Einbau einer 2018er Gabeldämpfung

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  • Moin Leute,


    ich wollte in den nächsten Tagen die progressiven Wilbers-Federn in meine Gabel einbauen, quasi nach der Anleitung für den Einbau am Straßenrand. Das ändert ja bekanntlich nichts am Ansprechverhalten (Dämpfung), sondern "nur" am Federweg. In der 2018er Version der MT-07 wurde auch die Gabeldämpfung etwas straffer ausgelegt. Ich habe mal anhand des Ersatzteilkatalogs (http://parts.yamaha-motor.de) verglichen, worin sich die 2017er von der 2018er Gabel unterscheidet. Alle Teilenummern sind identisch bis auf die der Feder und des Dämpfungsrohrs (grün eingefärbt auf der Abbildung).


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    Kann mir jemand sagen, ob es ohne eigene Werkstatt – also quasi in einer Straßenumbauaktion – realistisch und vernünftig machbar wäre, nicht nur die Federn, sondern auch das Dämpferrohr zu tauschen? Ich spreche also wirklich davon, das Motorrad auf Montageständer und Wagenheber zu haben und die Umbauten ohne Ausbau der Gabelrohre durchzuführen. Ließe sich das Dämpferrohr (irgendwie) nach oben hinausziehen bzw. drücken, nachdem Schraube 9 gelöst und das Öl abgelassen wurde? Oder kämen dabei noch andere Kleinteile mit raus? Und könnte man das neue Dämpferrohr einfach wieder einführen oder bestünde die Gefahr des Verkantens? Und könnte man Schraube 9 einfach wieder Anziehen oder müsste man am Dämpferrohr kontern?


    Und noch eine ganz essentielle Frage: Würde sich der Aufwand eurer Meinung nach lohnen?


    Beste Grüße,

    Nils

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  • Deine Frage kann ich nicht beantworten, aber was kosten die Teile?


    Habe vorne progressive Wirth-Federn drin. Die finde ich so viel besser als Original, dass ich keine anderen mehr testen würde, zumal sie mit 120,-eur auch noch bezahlbar sind.

    MT 07 Race Blue ABS Sonderlackierung, RI-Thunder Carbon, Wilbers Federbein -20mm, progressive Gabelfedern Wirth, SW-Sturzpads Motor, GSG-Sturzpads an Achsen, Craze-Kühlergrillabdeckung, Hauptständer, Topcaseträger SW-MoTech, Ermax-Scheibe, Oxford-Touring Heizgriffe, Held Tankrucksack

  • Ich habe bereits die Wilbers-Federn in Schrank liegen, hatte nur noch keine Zeit für den Einbau. "Die Teile" sind im Prinzip nur eines, nämlich das Dämpferrohr mit der Teilenummer B4C-23170-00 (von der 2018er Version). Das dann natürlich in doppelter Ausführung. Was es kostet, weiß ich auch (noch) nicht. Konnte gestern nur "Preis auf Anfrage" finden.


    Edit:

    Gerade nochmal geschaut, in den USA ist UVP wohl $62.99, bestellbar für $44.19. Damit wäre die Größenordnung zumindest klar.

  • Danke für die Infos! Der Preis wäre damit ungefähr eingegrenzt. Nicht billig, aber auch nicht teuer. Und wenn's das Fahrverhalten verbessert...


    Aber entscheidend ist ja nun auch, ob ein Umbau für mich überhaupt machbar wäre.

  • Also auch Demontage der Gabel ist ohne Werkstatt problemlos möglich. Maschine auf den Seitenständer, Wagenheber unter die Ölwanne, hochpumpen und mit nem Stück Holz unter dem Rahmen oder der Fußrastenplatte fixieren.

  • ich wollte in den nächsten Tagen die progressiven Wilbers-Federn in meine Gabel einbauen, quasi nach der Anleitung für den Einbau am Straßenrand. Das ändert ja bekanntlich nichts am Ansprechverhalten (Dämpfung), sondern "nur" am Federweg. In der 2018er Version der MT-07 wurde auch die Gabeldämpfung etwas straffer ausgelegt. Ich habe mal anhand des Ersatzteilkatalogs (http://parts.yamaha-motor.de) verglichen, worin sich die 2017er von der 2018er Gabel unterscheidet. Alle Teilenummern sind identisch bis auf die der Feder und des Dämpfungsrohrs (grün eingefärbt auf der Abbildung).

    Servus

    Das Einbauen einer anderen Feder ändert nicht den Federweg sondern die Dämpfung. Der Federweg ergibt sich durch die mögliche Bewegung der Standrohre in den Tauchrohren nicht aus der Länge oder "Härte" der Feder. Bei der 2017er gibt es keine Schraube um Öl abzulassen. Ich würde ganz einfach nur die Federn tauschen. Es gibt progressive von Wirth und Wilbers und lineare von Öhlins. Ob die Federn der 2018er überhaupt in die 2017er Gabel passen kann ich dir nicht beantworten. Eventuell werden noch Distanzstücke benötigt oder sie sind zu lang. Das ist Jugend forscht und der Aufwand lohnt bestimmt nicht.


    Gruß Dirk

    Möge der Grip mit Euch sein! :rocker Und immer schön unliken!:brauen

  • Zum Wechseln des Dämpferrohrs muss die Gabel auseinader genommen werden. Ausbau der Gabel geht so, wie Reimo das beschrieben hat. Um die Schraube 9 zu lösen muss meistens gegengehalten werden - mit Yamaha Spezialwerkzeug oder einer Eigenbaulösung. Am 2018er Dämpferrohr sind sicher die Bohrungen für die Zugstufe anders (kleiner für härtere Zugstufe).

    Mich würde interessieren, wie die Feder im 2018er Modell geändert wurde. Die bisherige Feder war schon relativ hart, aber nicht progressiv. Die Austauschfedern von Wilbers und Wirth sind eher etwas weicher (Ansprechverhalten) im linearen Bereich und dann deutlich härter im progressiven Bereich (fürs Anbremsen oder Durchfedern). Die Öhlins Federn sind linear und noch härter (eher was für die Rennstrecke).

  • Also auch Demontage der Gabel ist ohne Werkstatt problemlos möglich. Maschine auf den Seitenständer, Wagenheber unter die Ölwanne, hochpumpen und mit nem Stück Holz unter dem Rahmen oder der Fußrastenplatte fixieren.

    Also selbst für einen geübten Schrauber ist der Ausbau der Gabel auf dem Seitenständer mit Wagenheber unter der Ölwanne eine Herausforderung...

    Ich würde es nicht machen!


    Das Dislike von Herrn Malte verstehe ich so das es wohl doch möglich ist...

    Das würde ich gerne sehen...:bier

    Einmal editiert, zuletzt von Augsburger ()

  • Ja, klar, feste Montageständer oder auch auf dem Hauptständer mit Entlastung Vorderrad sind natürlich sicherer. Speziell das Auseinandernehmen der Gabel sollte man nur mit entsprechendem Fachwissen und Werkzeug machen.

  • Das Einbauen einer anderen Feder ändert nicht den Federweg sondern die Dämpfung. Der Federweg ergibt sich durch die mögliche Bewegung der Standrohre in den Tauchrohren nicht aus der Länge oder "Härte" der Feder. Bei der 2017er gibt es keine Schraube um Öl abzulassen.

    ...

    Ob die Federn der 2018er überhaupt in die 2017er Gabel passen kann ich dir nicht beantworten. Eventuell werden noch Distanzstücke benötigt oder sie sind zu lang.

    Eine Feder mit anderer Federkonstante wird bei gleicher externer Krafteinwirkung eine andere Auslenkung aus ihrer Ruhelage erfahren. Es ergibt sich somit beim Fahren auf gleicher Strecke mit gleicher Geschwindigkeit ein anderer "Federweg", d.h. eine andere Auslenkung des Lenkers. Dass sich die maximal mögliche Auslenkung nicht ändert, ist klar, diese ist schließlich durch die Abmessungen von Stand- und Tauchrohr gegeben. Die Geschwindigkeit, mit der bei äußerer Kraftzufuhr die jeweilige Auslenkung erreicht wird, also die Zeitabhängigkeit der Bewegung, hängt jedoch maßgeblich von der Dämpfung des Schwingungssystems ab. Federhärte und Dämpfung sind dabei weitestgehend unabhängig.


    Eine Schraube zum Ölablassen gibt es zwar nicht direkt, aber beim Lösen von Schraube 9, die zum Ausbau des Dämpferrohrs gelöst werden muss, sollte doch das meiste Öl abfließen.


    Ich habe, wie eingangs geschrieben, alle Teilenummern der 2017er und 2018er Modelle verglichen. Nur Dämpferrohr und Feder wurden getauscht, der Rest ist identisch. Daher ist ein Teiletausch zwischen den Modellen problemlos möglich!

    Zum Wechseln des Dämpferrohrs muss die Gabel auseinader genommen werden. Ausbau der Gabel geht so, wie Reimo das beschrieben hat. Um die Schraube 9 zu lösen muss meistens gegengehalten werden - mit Yamaha Spezialwerkzeug oder einer Eigenbaulösung.

    Danke für die Info! Ich dachte mir schon, dass man Schraube 9 wohl nicht einfach lösen kann oder sie evtl. nicht wieder fest bekommt, ohne am Dämpferrohr zu kontern.

    Also selbst für einen geübten Schrauber ist der Ausbau der Gabel auf dem Seitenständer mit Wagenheber unter der Ölwanne eine Herausforderung...

    Ich würde es nicht machen!

    Ja, das ist mir auch etwas zu viel Aufwand für die Straße. Wenn ich damit nicht an einem Tag fertig werde, steht die Kiste die Nacht über halb zerlegt am Straßenrand. Nicht optimal...

    Einmal editiert, zuletzt von slin86 ()

  • wieso denn? Hat bei mir schon ein paar Mal problemlos geklappt

    Das mag schon sein

    Der Laie liest problemlos und merkt das er hier ne wackelige Geschichte hat...

  • Ich glaube was er meint, ist auch mein Gefühl, bin nicht ungeschickt - aber solch wichtige Teile eines Motorades schraube ich nur wenn ich 100% weiß was ich tue. Es gibt bestimmt Feinheiten die man versauen kann ohne es zu merken und dann möglicherweise Probleme bekommt.

    Wir hatten dasselbe Problem. Wurde Ihr Problem gelöst?:freak