ABS Block entlüften bei Instandsetzung Hauptbremszylinder/Bremssattel?

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  • Hi,


    ich habe nun schon versucht Infos dazu zu finden, jedoch ohne zu 100% sicher zu sein.


    Bei meiner XSR 700 bleibt die Hinterradbremse hängen bzw löst sich nicht mehr, es sieht nicht unbedingt nach einem Problem des Bremssattels aus, vielmehr scheint das im Hauptbremszylinder zu liegen das Problem. Nun wollte ich das mal genauer anschauen und beheben, dabei steht für mich jedoch im raum, muss ich sobald ich den Bremssattel oder Hauptbremszylinder von den Leitungen getrennt habe zwangsläufig den ABS Block von Yamaha entlüften lassen? Soweit ich das recherchieren konnte, muss das mit dem Yamaha Diagnostics Tool gemacht werden und das habe ich natürlich nicht.



    p.s. habt ihr auch so viele Probleme mit fest gefressenen Schrauben in Alu teilen bei der XSR 700 / Mt 07 reihe?



    Gruß,

    Urghss

  • Hallo Gert,


    danke für die fixe Antwort, grundsätzlich kann da ja nicht viel schief gehen, entweder der (vermutlich angegammelte) teil im Hauptbremszylinder löst sich durch auseinander bauen und reinigen oder nicht. Im worst case muss ein neuer Hauptbremszylinder oder Hauptbremszylindersatz her.


    Mir geht es auch eher um die Frage ob bei der MT07/XSR700 Familie das ABS Moduls selber entlüftet werden muss wenn z.b. Der Hauptbremszylinder runter ist oder der Bremssattel. Weil dazu ist das Werkstatthandbuch nicht wirklich aufschlussreich.


    Gruß,

    Urghss

  • Ich dank dir für die Info, habe nun auch Grad den passenden teil im Werkstatthandbuch gefunden. Da wird nach dem "ABS Bleeding" empfohlen die Hydraulic Unit testen zu lassen, das geht nur mit dem Schweine Teuren und nur an Händler verkauften Yamaha Diagnose Tool.


    Also kläre ich mal ab was der nächste Freundlich für das Entlüften haben mag wenn ich fertig bin. Ich dank dir!

  • Ich dank dir für die Info, habe nun auch Grad den passenden teil im Werkstatthandbuch gefunden. Da wird nach dem "ABS Bleeding" empfohlen die Hydraulic Unit testen zu lassen, das geht nur mit dem Schweine Teuren und nur an Händler verkauften Yamaha Diagnose Tool.

    Hallo,

    1. ich hab es selbst noch nicht gemacht

    2. ich nehme an, Du beziehst Dich auf das Rep.Handbuch s. 3.14 - 3.16, speziell S. 3.15. Dort heißt es: "After bleeding the hydraulic brake system, check the brake operation", was m.M.n. nichts anderes heißt als "Prüf die Funktionsfähigkeit des Bremssystems". Von Diagnosetools ist da nicht die Rede.

    3. will ich Dir hier keinen Müll erzählen, aber ich erinnere mich, dass @winabiu vor kurzem mit ihrem Chefmechaniker an dem selben Thema dran waren - vielleicht fragst Du da mal nach??

    Gruß

    Jürgen

  • Hast du die Höhe des Fußbremshebels vorher angepasst?


    ┌────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────┐
    ├ Wilbers Adjustline 640 + Promoto Federn progressiv • Bagster Presto Ready • Cobrra Nemo 2 • MRA Racingscheibe
    ├ ABM Tachoverlegung • RoMatech KZH • SW-Motech: Kobra Handguards • Hauptständer • PRO Tankring • Kellermann Atto WL Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.
    └────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────┘

  • Was du machst ist nichts anderes als beim Wechsel auf Stahlflex auch passiert. Einfach konventionell entlüften, dann ne Probefahrt, dabei ein paar Mal ins ABS bremsen, Bremse auf Temperatur bringen und hinterher nochmal entlüften.

    Das ABS Modul ist nicht sonderlich komplex. Sind halt ein paar Ventile und Kanäle. Das muss man nicht komplizierter machen als es ist.

  • Hinten ins ABS zu bremsen geht einfach. Aber vorne hab ich bei trockener, gerader Strasse, bei ca 50km/h, das Problem, dass die Reifen so einen guten Grpp haben, dass das Möppi einfach steht. Ohne ins ABS zu kommen.

    Hab ich erst einmal mit den Bridgestone am Berg runter geschafft. Da rubbelte es und es war ein "jaulen" zu hören.

    Wie testet Ihr?

  • Bei 100 blitzschnell zupacken, also nicht normal Druck aufbauen. Bevor die Gabel eintauchen kann und der höhere Anpressdruck auf dem Asphalt verhindert, dass es blockiert, hörst Du kurz den Reifen wimmern und das ABS eingreifen.

  • Das ist mutig bei 100 voll zu bremsen. Aber in einer reellen Gefahren Situation ist es auch bei höheren V nötig. Kann nicht schaden, es zu üben. Ich fange aber mal bei niedriger Geschw. an. Ist mein erstes ABS Möppi.

  • GertMT07 Einfach spontan voll reinlangen. Da bist du bei jeder Geschwindigkeit sofort im ABS. Du musst der Verlagerung der Gewichtsverteilung zuvorkommen. Ich mache das nahezu jedes Mal innerhalb der ersten 200m. Ist dann auch kein sonderlich krasser Bremsvorgang, weil sich das Gewicht eben nie richtig aufs Vorderrad verschiebt. Wichtig ist bei allen ABS Tests am Vorderrad, dass das Motorrad aufrecht ist. Sonst kann das Vorderrad zur Seite wandern und das macht keinen Spaß.

    Bei 100 voll zu bremsen als "mutig" zu bezeichnen lässt bei mir Alarmglocken läuten. Das ist natürlich ein ganz anderes Paar Schuhe als bei 50. Aber eine Vollbremsung aus den Geschwindigkeiten die man bereit ist zu fahren sollte man ohne zu Zögern drauf haben. Ansonsten fährt man zu schnell für die eigenen Fähigkeiten. Das kurze Zögern hat man dann auch in der Gefahrensituation drin. Also: Echt mal üben, bei 100 oder mehr richtig in die Bremse zu langen. Man kann sich das Leben etwas einfacher machen, indem man nur von 100 auf 50 oder so abbremst. Das geht oft auf einer nicht allzu befahrenen Landstraße. 150 auf 80 kann man zu passenden Zeiten auch auf der Autobahn testen. Habe Gerüchte gehört, dass man, rein physikalisch betrachtet, auch auf ner Landstraße mal kurz so schnell werden kann um es zu üben. Nicht dass ich das jemals ausprobieren würde, aber von der Physik her ist das nichts anderes als auf der Autobahn ;)

    Bitte nicht falsch verstehen: Damit meine ich nicht, dass Leute, die das nicht regelmäßig machen, unsichere Motorradfahrer sind. Aber es gibt eben ein großes Verbesserungspotential für ausgewählte Situationen. Wenn der Ablauf einer Gefahrenbremsung bei 100 kein Einzelerlebnis ist, spart das wertvolle Zeit und schaufelt auch in der Situation noch mentale Kapazität frei.

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