Ténéré 700: von geschmierten Umlenkhebelbolzen und solchen, die es werden wollen

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  • Hallo, ACHTUNG! T700, Fahrer wie ich aus einem anderen Forum erfuhr ,sind die Bolzen der Umlenkung des Federbeins nicht gefettet (Trocken montiert) was nach Kurzer Zeit Frass-spuren an den Bolzen verursacht. Obs bei der 1. Inspektion gemacht wird ist Fraglich. Nur so als Info, die die T7 schon schärfer rannehmen (Offroad) gruss Jens ....O.K., habs nur weitergegeben, weil ein Forums-kollege die Umlenkung auseinander hatte ,und dieses Tragbild zum Vorschein kam. Sorry, Jens

  • Bevor dieses Bild weiter so munter "geteilt" wird, das hat aber in meinen Augen nichts mit mangelnder Schmierung bzw. fehlendem Fett zu tun.


    Für das gute Gewissen, kann der eifrige Pfleger gerne sich ein wenig Fett auf die Bolzen und Steckachsen schmieren, um auf längere Sicht sich dort die Korrosion zu vermeiden und bei späterer Demontage sich das Schrauben zu vereinfachen.


    Aber das auf dem Bild sieht nach einem Montagefehler aus. Diese Bolzen werden mit einem geeigneten Drehmoment angezogen, um damit das Lager ans Arbeiten zu kriegen. Da hat etwas relativ zueinander oder unerlaubt aufeinander gedreht.

    Teile kurz beim Händler reklamieren, sollte bei Yamaha problemlos sein und sich nochmal den richtigen Zusammenbau anschauen.

  • Bevor hier jetzt weiter spekuliert wird, hier meine zwei Cent.

    Ich habs am Donnerstag alles auseinander gebaut. Ja, die Bolzen (Schrauben) sind nicht geschmiert, was sie im Übrigen nie werden. DIe Lager und Bolzen sind ausreichend geschmiert.

    Die Schleifspuren auf den Knochen habe ich auch und kommen ganz einfach daher, dass die Schrauben ohne Unterlegscheiben verbaut werden. Die sind also aussen, wo der Schraubenkopf ansetzt und nicht, wie anscheinend alle vermuten, innen. Also liegt hier weder eine mangelnde Schmierung noch ein Einbaufehler vor. Im Teilefilm sieht man das es genau so gewollt ist. Warum, das fragt man besser die Ingenieure bei Yamaha. Das Einzige was ich ankreide ist, dass im Teilekatalog Schrauben mit Flansch verbaut sind, in Realität aber nicht, was meiner Meinung nach doof ist. Wenn schon ohne Flasch, dann bitte mit U-Scheibe...Aber naja.

    Also mal bitte keine Panik verbreiten :brauen

  • Stellt sich mir die Frage, wenn ich die Teilenummer der Schraube nehme, ob eine mit Flansch geliefert würde.

  • Damals, als ich in den 80ern den Beruf gelernt habe, nannte man die "Schraube mit Bund", oder "Mutter mit Bund". Ist das heute nicht mehr so?:denk

    Und dann gab´s da noch Unterlegscheiben, Federscheiben (geschlossen), Federringe

    (offen) und Zahnscheiben (geschlossen). Und Torxschrauben waren da noch unbekannt.



    Lamont

  • :ablachen

    Halb so Wild. Ich glaub die Diskussion über die Benennung von Schrauben ist aus Langerweile entstanden :freak

    Das "Problem" mit den trockenen Bolzen etc. scheint eben ein heiß diskutiertes Thema im Internet zu sein. Im GS-Forum wurde das ja auch schon angesprochen. Wie gesagt, ich sehe hier aber wirklich kein echtes Problem.:bier

  • Es schadet aber auch nicht, wenn man sie beim ersten eigenen Winterservice mal einfettet. Zeit is jetzt ja genug. Ich benutze für solche Arbeiten seit Jahren weißes Teflonfett aus der Tube aus dem Fahrradbereich. Nicht billig, aber sehr gut!

  • was ist eigentlich Lithiumseifenfett bzw. was ist daran besonders - oder kann man auch "normales" nehmen?


    Die meisten "normalen" Fette, bzw. die, die man als Normalsterblicher erwerben kann, das sind Lithiumseifenfette oder auch Lithium verseifte Fette genannt. Schau auf Dein Gebinde, dort steht sowas dann drauf.

    Da diese Fettbasis eben so verbreitet ist, wirst Du sie auch ohne weiteres untereinander gemischt verwenden können.

  • was ist eigentlich Lithiumseifenfett bzw. was ist daran besonders - oder kann man auch "normales" nehmen?

    Danke für die Frage, die ich mir auch schon immer gestellt habe.

  • was ist eigentlich Lithiumseifenfett bzw. was ist daran besonders - oder kann man auch "normales" nehmen?

    Erstmal, was ist normales Fett? Li-Seifenfett hat eine hohe Temperaturbeständigkeit (-40 bis +140°C), gutes Kälte- und Dauerwalkverhalten. Kann man alles hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Schmierfett nachlesen. Da steht dann auch die Eigenschaften der anderen Schmierfettarten drin.

  • Ich nehme für solche Stellen mit viel Druck und wenig Drehzahl aus dem Bauch raus immer LM47 mit MoS. Ist das irgendwie nachteilig, außer optisch wegen der schwarzen Farbe?

    Wenns vorne rasselt und hinten stinkt isse in Ordnung...

  • LM47 ist übrigens auch Lithiumfett, nur halt mit Molybdändisulfit als ausgezeichneten Festschmierstoff angereichert. Das gibt gerade für solche Fälle wie hochbelastete Gelenke weitere Reseven. Ich habe es auch in meiner Fettpresse und sehe keinen Grund, etwas anderes zu nehmen. Außer vielleicht die tiefschwarze Farbe, die Fettflecken in der Kleidung noch einmal deutlich besser und nachhaltiger zur Geltung bringt.

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