Motorschaden frühzeitig erkennen

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  • Mir ist vorhin eine Frage in den Kopf gekommen...


    Beim Klopfen/klingeln oder wenn der Motor zu mager läuft, erhöht sich die Temperatur im Motor bzw Brennraum extrem.

    zu fett laufen ist ja erstmal kein riesenproblem, der Motor säuft einfach irgendwann ab (oder?)


    Die MT hat ja eine Temperaturanzeige im Cockpit (die glaube ich die Temperatur der Kühlflüssigkeit misst, normal sind ca 80 Grad) und da dachte ich mir, ob man einen kommenden Motorschaden bzw Klopfen/Klingeln daran erkennen kann, dass die anzeige im Cockpit regelmäßig über ca 80 grad anzeigt?

    (mal abgesehen vom hörbaren Klingeln/klopfen)

    Ich bin KEIN Fachmann! Meine Beiträge sind u.U. fachlich nicht korrekt!


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  • Nein, kann man nicht.

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  • Nein, kann man nicht.

    eine Erklärung zu deiner aussage wäre hilfreich:(

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  • Die Schäden im Motor bei zu magerem Gemisch entstehen durch schnellere Freisetzung der gleichen thermischen Energiemenge.

    Die maximal erreichte Temperatur der Verbrennung steig dadurch.
    Lokal im Brennraum kann es dann zu Schäden durch Überhitzung kommen, da die Komponenten keine Zeit hatten die Wärme an den Kühlkreislauf abzugeben.


    Die Kühlmitteltemperatur, die im Instrument angezeigt wird, ist viel zu träge und zeigt mehr einen gleitenden Durchschnitt über viele 1000 Zündungen an.

  • Es gibt verschiedene Arten von Motorschäden. Das können Überhitzung oder auch als Beispiel Mangelschmierung sein.

    Eine punktuelle Überhitzung wie durch Deinen genannten Magerlauf, an den Ventilen (Einbrennen, Abbrechen, Kolbenschaden) kannst Du nicht aus der angezeigten Wassertemperatur des Gesamtsystems ablesen.


    Eine Auslassventiltemperaturüberwachung wäre da ggf. genauer.

  • okay, habe verstanden, Dankeschön:thumbup:

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    • Hilfreich

    Klopfen hast du bei dem MT Motor ohnehin immer in einem gewissen Maß. Ist auch überhaupt garkein Problem. Hört man aber in dem Maß dann auch nicht wirklich.

    Stärkeres Klopfen passiert nur, wenn du mal richtige Drecksplörre reinkannst oder es plötzlich viel heißer ist als sonst. Und dann merkt die Motorsteuerung das über den Klopfsensor und greift entsprechend ein.

    Dadurch steigt dann die Abgastemperatur an, tendenziell ne höhere Belastung für das Auslassventil. Das wird aber in der Motorsteuerung abgefangen und entsprechend limitiert.

    In der Wassertemperatur wirst du höchstens einen Unterschied (in Form eines rapiden Abfalls) sehen, wenn der Motor so spektakulär stirbt, dass das Kühlmittel ausläuft. Ansonsten ist die Kühlmitteltemperatur durch den Thermostat geregelt und steigt nur auf das Soll-Maß an.

    Theoretisch könntest du einen Unterschied sehen, wenn du ohnehin schon am Limit der Kühlkapazität bist. Das ist aber nur unter der Annahme, dass Klopfen auch den Wärmeeintrag in das Kühlmittel signifikant in Relation zum normalen Wärmeeintrag erhöht. Das halte ich für sehr unwahrscheinlich.

    Magerer Betrieb wird auch nicht dauerhaft stattfinden, dafür ist eine Lambdasonde verbaut, die das ganze misst und dann reagiert entsprechend die Lambdaregelung auf Abweichungen.

    Mir wäre es neu, dass bei Motoren heutzutage noch relevante Probleme entstehen, wenn der Motor bei Lambda 1.05 oder 1.1 betrieben wird. Leistung lässt halt nach, Wirkungsgrad steigt. In der Kühlmitteltemperatur wirst du definitiv garnichts sehen. Dafür potentiell bei länger anhalten Problemen die Motorkontrollleuchte.

    Beim MT Motor würde ich grundsätzlich auch mal anzweifeln, dass man ohne ein Kupferrohr überhaupt das Klopfen hört. Beim Fahren schonmal garnicht. Der Motor ist aber grundsätzlich mechanisch recht laut. Da wird alles andere einfach übertönt. Kupferrohr ist auf dem Motorrad dann zwar machbar, aber auch eher unpraktisch. Ich würd mir das nicht in den Helm friemeln wollen.


    Generell ist ein nahender Motorschaden "im Feld" nur sehr schwer, wenn überhaupt, zu bemerken. Bei verschlissenen Pleuellagern hört man das gelegentlich mal mit viel Erfahrung.

    Ansonsten ist ein super Indikator die Reibung, die kann man aber nicht ohne sackteure Messtechnik messen (mit allem drum und dran sicher über 100k€). Mit einem Teil davon (immer noch >50k€) bekommt man Probleme heraus, die sich auf die Verbrennung auswirken.

    Aber ich hätte schon keine Lust immer so ein Indiziersystem mit mir rumzuschleppen. Selbst die ganz kompakten haben die Größe von ner Gepäckrolle. Und die Batterie wäre in ein paar Minuten leer.


    Gerade beim CP2 Motor: Fahr einfach. Der ist nach aktuellem Kenntnisstand und Erfahrungswerten extrem robust und geht weder frühzeitig noch schnell kaputt.

  • Der MT-Motor hat, im Gegensatz zu vielen anderen Motorrädern die ich bisher gefahren bin, insgesamt vergleichsweise große Reserven. Auch thermisch ist er so gesund, dass die Regelreserve des Thermostaten nicht einfach nur durch im Rahmen der Motorregelung allenfalls moderat erhöhte Brennraumtemperaturen ausgereizt werden könnte.


    Allenfalls im Hochsommer, komplett am steilen Pass bergauf und immer wieder mit Hahn und Drehzahl am Anschlag ausgewrungen, könnte der Apparat theoretisch mal ernsthaft ins Schwitzen kommen. Aber auch das ist uns, trotz zahlreicher und durchaus engagierter Versuche, bisher nie gelungen. Wir bleiben aber dran und testen sicher auch im kommenden Sommer weiter, versprochen. ;-)

  • Im Übrigen ist es bei allen aktuellen Automotoren so, dass die im Display angezeigte Kühlmitteltemperatur ohnehin grundsätzlich konstant auf dem Sollwert gehalten wird und nur bei größeren Abweichungen von den Sollwerten überhaupt etwas zu sehen ist. Wenn man da also mal etwas abseits der Norm sieht, wird es auch schnell ernst und man sollte die Sache gut im Auge behalten und ggf. bald mal zur Werkstatt fahren. Vermutlich ist das bei den Moppedmotoren und bei unserer MT nicht anders ...

  • Ja mei, kaputtgehen kann immer mal was, man steckt nicht drin in der Materie. Aber dass ein Motor wie der CP2 von jetzt auf gleich die Grätsche macht- das Risiko ist gering.

    Ich denke noch an die Unkenrufe meiner Kumpels als wir1986 zum Yugo-GP nach Rijeka fuhren. Traust du dich schon noch mit deinem Schrotthaufen, ließ einer verlauten.

    Warum nicht?

    Die Suzuki GS 750 mit damals 75000 Kilometern meisterte die Tour ohne Probleme.

    Hinzu kommt dass die Suzuki einen thermisch hoch belasteten luftgekühlten Motor hatte, es gab nicht mal einen Ölkühler und der Motor wurde bei flottter Gangart mit ganz anderen Drehzahlen betrieben als der CP2-Motor. Als das Motorrad 80000 Kilometer drauf hatte wurde es wegen Neukauf stillgelegt und verbrachte 28 Jahre in einem ehemaligen Kuhstall. Mein Sohn erweckte sie 2015 wieder zum Leben, der Aufwand zur Wiederbelebung inklusive neuer Reifen und der Beseitigung der unvermeidlichen Standschäden belief sich auf ca. € 1000,-, der Motor bekam nur neues Öl, sonst wurde an der Mechanik nichts angefasst.

    Die Maschine wird nur noch gelegentlich bewegt, ich hätte jedoch keine Bedenken damit bis ins ehemalige Jugoslawien zu fahren. Warum sollte der Motor plötzlich kaputtgehen? Man darf nur nicht vergessen Öl nachzufüllen, davon verbraucht er natürlich einiges.

  • Und dann merkt die Motorsteuerung das über den Klopfsensor und greift entsprechend ein.

    Der CP2 besitzt keinen Klopfsensor, nur so zur Info

  • Der CP2 besitzt keinen Klopfsensor, nur so zur Info

    Oh, dann habe ich das mit einem anderen ähnlichen Motor vertauscht, mein Fehler.

    In dem Fall würde ein Klopfen durch einen besonders schlechten Kraftstoff (in der EU nahezu unmöglich zu finden, wenn die Tankstelle nicht nur alle paar Monate beliefert wird oder, woher auch immer, ROZ91 bekommt) nicht abgefangen werden. Ist aber ohnehin unwahrscheinlich.

    Umgebungstemperatur wird ohnehin berücksichtigt. Wenn es heißer ist, wird etwas später gezündet.

    Bei Motorsteuerungen ohne Klopfregelung sind die Grundeinstellungen im Regelfall etwas konservativer. Gerade japanische Firmen sind was sowas angeht ohnehin sehr stark auf der sicheren Seite unterwegs.

    Im Übrigen ist es bei allen aktuellen Automotoren so, dass die im Display angezeigte Kühlmitteltemperatur ohnehin grundsätzlich konstant auf dem Sollwert gehalten wird und nur bei größeren Abweichungen von den Sollwerten überhaupt etwas zu sehen ist. Wenn man da also mal etwas abseits der Norm sieht, wird es auch schnell ernst und man sollte die Sache gut im Auge behalten und ggf. bald mal zur Werkstatt fahren. Vermutlich ist das bei den Moppedmotoren und bei unserer MT nicht anders ...

    Bei Automotoren ist das unter anderem auch so, weil die mittlerweile nicht mehr überall auf der gleichen Temperatur fahren und zwischendrin mal bis zu 115°C absolut vorgesehen sind. Für das Aufwärmen passt es grob, wobei ab 70 oft 90 angezeigt werden. Richtung Überhitzen ist es letztlich eine on/off Anzeige.

    Bei der MT ist das anders. Die hat noch einen ganz konventionellen Thermostat drin und die Temperatur sieht ziemlich realistisch aus, auch vom Verhalten. Beim Abstellen des Motors sieht man z.B. auch, wie die erst einmal nach oben klettert.

  • Bei manchen Motoren ist es einfach.


    Wenn Du Sound nicht mehr mit Sprache synchronisieren kannst, sind sie kaputt:ablachen


    Z.B.:


    Remm bremmer Deng Deng Deng


    Oder


    Kult, kult, kult, kult


    Um welche Motoren handelt es sich.?

    Call me the Breeze...I keep blowing down the road (J. J. Cale)

  • Im Übrigen ist es bei allen aktuellen Automotoren so, dass die im Display angezeigte Kühlmitteltemperatur ohnehin grundsätzlich konstant auf dem Sollwert gehalten wird und nur bei größeren Abweichungen von den Sollwerten überhaupt etwas zu sehen ist. Wenn man da also mal etwas abseits der Norm sieht, wird es auch schnell ernst und man sollte die Sache gut im Auge behalten und ggf. bald mal zur Werkstatt fahren. Vermutlich ist das bei den Moppedmotoren und bei unserer MT nicht anders ...

    Naja, aus meiner Berufserfahrung kann ich sagen, dass die Anzeige u.U. eine einzige Farce ist. Wenn die tatsächlichen Temperatur dort angezeigt werden würden, dann könnten sich die Werkstätten vor besorgten Kunden kaum retten. Aufgrund der höheren Effizienz werden viele Motoren weit über 100°C betrieben.


    edit: Johannes hats schon geschrieben...

  • Und wenns dem Motor dann zu heiss ist nimmt der Zündung zurück, dann wird später gezündet und somit auch weniger Leistung gegeben.

  • Und wenns dem Motor dann zu heiss ist nimmt der Zündung zurück, dann wird später gezündet und somit auch weniger Leistung gegeben.

    Bei Motoren mit E-Gas wird einfach das maximale Drehmoment/die maximale Leistung, das/die angefordert werden kann, eingeschränkt. Zündung zurücknehmen muss nicht die Temperatur reduzieren. Wenn man einen integrierten Abgaskrümmer hat, wird zwar etwas weniger Wärme über den Brennraum in das Kühlmittel eingebracht, dafür aber deutlich mehr über den Kühlmantel des Krümmers, weil die Abgastemperatur erheblich ansteigt.

    Resultat mit weniger Leistung ist gleich, aber die Methode ist anders. Witzigerweise deutlich einfacher als ein Zündeingriff :)


    Edit: Das ist wohlgemerkt nur bei modernen Drehmomentbasierten Motorsteuerungen der Fall. Bei älteren ist es nicht so einfach bzw. ich weiß ehrlicherweise nicht genau, wie es da üblicherweise gemacht wurde. Beim PKW sind alle Hersteller mit denen ich zu tun hatte (das sind schon durchaus viele) mit drehmomentbasierten Motorsteuerungen unterwegs. Die großen Hersteller von den Steuergeräten bieten das eben auch genauso an. Die Steuergeräte beim Motorrad sind aber oft in der Entwicklung um viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurück. Haben schon mit Motorrädern gearbeitet und teilweise waren die Reaktionen der Hersteller interessant, wenn wir berichtet haben, was man beim PKW üblicherweise so macht.

  • Und wenns dem Motor dann zu heiss ist nimmt der Zündung zurück, dann wird später gezündet und somit auch weniger Leistung gegeben.

    Bis es einem modernen PKW-Motor zu heiß wird, musst du schon einiges machen. Diese haben elektrisch steuerbare Kühlmittelregler, die dir innerhalb weniger Sekunden den Hauptwasserkühler voll öffnen können. Bei einer Vollgasbeschleunigung aus dem Teilllastbetrieb heraus wird die Temperatur also schnell um 20-40°C runter schnellen. Falls es dann immer noch zu heiß wird, dann liegt das an besonderen Umständen (Bergauffahrt mit Gespann, Stop&Go in der Stadt bei hohen Außentemperaturen). Oder der Kühlkreislauf ist falsch ausgelegt...


    Wie das bei Motorrädern im allgemeinen ist weiß ich nicht. Meiner MT wirds wenn dann auch nur in der Stadt zu warm - da fang ich selbst schon vorher das Kochen an :D

  • Ein talentierter Schrauber hört sofort wenn was nicht stimmt...

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