Nervöse Lenkung

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  • Hallo,

    Habe neben der Tracer auch eine XSR 700 die komplett auf JVB umgebaut ist. Als Reifen sind Pirelli Scopion STR aufgezogen. Fahrwerk ist vorne original und hinten mit YSS Federbein. Mir fällt immer wieder die sehr sensible Lenkung auf. Beim starken beschleunigen und Schalten bringe ich durch den breiten X01 Lenker immer ein Zucken in die Xsr. Dies ist bei der Tracer ganz anders. Ist das ein generelles Verhalten der XSR oder liegt das an dem doch recht groben Reifen? Wer hat hier ähnliche Erfahrungen gemacht? :0plan

  • also für mich ist es vollkommen normal das beim starken beschleunigen das Vorderrad leicht wird, und die XSR hat halt weniger Gewicht auf dem Vorderrad, als die Tracer mit Verkleidung und größerem Tank und wenn dann dein Federbein wahrscheinlich etwas härter, als Serie abgestimmt ist sackt sie hinten noch weniger ein. Der breitere Lenker trägt auch sein Teil dazu bei.

    rockon

    Uwe

  • Kannst du in die XSR auch bei Geradeausfahrt mit minimalen Lenkimpulsen Unruhe reinbringen?


    Evtl hast du zuviel Gewicht/Kraft am Lenker. Breiter(er) Lenker ist natürlich auch ein guter Hebel..

    Mit engem Knieschluß und leichtem Griff am Lenker hast du auch das Verhalten?

    Fährst du mit seitlichen Tankpads?

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  • Ich werde mal ein lockeres Handling an den Griffen probieren. Ansonsten ist es ja ein super handliches und spaßiges Mopped 👍.

    Reduziert aufs wesentliche.

  • Lockeres Handling passt schon.

    Ich fahre die XSR mit 3cm Lenkererhöhung, also Vorderrad eher noch mehr entlastet. Klar wird die auf Wellen und so etwas unruhig mit der weichen Serienfederung, bleibt aber immer gutmütig dabei. Wenn du nicht versuchst, etwas zu erzwingen, kriegt die sich schnell wieder ein. Einfach locker "mitschwingen". Auf der Autobahn wird meine ab ca. 170-180 etwas unruhig, da brauchst du dann Nerven oder gehst halt vom Gas.

  • Auf meiner XSR 700, ohne Fahrwerks- oder Lenkermodifikationen, kam es beim schnellen Schalten bei starker Beschleunigung auch zu Anregungen im Lenker.

    Lag, wie auch die anderen schon angemerkt haben, einzig an mir und meinem Herumgereiße an Kupplungshebel und Gasgriff.


    Ich habe das dadurch in den Griff bekommen, dass ich geübt habe den Lenker beim Schaltvorgang zu nicht bewegen.

    Dadurch konnte ich das auf ein für mich akzeptables Minimum reduzieren.

    Später hatte ich auch Grippads am Tank (aus dem Yamaha-Zubehör) welche es tatsächlich deutlich erleichtern, den Lenker mit leichterer Hand zu führen.

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    Dir kann geholfen werden. Da hasst du sogar ,15; ,27 und ,35 und noch viele weitere drauf.

    "Genauigkeit +/- 1,5 PSI"

    Das entspricht 0,1 Bar und bedeutet, dass wenn man 2,25 Bar abliest

    liegt der reale Druck irgendwo zwischen 2,35 und 2,15 Bar liegt.


    Das tolle daran ist aber, dass sowieso niemand für die Straße wegen 0,1 Bar rummachen sollte.

    Nicht nur weil man das kaum so genau messen kann sondern auch, weil es durch Temperatur-, Umgebungsdruck- und Höhenschwankungen auf die erste Nachkommastelle im realen Fahrbetrieb nur grob ankommt.

    Die 2. Nachkommastelle kann man gleich ganz vergessen.


    Womit ich nicht sagen will, dass der Luftdruck keinen Einfluss auf Lenkerflattern odgl. hat,

    nur, dass 0,05 Bar vllt nicht der richtige Hebel an der Stelle ist. ;)

  • Also doch quatschig, die 2,25 Bar.

    Die gelten bestimmt unter idealen Laborbedingungen. z.B. Temperatur, Reifenzustand, Messgerät, Verluste beim Koppeln des Prüfgerätes mit dem Ventil.

    Und die Reifenmarke? Uninteressant?

  • Womit ich nicht sagen will, dass der Luftdruck keinen Einfluss auf Lenkerflattern odgl. hat,

    nur, dass 0,05 Bar vllt nicht der richtige Hebel an der Stelle ist. ;)

    Das schon richtig, aber immer noch genauer als wenn man nur 2; 2,25; 2,5 und 2,75 ablesen kann.



    Also doch quatschig, die 2,25 Bar.

    Muss nicht, aber kann. ich bin auch schon mit 2,25 Bar gefahren und war da nichts quatschig.


    Wichtig ist in meinen Augen immer mit dem selben Messgerät zu messen.

  • Das schon richtig, aber immer noch genauer als wenn man nur 2; 2,25; 2,5 und 2,75 ablesen kann.

    Wenn er von Teilstrichen spricht, gehe ich von einer analogen Anzeige, sprich Zeiger vor Ziffernblatt, aus.

    Schätzometrische Interpolation mittels Augenmaß sollte hier völlig ausreichen ;)


    Nachtrag:

    Mehr ablesbare Stellen machen die Ablesung nicht genauer.


    Wichtig ist in meinen Augen immer mit dem selben Messgerät zu messen.

    Das kann ich nur unterstreichen!

    Wenn man sich auf die Suche nach dem für einen selbst optimalen Wert macht, sollte man möglichst viele Variablen ausschließen.


    Wobei man die Abhängigkeit von der Umgebung bei der Bewertung des abgelesenen Wertes im Hinterkopf behalten sollte.

    Einmal editiert, zuletzt von HF1983 ()

  • Hallo,

    Habe neben der Tracer auch eine XSR 700 die komplett auf JVB umgebaut ist. Als Reifen sind Pirelli Scopion STR aufgezogen. Fahrwerk ist vorne original und hinten mit YSS Federbein. Mir fällt immer wieder die sehr sensible Lenkung auf. Beim starken beschleunigen und Schalten bringe ich durch den breiten X01 Lenker immer ein Zucken in die Xsr. Dies ist bei der Tracer ganz anders. Ist das ein generelles Verhalten der XSR oder liegt das an dem doch recht groben Reifen? Wer hat hier ähnliche Erfahrungen gemacht? :0plan

    Problem ist vermutlich auf dem Motorrad zu suchen ;)

    Flapsig ausgedrückt, stimmt aber ziemlich sicher. Man verfällt sehr leicht in die Unsitte, Kraft in den Lenker zu bringen, obwohl man gerade keine Kurve einleiten möchte. Das bringt Unruhe ins Motorrad. Beim Fahrsicherheitstraining gibt es ne lustige Übung zum Ellenbogen locker lassen. Sieht etwas nach Ententanz aus. Beim Fahren mit den Ellenbogen schlackern. Man muss den Lenker nicht mit Kraft festhalten. Und man sollte sich niemals am Lenker beim Beschleunigen festhalten oder beim Bremsen abstützen. Das eigene Gewicht stützt man am Sitz/Tank ab. Da muss man dann auch mal die Beine zusammendrücken und die Rumpfmuskulatur anspannen, damit das geht. Als Test kann man immer mal ne Supersportler leihen. Wenn man da nach ner Stunde Handgelenksschmerzen hat, macht man genau den Fehler.

    Was du testen kannst um die Pendelneigung zu testen: Geradeaus mit konstanter Geschwindigkeit fahren und nen kurzen Lenkimpuls geben und danach den Lenker sehr locker lassen. Idealerweise pendelt die Maschine nur kurz mit stark abnehmender Amplitude ist und fährt schnell wieder ganz normal. Wenn es gleibleibend weitergeht ist das noch akzeptable, aber nicht gut. Verstärkung ist doof. Gibt aber Motorräder die das einfach haben.

    Also doch quatschig, die 2,25 Bar.

    Die gelten bestimmt unter idealen Laborbedingungen. z.B. Temperatur, Reifenzustand, Messgerät, Verluste beim Koppeln des Prüfgerätes mit dem Ventil.

    Und die Reifenmarke? Uninteressant?

    2.25 bar sind bei Reifen auf Umgebungstemperatur. Man bekommt den Reifen meist auf eine ähnliche Differenztemperatur zur Umgebung. Und durch das Aufheizen erhöht sich der Druck etwas. Also kalt messen, glücklich sein. Um das allerletzte raus zu holen müsste man warm messen und einstellen. Für die Straße aber totaler Unfug.

    Ein vernünftiger Reifendruckprüfer sorgt für keinen relevanten Druckverlust, wenn man sich nicht komplett blöd anstellt beim Bedienen.

    Reifenmarke hat relativ wenig Einfluss. Erst einmal muss der Druck das Gewicht des Motorrads kompensieren, egal welcher Reifen drauf ist. Ansonsten kann man je nach Steifigkeit der Karkasse vielleicht etwas spielen, aber das sind sehr kleine Änderungen. Kann durchaus sein, dass man mit nem Sportreifen nen etwas anderen Druck fährt als mit nem Tourenreifen. Der Druck von Yamaha ist aber eine gute Basis für alles außer Rennreifen oder die Rennstrecke. Und dann kann man von da mal in 0.1 bar Schritten rumprobieren.

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