in diesem Jahr mit dem Mercedes ca. 5000 Kilometer gefahren und soll für die Wartung das gleiche Geld ausgeben wie andere nach 50000 Kilometer.

    Das Systen läßt sich nicht austricksen, es ist einfach eine sture Maschine. Bei der Serviceaufforderung im letzten Jahr sollte der Wartungsumfang "BK" gemacht werden, das "K" steht für Kühlflüssigkeit. Also hab ich das auch machen lassen, nach 10 Jahren frisches Kühlwasser samt Frostschutz, es ist natürlich ein spezieller Mercedes-Frostschutz, weil, man kann dann mehr Geld verlangen. Unterm Strich : Öl- und Filterwechsel, ein paar Kontrollarbeiten, evtl. Luftaufpumpen sowie ein paar Liter Wasser und Frostschutz für schlappe € 649, 36. Arbeitszeit: Keine 2 Stunden. Fürs Öl nimmt man inzwischen mehr als 20 Euro je Liter. Wenn ich das Wechseln der Kühlflüssigkeit auf der Rechnung herausrechne hat man dafür ungefähr 250 Euro verlangt.

    Der letzte Jahresservice an meiner Tracer hat ebenfalls mehr als 300 Euro gekostet. Ausser dem Ölwechsel wird aber nicht vile gemacht worden sein.

    Ich kriege einen dicken Hals und wehre mich. Meine Yamaha-Werkstatt besitzt offensichtlich keinen funktionierenden Drehmomentschlüssel. Die Ölablaßschraube war mindesens mit dem 5-fachen des vorgeschriebenen Drehmoments festgezogen. Ich habe den Ölwechsel selber gemacht und musste einige Kraft aufwenden um die Schraube zu lösen.

    Im Februar wird sich das Display im Mercedes wieder melden und mich pepetrant bei jedem Einschalten der Zündung daran erinnern dass man wieder Geld von mir haben will. Das Auto ist dann 11 Jahre alt und wird ca. 80000 Kilometer auf dem Zähler haben. Beim nächsten Mal wird der Abzockautomat garantiert verlangen dass ich einen neuen Kraftstofffilter einsetzen lassen muß, kostet mindestens 250 Euro. Nicht, weil der Kraftstofffilter eine bestimmte Menge Kraftstoff gefiltert hat, neeeiiin ,aber er ist dann 3 Jahre im Auto !

    Bevor die Werkstatt den Auftrag bekommt wird es ein ernstes Gespräch mit dem Meister geben.....

    Und wie man die Serviceintervallanzeige zurücksetzt das finde ich heraus, garantiert !

    Und wenn ich den zitierten Beitrag lese fangen die Motorradhersteller auch schon damit an.

  • Ja, die Fachwerkstätten sollten mal mit den horrenden Preisen runtergehen, dann kommen auch mehr Kunden. Auch VW ist mir zu teuer, dann nur in eine Freie.

    Diese ganze Elektronik, Fluch und Segen...

    Hör ich öfter, Mercedes ist nicht mehr so toll wie früher.

    Dann lieber nen Turbo S... :freak

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