Kontaktlinsen und Wind

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  • Hallo zusammen,

    ich bin ja blutiger Anfänger, als Späteinsteiger gerade in der Fahrschule und sammle erste Erfahrungen. Um Eure Hilfestellungen bin ich daher dankbar.

    Heute Vormittag dritte Fahrstunde gehabt. Langsame Fahrten in der 30erZone, erste Schaltversuche. Laut WetterApp leichte Böen mit ca. 50 kmh Windgeschwindigkeit. Zum Fahren kein Thema. Fahrschulhelm hat leider kein Pinlock. Da es noch frisch war heute morgen also leicht beschlagenes Visier. Also Visier einen Spalt auf. Und prompt erwischt mich eine Bö. Womöglich hat der Spalt als Trichter gewirkt. Voll ins beim Fahren aufmerksam offene Auge ...

    Mein Problem: Ich trage harte Kontaktlinsen und prompt ein sofort trockenes Auge, sodass es juckte und tränte und ich anhalten musste. Nach kurzer Erholung weiter und kurz darauf das gleiche nochmal. Damit war das Auge gereizt, die Konzentration hin und ich hab die Stunde abgebrochen, da mir nicht mehr wohl war.

    Hat jemand ähnliche Probleme und wie geht ihr damit um? 50 kmh Wind ist ja nichts, wenn man später schneller fährt ...

    Ich habe mir folgende Lösungsansätze überlegt:

    a) Eigenen Helm besorgen mit Pinlock. Muss ich ja irgendwann eh. Wollte mir allerdings noch ein bisschen Zeit lassen, um in mehreren Geschäften einiges ausprobieren zu können.

    b) Eine Sport-/Fahradbrille drunter tragen, um die Augen zusätzlich vor Wind zu schützen. Wäre vielleicht erstmal günstiger als im Schnellschuss einen Helm zur nächsten Stunde zu kaufen, der nachher vielleicht ein Fehlkauf ist. Würde das funktionieren oder beschlägt die Brille dann auch?

    Statt Linsen Brille tragen ist kurzfristig keine Lösung, da diese andere Dioptrienstärken hat. Auch langfristig möchte ich möglichst ohne Brille fahren. Eben wegen des Beschlagenes oder um eine (ungeschliffene) Sonnenbrille tragen zu können. Zudem bin ich Linsen sonst im Alltag seit über 30 Jahre gewohnt und komme grundsätzlich gut mit ihnen klar.

    Was haltet ihr von meinen Ideen und habt ihr noch andere Ideen? ... Bin gespannt. Danke schon im Voraus.

  • Achja. Bevor es Kritik an der Fahrschule gibt. Die hat auch einige Helme mit Pinlock. Nur hat mir von denen leider keiner gepasst. ... Blöd gelaufen 🙈

  • Wenn du einen Helm brauchst (was der Fall ist), dann lieber heute als morgen kaufen und das Problem ist erledigt. Oder es kommt morgen warmes Wetter und die nächsten Fahrstunden laufen ohne beschlagenes Visier ab, dann hättest du mehr Zeit zur Suche. Nur ist das mit dem Wetter leider eine unsichere Sache, daher rate ich dazu möglichst fix einen möglichst gut passenden Helm zu beschaffen.

    Ich fahre mit Brille und daher lass' dir gesagt sein: die beschlägt schneller als ein Visier. Egal ob mit oder ohne Pinlock (was vermutlich eine Isolierscheibe im Visierinneren bedeutet). Von daher ist deine Lösung mit der Fahrradbrille keine solche, eher noch schlimmer.

  • Ich halte Deinen Ansatz mit der Zurückhaltung fü nicht für verkehrt.

    Du gehst das Thema mit Bedacht an. :daumen-hoch


    Helm kaufen geht zwar schnell, ein guter Helm kostet aber auch gutes Geld. Jeder Kopf ist anders und Erfahrungen anderer sind wichtig, aber nur Hinweise, was bei anderen funktioniert.

    Anprobieren und Tragen musst Du selbst.

    Ein guter Helm sitzt beim Kauf stramm. Der Helm darf beim Kopf schütteln nicht wackeln. Durch das Tragen setzt sich die Polsterung noch. Natürlich nicht so spack auswählen, dass man sich beim An- und Ausziehen vom Helm die Ohren abreißt.

    Bei einem gebrauchten Fahrschulhelm kann man natürlich etwas mehr Wert auf Komfort legen.

    Was sagt denn der Fahrlehrer? Wären die bereit, ein PinLock zu besorgen?

    Wenn Du selbst eines für den Helm den Du benutzt besorgen würdest?

    Ich trage wechselweise nen HJC I70 und nen Shoe X-Spirit III, der mit 700 Euro sehr teuer, aber sehr leicht ist und super im Wind liegt.

    Das war auch nicht mein erster Helm und die Hersteller wechseln manchmal auch die Musterköpfe, nach denen der Innenausbau geformt wird.

    Dir bleibt außer probieren wenig übrig.

    Lass es ruhig angehen, Du machst das schon richtig.

    Für den Preis eines guten Helms kriegst Du einige Fahrstunden.

    Danach kannst Du mit Ruhe auf Helmsuche gehen. Wer billig kauft, kauft zweimal.

  • Harte Kontaktlinsen und starker Windzug oder Staub sind immer ein Problem. Weiche Kontaktlinsen sind hier erheblich besser. Dass du harte Linsen hast, dürfte aber einen guten Grund haben (z. B. Astigmatismus). Es ist schwierig vorherzusagen, welcher Luftzug unter welchen Bedingungen bei welchem Motorrad im Helm vorhanden ist. Ich bin auf einer KTM790 mit einem Schuberth Klapphelm im Urlaub 6000 km gefahren. Da zog es relativ stark im Helm, so dass ich auf Kontaktlinsen verzichtet und die Brille getragen habe. Auf meiner GS ist das natürlich aufgrund des Windschilds nicht der Fall.

    Zieht es kräftig im Helm, gibt es schnell trockene Augen, eine Katastrophe bei harten Linsen - eigene Erfahrung.

    Ich empfehle daher eher, es mit einer eng anliegenden klaren Brille (z. B. Fahrradbrille) in Verbindung mit dem vorhanden Helm zu versuchen. Diese würde ich mit einem Antibeschlagspray behandeln. Eine Alternative wäre ein Cross-Helm ohne Visier mit Cross-Brille, die dicht abschließt.

    Pinlock ist bezügich Beschlag innen hilfreich, allerdings könnte man es zunächst auch mit einem Antibeschlagspray auf der Visierinnenseite probieren.

    Wenn du später auf deinem eigenen Mopped sitzt und dort den Windzug im Helm beurteilen kannst, erst dann würde ich entscheiden, was konkret zu tun ist.

    Gruß

    Klaus

  • Moin.

    Warum keinen Helm kaufen?

    Wenn Du doch den Schein machst, willste ja auch Motorrad fahren, und dafür brauchst Du eh nen Helm.

    Änderungen Tracer:

    Windschild, Eigenbau mit Gutachten

    Kellermänner

    Kurzer KZH

    Soziushaltegriffe schwarz gepulvert

    Spritzschutz Hinterrad, Eigenbau , schwarz

    Navihalter, Eigenbau , schwarz l

    Tachobedienung linke Lenkerarmartur

    Speedohealer V4, STS

    Fahrwerk Wilbers

    Gabelstopfen, Aluminium, blau

    Stahlflex Spiegler, schwarz, blaue Fittings

    Bremsentlüfterventile Stahlbus mit blauen Kappen

    Brems-/ Kupplungshebel verstellbar

    Kühlerabdeckung in schwarz

    Komfortsitzbank original

    Shad Sh36

    Bobbins in Blau

    Koso/Joost TFL

  • Nein, auf keinen Fall einfach jetzt einen Helm kaufen. Wenn das Motorrad klar ist (und vielleicht vorhanden), dann würde ich auf jeden Fall eine Probefahrt mit dem gewählten Helm vor dem Kauf empfehlen. Bei Louis kann man so etwas beispielsweise machen.

    Es ist wichtig, die Windgeräusche von (hoffentlich sehr gut passendem) Helm in Verbindung mit dem eigenen Motorrad abschätzen zu können, sonst kann man erhebliche Überraschungen erleben. Sogar der Kragen einer Motorradjacke kann zu Turbulenzen bei manchen Helmen mit nicht einfach zu ertragender Geräuschentwicklung führen. Wer ein Naked Bike fährt, kann sich eher auf einen Testbericht zur Geräuschentwicklung bei Helmen verlassen als jemand, der z. B. mit einem Windschild wie bei der Tracer fährt. Da kann es je nach Fahrhaltung, Körpergeometrie, Höhe des Windschilds durchaus zu sehr hoher Geräuschentwicklung im Helm aufgrund der Turbulenzen vom Windschild kommen.

    Wenn man auf jeden Fall mit Ohrstöpseln fahren möchte, ist das natürlich deutlich weniger relevant.

    Dann sollte man sich darüber im Klaren sein, ob man in naher Zukunft wegen der Verwendung eines Navigationsgeräts eine Freisprecheinrichtung im Helm haben möchte. Der Helm sollte dafür vorgesehen sein.

    Gruß

    Klaus

  • Hi,

    ich fahre selber mit weichen Monatslinsen und auch mit Tageslinsen. Finde ich deutlich angenehmer als mit Brille. Damit meine Augen nicht trocken werden falls es mal ziehen sollte, mache ich vor der Fahrt nochmal Augentropfen aus der Apotheke rein. Da gibt es unterschiedliche die den Tränenfilm lange aufrecht erhalten. Habe auf beiden Augen eine Hornhautverkrümmung sodass die Linse sich auch bewegen muss.

    Hatte so noch nie ein Problem mit trockenen Augen. Allerdings wäre ein Pinlock schon sinnvoll.

    Gruß Rémi

  • ich fahre selber mit weichen Monatslinsen und auch mit Tageslinsen. Finde ich deutlich angenehmer als mit Brille.

    Wer noch nie harte Linsen probiert hat, kann nicht wirklich mitreden. Je nach Luftzug und Tränenflüssigkeit trocknet die Oberfläche sehr schnell ab und verursacht Reibungsgefühl am Lid. Ein Staubkorn im Auge kann unerträglich werden. Der Thread-Ersteller hat harte Linsen. Erfahrungsberichte zu weichen Linsen helfen nicht. Es gibt sehr gute Gründe, warum man harte Linsen und keine weichen verwendet.

    Bei mir liefern harte Linsen 120% Sehkraft, weiche nur 100%. Allerdings sind die harten Linsen nach 3 Stunden auf der Oberfläche so trocken, dass ich es nicht mehr aushalte. Vor 50 Jahren kam ich mit harten Linsen noch sehr gut klar (außer beim Schwimmen).

    Gruß

    Klaus

  • Beitrag von Chillie (10. April 2024 um 21:26)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (20. Mai 2024 um 23:58).
  • Fahre auch mit Brille, aber muss die beim Helm auf- und abziehen abnehmen, lästig. Im Dreck mit der WR nehme ich weiche Kontaktlinsen, kann dann halt nix mehr lesen...

    Crossbrille und Sehbrille sind irgendwie unvereinbar bei mir. Blöd, so fahre ich oft ohne Crossbrille ( jaja, suboptimal). Für längere Fahrten nehme ich dann den Helm mit Visier. Von daher ist beschlagen nicht so das Thema, fahre aber selten bei solchen Witterungen.

    Generell werden meine Augen auch immer Wind empfindlicher

    Freiheit für die Straßen, weg mit dem Teer!

  • Die Augen werden formal nicht windempfindlicher, die Menge und die Qualität des Tränenfilms nehmen leider mit zunehmendem Alter ab, die Augen werden "trockener". Man kann mit Augentropfen nachhelfen bzw. etwas ausgleichen. Daher nimmt die Verträglichkeit von harten Linsen mit zunehmendem Alter üblicherweise auch ab. Diese setzen eine ausreichende Benetzung der Linse mit Tränenflüssigkeit durch den Lidschlag voraus. Klappt das mangels Menge an Tränenfilm nicht mehr, dann gibt es Reibung. Kommt ein Staubkorn zusätzlich zur harten Linse ins Auge, "erinnert" sich das Auge, dass neben dem Staubkorn noch ein zweiter Fremdkörper vorhanden ist.

    Gruß

    Klaus

  • Wer noch nie harte Linsen probiert hat, kann nicht wirklich mitreden. Je nach Luftzug und Tränenflüssigkeit trocknet die Oberfläche sehr schnell ab und verursacht Reibungsgefühl am Lid. Ein Staubkorn im Auge kann unerträglich werden. Der Thread-Ersteller hat harte Linsen. Erfahrungsberichte zu weichen Linsen helfen nicht. Es gibt sehr gute Gründe, warum man harte Linsen und keine weichen verwendet.

    Bei mir liefern harte Linsen 120% Sehkraft, weiche nur 100%. Allerdings sind die harten Linsen nach 3 Stunden auf der Oberfläche so trocken, dass ich es nicht mehr aushalte. Vor 50 Jahren kam ich mit harten Linsen noch sehr gut klar (außer beim Schwimmen).

    Gruß

    Klaus

    Hi Klaus,

    mir ist klar was der Thread-Ersteller geschrieben hat. Vielleicht hätte ich dazuschreiben sollen das ich im Alltag harte Linsen trage! Ich also durchaus weiß wie sich das anfühlt. Deshalb trage ich bei Sport oder eben beim Motorradfahren weiche Linsen. Wäre ja vielleicht auch für andere eine Möglichkeit. Darum ging es mir.

    Gruß Rémi

  • Hallo zusammen,

    Respekt, hätte nicht gedacht, dass mein Thema soviel Resonanz erfährt. Vielen Dank allen, die sich mit Ihren Vorschlägen eingebracht haben (und vielleicht noch weiter einbringen?). Welche der Vorschläge zu mir passen, muss ich nun selbst herausfinden, Überlegungsansätze habe ich ja nun einige. Thanks. :)

    Im Kern ging es ja um zwei Fragen: Erstens, wie kann ich das Problem kurzfristig überbrücken, ohne in einem Schnellschuss einen eigenen Helm kaufen zu müssen, der sich vielleicht später als ungeeignet erweisen würde? Und zweitens: Wird das Problem Fahrtwind und Beschlagen später durch einen eigenen Helm mit (konsequent geschlossenem) Pinlockvisier nach Eurer Einschätzung erledigt sein?

    Ich kann nicht auf alles eingehen was beigetragen wurde. Zu ersterem einfach der Hinweis, dass (wie einige ja auch erkannt haben), harte und weiche Kontaktlinsen unterschiedliche Hausnummern sind. Ich trage harte Linsen seit ich 16 bin, also seit 34 Jahre problemlos, was nicht selbstverständlich ist, ich kenne genug Leute, die harte Linsen nicht vertragen (weiche hingegen aber gut), insbesondere weil sie nicht genug Tränenflüssgkeit haben.

    Harte Linsen sind auch in der Pflege aufwändiger, man trägt sie deshalb nur, wenn es einen Grund gibt, in der Regel eine Hornhautverkrümmung. Die formstabile Linse bringt dann die Hornhaut in die gewünschte Position. Nach dem Entnehmen braucht das Auge, bzw. die Hornhaut ein paar Stunden bis sie wieder in der (körpereigenen) Ausgangsstellung ist. Klar hat man als Linsenträger immer eine Brille als Redundanz, man könnte ja auch mal eine Bindehautentzündung haben und keine Linsen tragen können oder man steht nachts, wenn die Linsen draussen sind, mal auf aufs Klo. Aber die Brille hat einen festen Wert, den ich entweder auf das Auge einstellen kann wie es ist gleich nach dem Entnehmen der Linsen oder auf den Wert wie es ist nach der Erholung der Hornhaut in ihre Ausgangsstellung. Da dies eine oder gar mehr als eine Dioptrie Unterschied sein kann, passt die Brille für beides nie.

    Fürs Motorradfahren heißt das, dass ich entweder eine Brille habe mit der ich nach Feierabend eine Runde drehen kann gleich nachdem ich die Linsen nach dem Tagewerk rausgemacht habe oder ich habe eine für den nächsten Tag passende Brille, wenn das Auge in über Nacht in seine eigene Ausgangsstellung gegangen ist. Somit ist eine Brille für einen Träger harter Linsen keine befriedigende Lösung, da sie nie für alle Fälle passt. Hinzu kommt, dass die Brille, selbst wenn sie sehr gut angepasst ist, nur 100 % Sehschärfe erreicht, mit den harten Linsen aber bis zu 120 %, wie ein Kollege schon schrieb, erreicht werden können. Den Wert erreiche ich auch. Wenn man diese Sehschärfe gewohnt ist, gibt man sie im Straßenverkehr nicht freiwillig auf. Das wäre ein Sicherheitsverlust.

    Weiche Tageslinsen wären eher eine Alternative, aber auch (zumindest für mich) keine wirklich ideale. Weiche Linsen erreichen (bei mir) eine bessere Sehschärfe als die Brille, da die Brechung näher am Auge geschieht als bei einer Brille. Aber Tageslinsen erreichen auch nicht die Schärfe der formstabilen Linsen. Weiche Tageslinsen nutze ich (nur) fürs Schwimmbad. Da ich aus hygienischen Gründen die Linsen nicht im Schwimmbad wechseln möchte, setze ich sie vorher ein und fahre mit dem Auto dann auf einer mir bekannten Strecke hin und hab etwas mehr Knautschzone um mich. Im Ausnahmefall ist das ein vorhandenes aber kalkulierbares und tollerables Risiko. Mit weichen Tageslinsen würde ich mich aber nicht auf einem Motorrad auf eine mir unbekannte Strecke oder Tour begeben wollen, ich hätte das Gefühl nicht gut genug zu sehen, wobei es womöglich Klagen auf hohem Niveau ist, wenn man eben 120 % gewohnt ist. Vielleicht ist die Differenz in der Sehschärfe auch bei anderen weniger stark, wenn die Hornhautverkrümmung nicht so stark ist wie bei mir, weshalb ich allen, die diesen Ansatz vorschlagen, durchaus glaube, dass sie mit dem Wechsel von harten auf weiche Linsen gut klarkommen. Für mich bezweifle ich das, weshalb ich weiche Tageslinsen nur zum Schwimmen nehme. Bei anderem Sport trage ich (problemlos) die harten Linsen, u.a. auch beim Fahrradfahren, dann halt mit Radler-Brille zum Schutz vor dem Fahrtwind.

    Somit scheiden Brille und Tageslinsen zur Lösung meines Problems auf dem Motorrad aus. Womöglich tritt dies ja auch gar nicht mehr auf. Ich habe die Fahrschulstunden halt morgens relativ bald gelegt, sodass ich anschließend zur Arbeit kann. Abends ist bei mir relativ schwierig, da ich oft abends berufliche Termine habe. Wenn es morgens nun wärmer wird, sollte das Problem des Beschlagens hoffentlich weniger werden. Für den Fall, dass ich doch das Visier nochmal offen lassen müsste, weil wieder eine Bö kommt, oder weil (was ja zu erhoffen ist) ich genug lerne , um schneller fahren zu können, habe ich mir nun bei Louis eine günstige (Klarsicht-) Brille besorgt, zum drunterziehen unter den Helm, um einen zusätzlichen Windschutz vor dem Auge zu haben. Bei offenem Visier hoffe ich, dass die dann nicht beschlägt. Ich dachte zuerst, ich nehme meine Fahrradbrille, mit der ich noch nie Probleme mit dem Wind beim Fahrrradfahren hatte, aber sie war mir zu teuer, um die Bügel im Helm (bin mir nicht sicher, ob er Bügelkanäle hat) zu verbiegen oder gar abzubrechen. Das Teil bei Louis hat 9,99 € gekostet, es wäre also nicht viel kaputt, wenn es nicht funktioniert oder es die Fahrschule nicht unbeschadet überlebt. Ich stell noch ein Foto ein (wenn ich das als Neuling im Forum hinbekomme). Ich lasse Euch dann teilhaben, wie ich mit der Zusatzbrille klargekommen bin, allerdings müssen die Fahrtbedingungen erstmal wieder so sein, dass sie zum Einsatz kommt.

    Das Antibeschlag-Spray für die Brille habe ich natürlich prompt vergessen mitzukaufen. Google empfiehlt als Hausmittelchen entweder Spüli oder Rasierschaum aufzutragen, dann nicht ab- (also wieder weg) reiben, sondern nur abspülen und an der Luft trocknen lassen. Soll angeblich einige Stunden bis zu einem Tag wirken. Werde ich bei Gelegenheit mal probieren. Habe aber zuhause noch gewöhliche Brillenputztücher von Rossmann und dm (deren jeweilige Eigenmarken) gefunden, die sonst meine Kids zum Brille putzen nehmen. Darauf steht, diese hätten auch eine leichte Wirkung gegen Beschlagen. Die probiere ich nun mal als erstes aus ...

    Zur zweiten Frage. Ich möchte/muss ja irgendwann einen Helm kaufen. Meint Ihr, es reicht einfach einen mit Pinlock zu nehmen (was ich eh vorhatte)? Oder habt ihr noch Tipps und Hinweise auf was ich zusätzlich, in Anbetracht meines Spezialproblems, beim Helmkauf achten sollte? Sicher wohl noch der Brillenbügelkanal für alle (Not-) Fälle auch künftig. Fällt Euch sonst noch was ein? ... Auch hier im Voraus schon allen vielen Dank fürs Mitdenken. :)

    Viele Grüße

    Stefan

    Foto Brille.jpg

  • Die Lösung mit der Klarsichtbrille unter dem Helm ist für dich eine sehr gute Lösung. Pinlock wid das Beschlagen innen deutlich reduzieren, allerdings je nach Lufttemperatur auch durch Tröpfchenbildung innen. Wenn die Lufttemperatur zu kalt ist, dann kondensiert nämlich der Wasserdampf vom Atmen innen am Pinlock. Insbesondere bei Nebel passiert das. Allerdings ist das besser als Beschlagen. Ich würde mir allerdings nach Testergebnissen ein Antibeschlagmittel für die Brille kaufen und dieses auch erst mal innen am Visier anbringen. Vielleicht reicht das schon. Bei Pinlock muss man relativ vorsichtig mit dem Reinigen sein. Auch Handschuhe in den Helm stopfen kann zu Beschädigungen führen. Wenn du die Klarsichtbrille wegen der Luftströmungen trägst, solltest du diese mit einem Antibeschlagmittel behandeln, damit hast du ein Mittel für das Visier.

    Gruß

    Klaus

  • Ich fahre seit den letzten 38 Jahren Mopped mit Kontaktlinsen,Harte wie Weiche.Ich habe immer eine billige Arbeitsschutzbrille(siehe Modell oben) an.Ich bin Ganzjahresfahrer und habe damit nur beste Erfahrungen gemacht.Und bei langen Tagestouren ja sowieso.

  • Hallo zusammen,

    vielleicht fragen sich ein paar hier wie es mir weiter ergangen ist ...

    Der Versuch mit der Zusatzbrille ist bei morgendlichen 5 Grad Außentemperatur, wie Achim richtig vorhersagte, gescheitert.

    Die Brille hat noch vor der Abfahrt, also noch im Stehen, trotz halb geöffnetem Visier und zusätzlicher Behandlung mit Antibeschlag-Spray (die Fahrschule hatte welches da) allein von der Körperwärme (die Zusatzbrille ist ja sehr dicht am Körper) sofort beschlagen und ich habe sie dann gleich abgesetzt und bin ohne sie, mit leicht geöffnetem und ebenfalls mit Spray behandeltem Visier, gefahren. Da es an diesem Morgen keine Böen hatte und ich momentan noch in der 30 Zone unterwegs bin, um das flüssig Schalten in den unteren Gängen zu üben, war es dann kein Problem.

    Also bleibt als nachhaltige Lösung, wenn die Witterungsbedinungen wieder schlechter sein sollten, bzw. wenn hoffentlich meine Fahrgeschwindigkeiten nun bald steigen und das Visier geschlossen werden muss, eben doch nur zügig einen Helm mit Pinlock zu besorgen.

    Habe die letzten Tage viel zum Thema Helm gelesen und war gestern in mehreren Geschäften und habe viel probiert. Probefahrt kann ich ja mangels Schein noch nicht. Da meine Kids gerade ins Roller-Alter kommen und deshalb in naher Zukunft, neben der hoffentlich bald Tracer, wahrscheinlich auch ein Roller bald zum Fuhrpark gehören wird, und ich den dann innerorts auch mitnutzen möchte, wollte ich einen Flip-Back-Helm, den man dann auch mal (aerodynamisch etwas besser) offen fahren kann. Klapphelm sollte es ja sowieso sein, eben falls es im Notfall doch mal mit (richtiger) Brille sein muss zu fahren. Auch die Bequemlichkeit an der Ampel, im Stau oder in kurzen Trinkpausen mal aufklappen zu können, spielte in meinen Überlegungen natürlich eine Rolle. Ich weiß, Klapp- und Modularhelme haben den Ruf laut zu sein, aber ich hoffe, dass sich das später hinter dem Schild der Tracer ertragen lässt. Zur Not muss eben die größere Touring-Scheibe oder eine größere Scheibe eines Drittanbieters dran.

    Die in die engere Wahl gekommenen Helme hab ich dann im Laden auch immer mind. 15 Minuten aufgelassen, um zu merken, ob nicht doch was drückt. Geworden ist es ein Scorpion Exo Tech Evo Pro. Ausschlaggebend waren seine (für mich) bequeme Passform, die neue Helmnorm 22.06 (es stehen doch noch einige 22.05er in den Läden), sein großes Sichtfeld, seine tief herabgehende Sonnenblende (bei anderen Modellen störte die Unterkante immer relativ weit oben im Sichtfeld) und die Testberichte der Fachjournalisten sowie die Kundenrezensionen bei den einschlägigen Onlinehändlern, die attestierten, dass er für einen Flip-Back-Helm relativ leise sei. Brillenkanal und Vorbereitung für Kommunikationssystem sind auch vorhanden. In der "Pro"-Version dann in der Fieberglas- statt Thermoplastvariante für die Langlebigkeit. Da er in der gewünschten Farbe (wollte weiß und nicht dunkel, um gesehen zu werden) nicht da war und bestellt werden muss, kann ich Euch erst in ein, zwei Wochen sagen, wie ich mit ihm klarkomme und ob er das Problem Wind vs. Beschlagen löst.

    Die Zusatzbrille werde ich nicht wegwerfen. Ich denke, im Sommer, bei geringeren Temperaturunterschieden zwischen Luft und Körperwärme, werde ich sie bei Jet-Helm-Betrieb sicher nochmal probieren, ob sie gegen den Windzug etwas bringt, was ja einige hier bestätigen und auch (s.o.) meiner Erfahrung beim Fahrradfahren mit Radler-Brille entsprechen würde.

    VG, Stefan